Objektive

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Kleiner Sensor, kleines Objektiv?

Oft hört man in Fotoforen Beschwerden über große Objektive für Kameras mit APS-C-Sensor, denn sollte der kleinere Sensor nicht maßstäblich kleinere Objektivkonstruktionen als der Kleinbildsensor ermöglichen? Aber einen so simplen Zusammenhang zwischen Sensor- und Objektivgröße gibt es nicht. Objektive für APS-C wie die in Fujis X-System können nicht in allen Dimensionen kleiner als Kleinbildobjektive sein. (Bild: Fujifilm) Eines immerhin ist richtig: Die Brennweite, die man für einen bestimmten Bildwinkel braucht, steigt proportional mit der Sensordiagonalen. Das Kleinbildformat erfordert daher 50 bis 60 Prozent längere Brennweiten als APS-C, abhängig davon, wie „APS-C“ jeweils definiert wird. Die Baulänge eines Objektivs hängt zwar nicht nur von der Brennweite, sondern auch von dessen Konstruktion ab – Telefokus-Objektive sind kürzer, Retrofokus-Objektive länger als ihre Brennweite…

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Der Mythos von Mittelformat-Objektiven

Um die optischen Leistungen von Mittelformat-Objektiven ranken sich Mythen, häufig wird ihnen eine besonders hohe Auflösung unterstellt. Was nicht unbedingt zutreffen muss, denn verglichen mit einem Kleinbildnegativ bleibt die Vergrößerung eines Mittelformatnegativs relativ gering und bietet dabei gute Ergebnisse. Technisch funktioniert die Adaption von Mittelformat-Objektiven. Ihr Auflagemaß liegt bei 60 bis 100 Millimeter und lässt viel Raum für Adapter. Was ist dran am Mythos von Mittelformat-Objektiven? Betrachtet man Standardobjektive 80/2.8 zur Pentacon-Six aus DDR-Produktion genauer, dann fällt auf, dass Tessar und Priomotar E mit vier Linsen in drei Gruppen auskommen. Ein Biometar begnügt sich mit einer 5/4 Konstruktion. Das Volna aus der UdSSR setzt auf ein bewährtes 6/5 Design. Dem Xenotar von Schneider-Kreuznach aus westdeutscher Produktion spendierte man sieben Linsen…

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Altglas

Vom Wunschobjektiv und dem Sensorformat

Sieht man zu viele Bilder, die mit dem Wunschobjektiv aufgenommen wurden, steigt das Risiko einer Altglasvirus-Infektion. Ein Haben-Wollen-Impuls bricht durch und der Bieten-Finger juckt. Vielleicht hilft aber auch ein Blick auf das Sensorformat der eigenen Kamera. Objektive Erfahrungen Zur Gefahrenabwehr ist es wichtig zu wissen, an welcher Kamera das Wunschobjektiv bei der Aufnahme montiert war. Denn mit einer Vollformatkamera wirken sich alle Altglas-Defizite ungebremst auf die Aufnahme aus, besonders bei offener Blende. Das kann man mögen oder eben nicht. MFT-Sensoren dagegen erzielen mit alten Objektiven die beste Bildqualität. Sie picken die Rosinen aus der Mitte des optischen Kuchens und schneiden seine krustigen Ränder ab. APS-C-Kameras zeigen das Bild zwischen den Extremen: mehr aus der Mitte und ein wenig vom Rand.…

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Hauptsache breit – Anamorphoten

In der letzten Zeit stolpere ich immer wieder über das Thema Anamorphose – oder, genauer gesagt, Anamorphoten, also Objektive, die ein Breitwand-Bildfeld auf das Seitenverhältnis üblicher Bildsensoren stauchen. Was steckt hinter diesem Trend in der Fotografie? Kinofilme im Breitwandformat haben Seitenverhältnisse zwischen 2,4 zu 1 und 2,35 zu 1. Das Prinzip der Anamorphose ist seit Jahrhunderten bekannt. Maler haben perspektivisch verzerrte Motive in ihren Bildern versteckt; das vermutlich bekannteste Beispiel ist der aus einem normalen Betrachtungsstandpunkt nicht erkennbare Totenkopf in Hans Holbein des Jüngeren Die Gesandten (1533). Hier geht es aber um etwas anderes, nämlich um das bei Kinofilmen beliebte Breitwandformat, bekannt vor allem unter dem Markennamen Cinemascope. Auf dem heimischen Fernseher mit 16:9-Bildschirm bleiben dann oben und unten schwarze…

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Altglas

Olympus OM-Objektive und anderes Altglas an Nikon adaptieren

Nikon Spiegelreflexkameras haben den Ruf, nicht besonders adaptierfreudig zu sein. Was nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig ist. Wenn das Auflagemaß des Objektivs größer als das der Kameras ist und Platz für einen Adapter bleibt, kann es funktionieren. Das ist bei Mittelformatobjektiven der Fall, aber auch Olympus-OM und Leica-R Optiken lassen sich nutzen. Und beim Anschluss mittels FTZ-Adapter zeichnen auch die Z-Modelle von Nikon hinterlegte Exif-Daten auf. Olympus-OM-Objektive (hier: 50/1.4, 50/1.8 und 28/3.5) mit Austauschbajonett Nikon-F erlauben auch Spiegelreflexkameras Landschaftsaufnahmen mit Unendlich-Einstellung. Alte Olympus OM-Objektive verbinden knackige Schärfe mit weichen Bokeh. Umgebaute Olympus OM-Objektive machen an Nikon Spiegelreflexkameras und den Z-Modellen eine gute Figur. Letztere übertragen so auch hinterlegte Exif-Daten fremder Optiken. Rundrum-Sorglos-Paket Das Auflagemaß von Olympus-OM…

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Altglas

Kaufentscheidung: Objektive und ihre Bauform

Nahezu alle über lange Zeiträume produzierten Objektive wurden mit verschiedenen Gehäusen gefertigt. Mitunter orientierte sich die Bauform am Zeitgeist, aber auch Kosten- und Fertigungsaspekte spielten eine Rolle. All das kann sich auf die Kaufentscheidung auswirken. In den 50er Jahren waren hochglanzpolierte Aluminium-Gehäuse populär. Später dominierte die Farbe Schwarz, teilweise mit Kunstlederbesatz oder im sogenannten Zebra-Design, bei dem noch polierte Alu-Elemente hervorblitzten. Auch das Berg-und-Tal-Design hatte seine Zeit, hauptsächlich mit noppenartigen Wülsten und Vertiefungen auf dem Fokusring. Gegen Ende der Analog-Ära fanden gummierte und geriffelte Oberflächen weite Verbreitung. Das Helios-44 ist ein Klassiker aus UdSSR-Produktion. Die Aluminium-Ausführung stammt aus einer der ersten Baureihen, das 44M-6 aus der vorletzten. Zenit-Kameras mit „5linsigem Automatic-Objektiv Helios“ boten bei Neckermann den günstigsten Einstieg in die…

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Altglas

Zurück zu normal: Zhongyi Lensturbo II mit Altglas

Der Zhongyi Lensturbo II Adapter verkürzt über sein Linsensystem die äquivalente Brennweite um den Faktor 0,7 und erhöht gleichzeitig die Lichtstärke um eine Blende. Das eröffnet neue Perspektiven für Altglas. So erreicht ein 50-mm-Vollformat-Objektiv mit Blende f/2, das an einer APS-C-Kamera durch den Crop-Faktor die Bildwirkung einer 75er Brennweite liefert, mit dem Lensturbo wieder die typische Bildwirkung eines Normalobjektivs mit Lichtstärke f/1.4. Auch Weitwinkelobjektive zeigen an einer APS-C Kamera wieder nahezu den Bildwinkel ihrer physikalischen Brennweite. Auswahl-Kriterien Mit Preisen ab 150 Euro sind solche Adapter keine Schnäppchen. Von Metabones gibt es vergleichbare Produkte für deutlich mehr Kamerasysteme, zu Preisen um 500 Euro. Interessant sind solche Adapter, wenn man viele Objektive besitzt, die sich „beschleunigen“ lassen und den gleichen Anschluss haben.…

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Altglas

Das rote V und das Trioplan: Objektiv-Talk II

Das rote V auf dem Trioplan wird in Verkaufsanzeigen bisweilen als besonderes Qualitätsmerkmal hervorgehoben. Ob das zutrifft zeigt ein Blick hinter die Kulissen. Ab 1950 erfolgte die Einführung verschiedener Kennzeichen, die in den folgenden Jahrzehnten angepasst, verändert, teilweise wieder abgeschafft oder ersetzt wurden. Qualitäts- und Gütezeichen in der DDR Auf Kameras und Objektiven finden sich das Q („Erzeugnis hervorragender Güte“). Auch das Dreieck mit einem S („Sonderklasse“) oder ein Dreieck mit einer 1 („Erzeugnis hoher Qualität, entspricht dem Durchschnitt des Weltmarktes“) wurden verwendet. Detailliert erläuterten die Ausführungsbestimmungen vom Deutschen Amt für Material und Warenprüfung (DAWM) den Prozess, die hier eingesehen werden können. Eine Vergabe des Kennzeichens erfolgte auf Antrag des Herstellers, der die Prüfung bezahlen musste und die Gültigkeit des…

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Altglas

Autofokus-Adapter – die Theorie zur Praxis

Gestern hat Christoph Künne an dieser Stelle erzählt, wie er mit einem Autofokus-Adapter ältere manuelle Objektive an einer spiegellosen Systemkamera nutzt. Wie funktioniert das überhaupt und wo liegen die Grenzen solcher Adapter? Der Autofokus-Adapter Techart Pro Leica M–Sony E (Quelle: Techart) Dass sich überhaupt so viele alte Objektive an spiegellose Systemkameras adaptieren lassen, liegt an der großen Differenz der Auflagemaße, also des Abstands zwischen Objektivanschluss und Sensor. Objektive für Spiegelreflexkameras haben typischerweise Auflagemaße von mehr als 40 mm, während bei spiegellosen Systemen um die 20 mm üblich sind. Selbst Leicas eigentlich ebenfalls spiegelloses M-System hat noch ein Auflagemaß von 27,8 mm, also 9,8 mm mehr als Sonys E-Mount (18 mm). Diese Differenz lässt genug Platz für einen Adapter, um Spiegelreflex-…

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Technik

Sony E – Nikon Z Autofocus Adapter

Das Angebot an Objektiven für das Nikon-Z-System ist derzeit noch sehr überschaubar – ganz im Gegensatz zum Sony E-Mount, für den es mittlerweile eine Vielzahl von eigenen und Fremdobjektiven gibt. Für Nikon-Z-Fotografen, die nicht auf geeignete Objektive mit Z-Anschluss warten wollen, bietet die chinesische Firma Techart jetzt einen Nikon Z Autofocus Adapter an, mit dem sich Objektive mit E-Bajonett an Nikons Z6 oder Z7 nutzen lassen. Dabei wird die Blendensteuerung und sogar der Autofokus voll unterstützt. Der Autofokus-Adapter TZE-01 stellt alle elektronischen Kontakte zwischen Objektiv und Kamera her und verfügt über einen Chip, der das Zusammenspiel zwischen Objektiv- und Kamera-Firmware ermöglicht. Der Adapter unterstützt die Fokus-Modi AF-S-, AF-C- und MF sowohl für Standbild- als auch für Videoaufnahmen. Laut Techart garantiert…

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DOCMA Artikel

Das große Buch der Objektive

Alle Fotos: Christian Westphalen Sachbücher liest man gewöhnlich nicht zum Zeitvertreib, sondern wegen ihres Nutzwerts. Der Leser beschäftigt sich mit Fragen, die er im Buch beant­wortet zu finden hofft. In dieser Reihe befragt Micha­el J. Hußmann Fachbücher, um heraus­zufinden, welche Antworten sie geben können. In der neuen DOCMA-Ausgabe 87 geht es um vermut­lich alles, was Sie jemals über Objek­tive wissen wollten – das große Buch der Objektive. Es ist nicht der Sensor und daher auch nicht die Kamera, die ein Bild ausmachen, sondern das Objektiv. Die Kamera hält es lediglich dauerhaft fest. Über Bild­anmutung und Bildqualität entscheidet vor allem die Wahl des Objektivs, und daher ist es nur angemessen, wenn es jetzt ein Buch gibt, das sich auf 388 Seiten…

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Top-Themen aus früheren Ausgaben

Objektivkorrektur und perfekt korrigierte Perspektive

Wer seine Bilder mit Lightroom oder Photoshops Camera entwickelt, kann bis zu einem gewissen Grad große, schwere und vor allem teure Objektive zuhause lassen. Das Zauberwort heißt „Objektivkorrektur“ und ist eine der weniger bekannten Optionen in der Raw-Entwicklung. Zusammen mit den Perspektivkorrekturen muss man heute nicht einmal mehr die Kamera beim Fotografieren gerade halten und bekommt trotzdem ein perfekt ausgerichtetes Foto. Je besser ein Objektiv gegen Verzerrungen, Vignettierungen und chromatische Aberrationen korrigiert ist, desto mehr muss man dafür bezahlen. Doch der hohe Preis ist nur ein Problem. Perfekt gerechnete, lichtstarke Objektive sind zudem meist groß und schwer. Um das Reisegepäck leichter zu halten und den Geldbeutel zu schonen, eignet sich eine digitale Wunderwaffe bei der Entwicklung von Raw-Dateien (aber natürlich…

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Die einsamen Linsen

In den letzten Tagen war zu hören, Deutschland brauche ein Ministerium für Einsamkeit, wie es die Briten jetzt bekommen, aber wer kümmert sich eigentlich um die Einsamkeit der Linsen in unseren Objektiven? Schließlich liest man in Datenblättern oft von beispielsweise „15 Linsen in 13 Gruppen“, was ja bedeutet, dass mindestens 11 Linsen in ihrer Gruppe ganz allein bleiben. Was sind überhaupt diese merkwürdigen „Gruppen“ und warum haben die meisten nur ein Mitglied? Die Geschichte mit dem Ministerium für Einsamkeit ist wohlgemerkt kein Witz, auch wenn sich manche an Monty Pythons „Ministry of Silly Walks“ erinnert fühlen. Es ist aber auch in Großbritannien kein eigenständiges Ministerium, sondern nur ein zusätzlicher Aufgabenbereich, den die Sportministerin mit übernimmt (neben „Silly Walks“, vermute ich).…

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Kommen jetzt die flachen Objektive?

Ein Forscherteam der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences (SEAS) hat jüngst eine nur aus einer dünnen Titandioxidschicht bestehende Linse vorgestellt, die Licht wie ein apochromatisches Objektiv bündelt. Können wir also bald mit völlig flachen Objektiven rechnen? Kommen jetzt die flachen Objektive? Eine alte Regel besagt, dass eine als Frage formulierte Überschrift zumeist mit „Nein“ zu beantworten ist. Es dürfte daher nicht überraschen, wenn es sich auch in diesem Fall so verhält; auf den Grund dafür komme ich später zurück. Sogenannte Pancake-Objektive, die einer Systemkamera kaum zusätzliche Tiefe hinzufügen, sind höchst populär. Eine Kamera mit einem solchen Pfannkuchenobjektiv hat zwar unweigerlich etwas unvorteilhaft Mopsartiges, aber jedenfalls nimmt sie nicht viel Platz weg. Solche Objektive lassen sich…

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Technik

Nikon nennt empfohlene Objektive für die D 850

Mit der D850 kündigte Nikon im August 2017 eine Vollformatkamera an, deren 45-Megapixel-Sensor hohe Anforderungen an Objektive stellt. Verständlicherweise beschäftigt viele Profifotografen, die mit der rund 3800 Euro teuren Kamera liebäugeln, die Frage, ob sie das Potential der Kamera mit ihren vorhandenen Objektiven ausschöpfen können. Nikon hat sich bisher damit zurückgehalten, Objektive für die D 850 zu empfehlen.  Die Internetseite Digital Photography Review hat jetzt eine angeblich offizielle Liste mit 32 von Nikon empfohlenen Objektiven veröffentlicht und berichtet in einer aktuellen Meldung, auf Nachfrage habe Nikon Amerika mitgeteilt, es seien nicht nur diese, sondern alle Goldring-Objektive aus dem Profisegment für die Kamera geeignet. Des weiteren verweist DP Review auf die japanische Internetseite des Kameraherstellers. Dort hat Nikon insgesamt 41 Objektive aufgelistet. Aufgrund…

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Warum sind Objektive rund und nicht rechteckig?

„Du kriegst noch rechteckige Augen!“, warnen Eltern, wenn das Kind vermeintlich zu viel Zeit vor dem Fernseher (früher) oder dem Computer (heute) verbringt. Das ist natürlich Unsinn. Aber warum sind die Linsen unserer Objektive eigentlich nicht rechteckig – die Sensoren und die damit aufgenommenen Bilder sind es doch auch? Dass ich mich mit dieser Frage beschäftige, hat einen aktuellen Anlass. Ich hatte ja schon einmal auf die laufende Serie von Youtube-Videos hingewiesen, in denen Martin Krolop mit dem Fotoexperten Anders Uschold über Objektive und ihre Eigenheiten plaudert. In der jüngst veröffentlichten 11. Folge dieser sehr empfehlenswerten Reihe geht es um die Themen Sensorgröße, Brennweite und Bildwinkel, und in den Kommentaren zu diesem Video wurde zweimal die gleiche Frage gestellt: Warum…

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Woher kommen die Kringel im Bokeh?

Auch Objektive sind Moden unterworfen und seit einiger Zeit erfreuen sich eigentlich veraltete Konstruktionen einer neuen Popularität: Objektive wie das Trioplan 100 erzeugen ein kringeliges „Seifenblasenbokeh“, das einst als Mangel galt, momentan aber geschätzt wird – Kringel im Bokeh! Aber wie entsteht es überhaupt? Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass selbst Objektive mit fester Brennweite Konstruktionen aus zehn und mehr Linsen sind. Aber auch vergleichsweise simple Dreilinser können ihren Reiz haben, was den Erfolg neuer Interpretationen alter Objektive erklärt. Meyer Optik Görlitz beispielsweise hat rund 100 Jahre alte Rechnungen wieder aufgelegt, darunter das Trioplan 100 f2.8. Mit seinem einfachen Aufbau ist es im strengen Sinne kein Teleobjektiv, denn es ist nicht kürzer als seine Brennweite. Für eine ausreichende Korrektur der…

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Trends im Objektivbau: Dick und rund – na und?

Trends im Objektivbau: Warum nur sind Normalobjektive in den letzten Jahren so groß und schwer geworden? Das Zeiss Otus 1.4/55 mm, das Sigma Art 50mm F1,4 DG HSM und das Leica Summilux-SL 1:1,4/50 mm ASPH. spielen in der 1-Kilo-Klasse und messen 10 Zentimeter oder mehr. Muss das sein? Und was bestimmt überhaupt die Größe und das Gewicht eines Objektivs? Zugegeben: Die genannten Objektive sind nicht nur groß und schwer, sie gewährleisten auch eine überragende Bildqualität mit einer Maßstäbe setzenden Schärfe. Aber damit ist die Frage noch nicht beantwortet. Das Leica Summilux-M 1:1,4/50 mm ASPH. beispielsweise wiegt 335 Gramm und ist 52,5 mm lang – ungefähr so lang wie seine Brennweite. Das neuere Apo-Summicron-M 1:2/50 mm ASPH. wiegt 300 Gramm und…

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Objektive – Schluss mit dem Schwanzvergleich!

Die Zeit, in der Fotografen mit wuchtigen DSLR-Bodys nicht unter einem Kilo unterwegs waren, allein um klarzustellen, dass sie nicht zum Spaß da waren, sind glücklicherweise vorbei. Für überzeugende Bildergebnisse genügen längst auch kleinere und leichtere Kameras. Aber mit dem langen Rohr am kompakten Body stolziert man immer noch gerne, um Eindruck zu schinden. Vielleicht ist es damit bald vorbei, denn die Kameras der Zukunft kommen vielleicht ganz ohne Objektive, wie wir sie kennen, aus. Der Fotograf Klaus Bossemeyer erzählte mir mal, wie er auf skeptische Reaktionen seiner Kunden auf sein Micro-FourThirds-Equipment reagiert (sinngemäß): „Wollen wir jetzt über Kameratechnik diskutieren oder Ihr Problem lösen?“ Qualitativ sind APS-C und Micro-FourThirds längst das neue Kleinbild, während das digitale Mittelformat den analogen Großformatkameras…

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Welche Objektive brauche ich wirklich?

Als ich noch jung und naiv war, schienen mir extrem lange Teleobjektive höchst begehrenswert zu sein; auch sehr kurze Brennweiten hatten ihre Reize. Heute neige ich dazu, mich auf immer engere Brennweitenbereiche zu beschränken. Welche Objektive brauche ich wirklich? Vor vielen Jahren, noch in der analogen Ära, hatte ich mir mal ein preisgünstiges, manuell fokussiertes 500-mm-Objektiv (die sogenannte „Wundertüte“) gekauft, aber das benutze ich noch in Ausnahmefällen – etwa wenn ein Merkur-Durchgang vor der Sonne zu fotografieren ist. Mein liebstes Telezoom war dann lange Zeit ein 70–300 mm, das ich ebenfalls noch für meine analoge Kleinbild-SLR gekauft hatte. Als ich dann zu einer DSLR mit APS-C-Sensor wechselte, nahm ich die scheinbare Brennweitenverlängerung auf 450 mm dankbar an – von der…

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