Bildkritik: Falsch, aber besser

Auch im Weltraum gilt: Alle Objekte sollten, was ihre Beleuchtungsrichtung betrifft, einheitlich aussehen. Ein Planet frontal angestrahlt, sein Mond dagegen von der Seite – das geht nicht. Andererseits: Wäre dieses Bild wirklich besser, wenn hier physikalisch alles stimmen würde? Die Rede ist von Nils Westerboers Roman „Athos 2643“, genauer gesagt, von der Coverillustration. Der Planet Neptun, teilweise von der schlanken Silhouette einer Frau verdeckt, ist von oben beleuchtet – einer seiner Monde, der davor schwebt, dagegen von der Seite. Und die Frau von hinten (was nicht unmöglich ist, wenn das vom Planeten reflektierte Licht vorherrscht). Man muss nicht viel Ahnung von Astronomie haben, um zu erkennen, dass das nicht sein kann. Selbst in einem Doppel- oder Mehrfachsternsystem mit mehreren Lichtquellen wären beide Himmelskörper dann einheitlich beleuchtet. Was – am Rande erwähnt – übrigens auch nicht so recht stimmt, ist die sehr helle Sichel des kleinen ­Mondes. Neptun ist …

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