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Gradationskurven: CMYK-Korrekturen

Etwas leichter zu bedienen als RGB-Korrekturen sind Kanalkorrekturen im CMYK-Farbraum.

Etwas leichter zu bedienen sind Kanalkorrekturen im CMYK-Farbraum. Zum einen ist die Wirkungsweise von stofflichen, subtraktiven Druckfarben der alltäglichen Erfahrung näher als die Wirkungsweise der additiven Lichtfarben RGB. Zum anderen zeigen Veränderungen eine weniger heftige Wirkung als in RGB. Leider ist der CMYK-Modus jedoch Grafikern und Druckvorstuflern vorbehalten, die Fotos für den Druck abstimmen. Fotografen arbeiten meist in RGB, weil sie noch nicht genau wissen können, wie genau – im Hinblick auf Papier, Druckmaschine und Druckfarbauftrag – ihr Bild später ausgegeben wird. Drucken Sie im eigenen Studio auf einem Fotodrucker, wird die Separation, also die Umwandlung vom Licht- in Druckfarben von dessen Treiber vorgenommen.

Ein Herumspringen zwischen den Farbräumen RGB und CMYK ist nur im Notfall zu empfehlen, da bei der Separation in beide Richtungen durch die unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten der Farbmodelle Bildinformationen unwiederbringlich zerstört werden. Im Beispiel sehen Sie zunächst die Korrektur einer etwas zu blassen Haut mit dem Gelb-Kanal. Der zweite Schritt besteht darin (ebenfalls nahe liegend), die Rottöne des Bildes zu verstärken, indem man den Magenta-Kanal beeinflusst.

Tipp: Wenn Sie auf den in Blickrichtung linken Unterarm des Mädchens achten, sehen Sie ein praktisches Beispiel, warum man nicht mit starker JPEG-Kompression arbeiten sollte, wenn die Bilder später vor der Offset-Druckausgabe noch farbkorrigiert werden müssen. Die Artefakte fallen deutlich in Auge.

Enzyklopädie_schmalDieser Tipp stammt aus dem Band „Farbkorrektur für Fotografen“ der Photoshop-Enzyklopädie, die Sie in unserem Webshop als e-Book kaufen können.

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