Technik

ASUS ProArt Display OLED PA27USD und PA32USD: 4K-QD-OLED-Monitore für professionelle Bild- und Videobearbeitung

ASUS erweitert seine ProArt-Serie für die professionelle Bild- und Videobearbeitung um die Modelle PA27USD (26,5 Zoll sichtbare Diagonale) und PA32USD (31,5 Zoll). Beide Geräte nutzen QD-OLED-Panels (Quantum Dot Organic Light Emitting Diode), die selbstleuchtende Dioden mit einer Quantenpunktschicht kombinieren. Der PA27USD soll noch im Mai in den Handel kommen, der PA32USD folgt im Juni.

Technische Daten und Farbraumabdeckung

Die Monitore bieten eine UHD-Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln bei einer maximalen Bildwiederholrate von 240 Hertz und einer Reaktionszeit von 0,1 Millisekunden (Grau-zu-Grau). Für klassische Bildbearbeitung spielt das kaum eine Rolle. In der Videoproduktion oder beim Prüfen schneller Bewegungsabläufe sorgt die hohe Frequenz dagegen für ein flüssigeres Bild. ASUS beziffert die HDR-Spitzenhelligkeit auf 1.000 Candela pro Quadratmeter, gemessen auf drei Prozent der Bildschirmfläche. Das statische Kontrastverhältnis liegt bei 1.500.000:1.

Die 10-Bit-Panels decken laut Datenblatt den DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent sowie sRGB und Rec. 709 zu 100 Prozent ab. Werkseitig vordefinierte Profile für Adobe RGB und Rec. 2020 sind integriert. An HDR-Formaten werden HDR10, HLG (Hybrid Log-Gamma) und Dolby Vision unterstützt.

Hardware-Kalibrierung per Klapp-Kolorimeter

Zur Farbkalibrierung ist ein motorisiertes Kolorimeter im Gehäuserahmen verbaut, das für Messungen automatisch ausklappt. Die Kalibrierung erfolgt autark über die Monitor-Hardware, läuft betriebssystemunabhängig ohne Zusatzsoftware und lässt sich über das Bildschirmmenü (OSD) zeitgesteuert automatisieren.

Die Farbprofile werden im Monitor gespeichert, wodurch die Kalibrierung beim Wechsel des Quellrechners (Windows, macOS, Linux) erhalten bleibt. Zudem besteht Kompatibilität zu externer Software wie Calman und Light Illusion ColourSpace. ASUS gibt für die Werkskalibrierung einen Delta-E-Wert von kleiner als 1 an.

Schnittstellen inklusive Dual 12G-SDI

Ein Meilenstein für die Videoproduktion ist die Integration professioneller Anschlüsse. Beide Monitore verfügen über duale 12G-SDI-Schnittstellen. SDI (Serial Digital Interface) ist der unkomprimierte Studio-Standard, der Videosignale über verriegelbare BNC-Kabel extrem sicher überträgt. Die Monitore verarbeiten darüber unkomprimiertes 4K-Material in Echtzeit mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde (fps) bei minimaler Latenz (abwärtskompatibel zu 6G- und 3G-SDI Level A & B).

Außerdem sind zwei Thunderbolt-4-Ports verbaut – ein Port mit bis zu 96 Watt Stromversorgung (Power Delivery), der zweite für Daisy-Chain-Konfigurationen (beide unterstützen 4K bei 240 Hz). Darüber hinaus gibt es einen HDMI 2.1 und einen DisplayPort 2.1, einen USB-Hub mit zwei USB-A-Ports und einem USB-C-Anschluss sowie einen Klinkenausgang.

Einbrennschutz und Zubehör

Gegen das OLED-typische Einbrennen (Burn-In) setzt ASUS auf ein passives Kühlsystem mit einer Graphen-Schicht hinter dem Panel. Graphen leitet Wärme extrem schnell und effizient ab – um ein Vielfaches besser als Kupfer oder Aluminium. Ergänzt wird dies durch softwareseitige Schutzmechanismen („OLED Care“) und einen Näherungssensor, der den Bildschirm bei Abwesenheit des Nutzers automatisch dimmt. Die Funktion „Uniform Brightness“ begrenzt die maximale Helligkeit auf rund 250 Nits, um das großflächige Abdunkeln (ABL) bei hellen Bildinhalten zu verhindern.

Der mitgelieferte Standfuß erlaubt Höhenverstellung, Neigen, Drehen sowie den Pivot-Betrieb. Eine Lichtschutzhaube gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Für den mobilen Einsatz am Set wird der PA27USD zusätzlich in einer Version mit einem stoßfesten Panaro-MAX-Transportkoffer angeboten. Zwei Mini-Standfüße werden ebenfalls mitgeliefert. Käufer erhalten in ausgewählten Regionen außerdem eine dreimonatige Adobe-Creative-Cloud-Lizenz.

Preise

Die Preise im Online-Handel beginnen für den PA27USD bei 2050 Euro und bei 3322 Euro für den PA32USD. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Asus.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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