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Tiefenbasierte Masken in Camera Raw jetzt auch für JPEGs und Raws ohne Tiefeninformation

Tiefenbereichsmasken gibt es in Camera Raw schon länger, aber mit der neuesten Version 18.3 hat Adobe vor einigen Wochen eine leicht zu übersehende Verbesserung eingeführt. Mit Tiefenbereichsmasken lassen sich Bildbereiche nach räumlicher Tiefe anstatt nach Inhalten oder Farben auswählen. Es kommt also allein darauf an, wie weit die Bildinhalte von der Kamera entfernt sind. Bislang ließen sich Tiefenmasken nur für Bilder, die bereits eine Tiefenkarte enthielten – beispielsweise Smartphone-Fotos im Porträtmodus – erzeugen. Bei Bildern ohne eingebettete Tiefendaten blieb die Option in Camera Raw ausgegraut. Jetzt analysiert Camera Raw die Bildtiefe selbstständig mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Die Funktion steht dadurch auch für Bilder ohne Tiefeninformationen bereit.

Mit Tiefenbereichsmasken lassen sich Korrekturen beispielsweise so ausführen, dass sie nur im mittleren Entfernungsbereich wirken und der Bildvorder- und Hintergrund nicht beeinflusst werden. Die Anwendung erfolgt im Maskierungsbedienfeld von Camera Raw. Mit einem Klick auf »Bereich > Tiefenbereich« öffnet sich das betreffende Bedienfeld. Mit einer Pipette auf den gewünschten Tiefenbereich im Bild erfolgt sofort eine Maskierung, die überlagert angezeigt wird. Setzt man ein Häcken bei »Tiefen-Map« anzeigen, wird allein die Tiefenbereichsmaske eingeblendet. Mit einem Schieberegler lässt sich festlegen, wie groß der erfasste Tiefenbereich ist und wie weich die Übergänge zu angrenzenden Tiefenbereichen.

Die Funktion existiert derzeit nur in Camera Raw innerhalb von Photoshop. In Adobe Lightroom Classic oder Adobe Lightroom fehlt sie bislang.

In folgendem Video wird die Funktion anschaulich erklärt.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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