manipulierte Bilder

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Zum Attentäter per Photoshop …

Die weltweiten Terroranschläge der letzten Zeit sind schrecklich und haben auch mich sehr betroffen gemacht. Dabei kochen die Gefühle schon einmal hoch. Aber lassen Sie sich nicht leichtfertig durch Bilder und Meldungen manipulieren. Wunsch und Wirklichkeit Als ich klein war, bin ich mir eigentlich immer sicher gewesen, dass es Kriege, Terror, Neid, Missgunst, Hass und religiöse Spinner nicht mehr geben würde, wenn ich einmal groß bin. In dieser Überzeugung hatte mich vor allem die größtenteils von einer positiven Entwicklung der Menschheit ausgehende russische und ostdeutsche Sci-Fi-Literatur bestärkt … Und heute? Krieg aus politischem/wirtschaftlichen Kalkül, Terror, Unrecht, religiöser Fanatismus … Täglich. Weltweit. Immer noch … im vermeintlich aufgeklärten 21. Jahrhundert. Aber es ist eigentlich logisch, denn die biologische Natur des Menschen…

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Beschnitt = Manipulation?

Wer dokumentarische Bilder beschneidet und damit mehr als nur den unscharfen Hintergrund entfernt, gerät schnell in den Verdacht, manipulieren zu wollen. Dass es nicht immer so einfach ist, zeigt die jüngste Debatte über ein ikonisches Foto des Vietnamkriegs, das Nick Ut vor 43 Jahren aufnahm. Jeder hat dieses Bild schon einmal gesehen: Eine Gruppe vietnamesischer Kinder flieht aus einem Dorf, das die südvietnamesische Luftwaffe irrtümlich mit Napalm bombardiert hatte; das „friendly fire“ hatte Zivilisten ebenso wie eigene Bodentruppen getroffen. Der AP-Fotograf Nick Ut war mit mehreren Kollegen vor Ort, um die Kampfhandlungen zu dokumentieren. Nach dem Luftangriff liefen plötzlich mehrere Kinder schreiend die Straße entlang und kamen auf die Presseleute zu. Nick Ut fotografierte diese Szene zunächst mit einer Nikon…

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Bilder anschauen kann tödlich sein

Es geht, wieder einmal, um die Kennzeichnung digital bearbeiteter Fotos. Diesmal sind es die Franzosen, die in ihrem Kampf gegen den verderblichen Einfluss von Mager-Models der Modebranche die Medien dazu verpflichten wollen, veröffentlichte Fotos, bei denen etwa mit Photoshops „Verflüssigen“ die allerletzten Fettreste abgesaugt wurden, mit einem Warnhinweis zu versehen: „Bearbeitet mit einem Bildprogramm“.   Nun ist ein Bildprogramm nicht ganz das, was die Initiatoren sich darunter vorstellen. Laut Wikipaedia: „Bildprogramm nennt man in der Kunstgeschichte die thematische Unterordnung der Einzelbilder eines Zyklus (…) unter ein Leitmotiv.“ Aber egal, das kann auch ein Übersetzungsfehler sein. Viel interessanter ist der Kern der Forderung. Wo wir schon gerade bei der Kunstgeschichte sind: Warum verlangt niemand, dass neben Gemälden ein Schildchen hängt „Das…

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