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Adobe for Slack bringt Photoshop, Firefly und weitere Adobe-Werkzeuge in Slack

Adobe bringt mehr als 70 Funktionen aus seinen Kreativ- und Produktivitätsprogrammen direkt in Slack. Slack ist eine Kommunikations- und Kollaborationsplattform, die vor allem Unternehmen und Teams nutzen. Gespräche laufen dort in thematisch gegliederten Kanälen; außerdem lassen sich Dateien austauschen, Projekte organisieren und zahlreiche andere Anwendungen und Dienste einbinden. Mit Adobe for Slack lassen sich dort unter anderem Werkzeuge aus Photoshop, Lightroom, Firefly, Adobe Express, Premiere, Illustrator, InDesign, Acrobat und Adobe Stock nutzen. Bilder bearbeiten, Creative-Cloud-Dateien suchen oder Informationen aus einer Unterhaltung in eine Grafik oder PDF-Datei überführen – vieles davon soll möglich sein, ohne Slack zu verlassen.

Die Bedienung läuft über Slackbot, den KI-Assistenten von Slack. Der Nutzer beschreibt, was er braucht, und Slackbot greift auf die passenden Adobe-Funktionen zurück. Dabei kann der Assistent auch den vorhandenen Arbeitskontext einbeziehen: Unterhaltungen, Dateien, Projektinformationen oder Inhalte aus Slack Canvases. Aus einem Briefing und den Kommentaren dazu kann so beispielsweise Material für ein Bild, Video oder PDF entstehen.

Dateien finden, ohne sich durch Ordner zu klicken

Adobe for Slack kann auch auf Dateien im Creative-Cloud-Konto zugreifen. Der Nutzer kann Slackbot etwa nach Bildern zu einem bestimmten Thema, Stil oder einer Stimmung suchen lassen. Gefundenes Material lässt sich anschließend weiterbearbeiten oder direkt mit Kollegen teilen.

Praktisch für Social-Media-Jobs ist, dass bereits freigegebene Bilder und Videos für unterschiedliche Plattformen angepasst werden können. Statt dasselbe Motiv mehrfach von Hand zuzuschneiden, lassen sich Varianten in den benötigten Formaten ausgeben.

Auch Daten aus einer importierten Tabelle kann Adobe for Slack weiterverarbeiten. Daraus kann beispielsweise eine Grafik oder PDF-Datei werden, die anschließend direkt im Team oder mit einem Kunden geteilt wird.

Mehrere Fotos in einem Rutsch bearbeiten

Für Fotografen dürfte vor allem die Stapelverarbeitung interessant sein. Serien mit Porträts, Veranstaltungsfotos oder Produktaufnahmen lassen sich direkt aus Slack heraus bearbeiten. Adobe nennt unter anderem das Entfernen von Hintergründen und störenden Objekten sowie Änderungen an Beleuchtung und Farbtönen. Bilder können außerdem beschnitten und in der Größe angepasst werden.

Die Bearbeitung lässt sich per weiterer Anweisung korrigieren oder verändern. Das Ergebnis kann anschließend direkt im Slack-Kanal landen, wo Kollegen es kommentieren oder freigeben können. Für aufwendigere Arbeiten führt der Weg weiterhin über die jeweiligen Adobe-Programme.

Adobe bringt seine Werkzeuge in KI-Plattformen

Adobe for Slack gehört zu einer größeren Initiative des Unternehmens, Kreativwerkzeuge dort verfügbar zu machen, wo Nutzer ohnehin mit KI-Assistenten arbeiten. Adobe hat erst kürzlich eine Integration für ChatGPT vorgestellt. Eine Anbindung an Google Gemini ist außerdem geplant.

Adobe for Slack ist für Nutzer von Slack Business+ und Enterprise+ verfügbar. Die Integration lässt sich auf Desktop-Rechnern, im Browser und auf Mobilgeräten verwenden. Weitere Informationen finden Sie auf dem Adobe Blog.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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