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Es werde Licht

Für den, der sich ernstlich damit befassen will, seine Modelle mit System und Konzept zu illuminieren ist dieses Buch ein uneingeschränkt empfehlenswerter Einstieg in die Welt der bewussten Lichtsetzung.

Licht ist der Grundstoff der Fotografie. In der Aktfotografie ist dafür zuständig, aus nackten Tatsachen visuelle Artefakte zu zaubern, die Raum für die Projektion des Betrachters lassen. Wer also in diesem Metier mit Licht sicher umgehen kann, macht wahrscheinlich die besseren Bilder. Rod Ashford hat ein Buch vorgelegt, in dem er für den Laien verständlich, mit wenig Text, vielen Fotobeispielen und fast ebenso vielen Illustrationen der technischen Aufnahmesituation zeigt, was man mit wohlgesetztem Licht der Aktfotografie erreichen kann. Dabei geht es zum Glück nicht nur um Studiolicht, sondern der Autor zeigt auch viele Ansätze für Aufnahmen mit vorhandenem Licht. Das Buch geht systematisch an die Sache heran und da einzige was der Kritik würdig wäre sind einige der Bilder. Nicht weil sie den Bereich der Erotik verlasen würden, sondern weil sie im Hinblick auf ihre technische Qualität (und machmal auch bei der Motivwahl) das Niveau des Hobbyknipsers nicht verlasen haben. Dann fragt man sich umweigerlich, warum man für so ein schlechtes Bild wohl soviel Aufwand treiben muss. Mit der nötigen Abstraktionsfähigkeit des erfahrenen Fotografen lässt sich aber auch aus den im Ergebnis verkorksten Beispielen noch viel lernen. Für den, der sich ernstlich damit befassen will, seine Modelle mit System und Konzept zu illuminieren ist dieses Buch ein uneingeschränkt empfehlenswerter Einstieg in die Welt der bewussten Lichtsetzung.

Licht in der Aktfotografie: Studio und Outdoor: 60 Workshops für das perfekte Spiel mit Licht und Schatten
von Rod Ashford et al.
Gebunden, 151 Seiten
Franzis, 2009
39,95 Euro

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