EIZO kündigt neues Top-Modell der CS-Monitorserie an: ColorEdge CS3200X

EIZO kündigt den ColorEdge CS3200X als neues 31,5‑Zoll‑Topmodell der CS‑Serie an. Der Grafikmonitor mit 4K‑UHD‑Auflösung richtet sich an Fotografen, Filmer und Designer, die viel Platz für Inhalte und Interfaces benötigen und auf eine vgenaue Farbdarstellung Wert legen.
Der CS3200X ist das bisher größte Modell der Serie – er stellt 3.840 × 2.160 Pixel dar und deckt laut Hersteller 99 Prozent des Adobe‑RGB‑Farbraums sowie 96 Prozent von DCI‑P3 ab. Damit eignet sich der Monitor für klassische Fotoretusche, Videopostproduktion, Color‑Grading und druckorientierte Workflows. Vorkalibrierte Presets für Adobe RGB, DCI‑P3 und BT.709 erlauben einen schnellen Wechsel zwischen gängigen Produktionsstandards. Ein Display‑P3‑Preset stellt sicher, dass Inhalte auf mobilen Geräten wie MacBook, Smartphone oder Tablet möglichst konsistent wirken. Für High‑Dynamic‑Range‑Projekte (HDR) stehen zusätzliche Presets für Hybrid Log‑Gamma (HLG) und Perceptual Quantization (PQ) bereit.
Für glatte Tonwertverläufe sorgt eine 16‑Bit‑Look‑Up‑Table (LUT) mit 10 Bit Farbtiefe (1.024 Helligkeits‑/Farbabstufungen pro Kanal). Ein Digital Uniformity Equalizer (DUE) gleicht Helligkeit und Farbreinheit über die gesamte Fläche aus. Die Hardwarekalibrierung mit einem nicht im Lieferumfang enthaltenen Colorimeter erfolgt verlustfrei mithilfe der EIZO‑Software „ColorNavigator 7“. In den technischen Daten nennt EIZO eine maximale Helligkeit von 350 Candela pro Quadratmeter und ein statisches Kontrastverhältnis von 1.300:1.
Das Gehäuse hat nach oben und an den Seiten einen sehr schmalen, fast nicht sichtbaren Rahmen. Der dünne Rand reduziert visuelle Brüche im Mehrschirmbetrieb und lässt dabei die Arbeitsfläche geschlossen wirken. EIZO verzichtet beim CS3200X vollständig auf aktive Lüfter, um einen lautlosen Betrieb zu ermöglichen – wichtig in Grading‑Suiten, Tonstudios oder stillen Bildbearbeitungsräumen, in denen Lüftergeräusche stören.

Bei der Konnektivität spielt der USB‑C‑Anschluss eine zentrale Rolle. Über ein Kabel laufen DisplayPort‑Videosignal, USB‑Daten und bis zu 70 Watt Ladeleistung für kompatible Notebooks. Zusätzlich stehen HDMI und klassischer DisplayPort bereit. Ein integrierter KVM‑Switch (Keyboard‑Video‑Mouse) verknüpft angeschlossene USB‑Peripherie wie Maus, Tastatur, Webcam oder Audiointerface automatisch mit dem jeweils aktiven Zuspielrechner – hilfreich für Anwender, die regelmäßig zwischen stationärem Rechner und Laptop wechseln.
Als erstes Modell der CS‑Serie erhält der ColorEdge CS3200X die aus der CG‑Serie bekannte Funktion „Sync Signal“. Diese Funktion passt Helligkeit, Gamma und Farbraum automatisch an die Metadaten des eingehenden Signals an. Beim Wechsel zwischen SDR‑Material (Standard Dynamic Range) und HDR‑Inhalten oder verschiedenen Farbräumen sinkt der Bedarf an manuellen Eingriffen, und das Risiko von Fehleinstellungen nimmt ab. Ziel ist eine konsistente Bildbeurteilung, wenn ein Projekt von Rec.709‑Footage zu DCI‑P3‑Sequenzen springt oder unterschiedliche Quellen ins Spiel kommen.
Zum Lieferumfang gehört erstmals in der CS‑Serie eine magnetische Lichtschutzblende. Sie lässt sich ohne Werkzeug anbringen und reduziert Streulicht und Reflexionen, etwa von Fenstern oder Deckenleuchten. Beim Gehäusematerial verwendet EIZO nach eigenen Angaben Kunststoffe mit Recyclinganteil, um Ressourcen zu schonen und den ökologischen Fußabdruck des Produkts zu verringern. Der Hersteller gewährt fünf Jahre Garantie einschließlich Vor‑Ort‑Austauschservice.
Der ColorEdge CS3200X soll voraussichtlich im Herbst 2026 in den Handel kommen, der genaue Liefertermin kann je nach Region variieren. Einen Preis nannte das Unternehmen ebenfalls noch nicht. EIZO zeigt den Monitor erstmals auf der NAB Show vom 19. bis 22. April 2026 in Las Vegas am Stand N1123.


