lichstark

Altglas

Lichtstärke als Selbstzweck?

Objektive mit riesigen Blendenöffnungen versprechen wundervolles Bokeh, Schärfefreisteller auch bei großen Motiven und die Möglichkeit, selbst bei Kerzenschein noch zu fotografieren. Eine hohe Lichtstärke wird mehrfach erkauft, einerseits über den Preis, andererseits über optische Fehler. Oft, wenn auch nicht immer, sind lichtschwächere Versionen eines ansonsten identischen Objektivs optisch besser, weil weniger Abbildungsfehler korrigiert werden mussten. „Wer in seiner Fototasche nicht mindestens ein 1,4er hat, dem ist nicht zu helfen“, schrieb Winfried Warnke in seiner Kolume im FotoMagazin (11/2017) und dachte dabei nicht unbedingt an Altglas. Lichtstärke als Notwendigkeit Im Gegensatz zu früher, bei Filmempfindlichkeiten von ISO 400 oder 800, wird Warnkes Provokation heute zur philosophischen Frage. Objektive mit Lichtstärke f/1.2 waren damals kein schicker Luxus für Bokeh-Fetischisten, sondern in erste…

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Technik

Lichtriesen für spiegellose Kameras

Meyer-Optik-Görlitz erweitert das noch kleine Objektivsortiment um zwei Objektive mit hoher Lichtstärke von f0,5, die unter dem Namen NOCTURNUS ab Juni für jeweils 2000 Euro und mit einer fünfjährigen Garantie in den Handel kommen sollen. Das für APS-C-Sensoren gerechnete NOCTURNUS f0,95/35 mm wird mit Anschlüssen für Sony-E, Fuji X und Micro-Four-Thirds erhältlich sein, das vollformattaugliche NOCTURNUS f0.95/50 mm erscheint zunächst mit Sony-E-Mount. Letzteres kann auch an APS-C-Kameras eingesetzt werden. Beide Objektive sind dank ihrer Lichstärke besonders für Aufnahmesituationen mit wenig Licht geeignet und bieten viel kreativen Spielraum bezüglich der geringen Schärfentiefe bei Offenblende. Zur Photokina 2014 hatte Globell die Wiederbelebung der ehemals bekannten deutschen Marke angekündigt und mit dem Somnium und dem Figmentum zwei Vollformatobjektive vorgestellt. Vor drei Wochen teilte…

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