
Photoshop offen, daneben ein zweites Fenster mit der eigentlichen KI-Anwendung: Copy, Paste, zurück, copy, paste. Genau dieses Ritual soll mit Version 1.6 des AI Lab UXP Plugins der Vergangenheit angehören. Ein guter Teil dessen, was bislang nur in der Standalone-Version möglich war, zieht jetzt direkt in Photoshop ein.
Video: Wie es in der Praxis funktioniert
Nano Banana 2 Lite: schnell und günstig
Das neue Modell Nano Banana 2 Lite ist vor allem eines: fix. Für schnelle Entwürfe, Varianten und Testläufe eignet es sich damit besonders gut, zumal es auch bei den Kosten zu den günstigeren Modellen im AI Lab gehört. Wer viele Bilder ausprobieren will, bevor die Entscheidung fällt, spart hier doppelt: Zeit und Budget.
Prompt-Assistent jetzt direkt in Photoshop
Der Prompt-Assistent, bislang der Standalone-Version vorbehalten, ist ab sofort auch im Photoshop-Plugin verfügbar. Er hilft beim Formulieren neuer Prompts und beim gezielten Überarbeiten bestehender, wahlweise mit ChatGPT oder Claude als Sprachmodell im Hintergrund. Gerade wer öfter merkt, dass ein Prompt fast, aber eben nicht ganz das gewünschte Ergebnis liefert, bekommt damit ein Werkzeug an die Hand, das nicht neu rät, sondern gezielt nachschärft.
Systemprompts für den eigenen Stil
Für Prompt-Assistent und Bildgenerierung lassen sich jetzt eigene Systemprompts hinterlegen und als Liste verwalten, jeder mit eigenem Namen. Das lohnt sich überall dort, wo Wiederholung gefragt ist: ein bestimmter Bildstil, ein Kunde mit klaren Vorgaben, ein laufendes Projekt, Brand-Richtlinien. Ein Beispiel aus der Praxis: ein Systemprompt namens „Photorealistic“, der jedes Ergebnis auf natürliches Licht, realistische Materialien und Texturen verpflichtet und Illustration, CGI oder Cartoon-Look ausschließt. Einmal angelegt, per Schalter aktiviert und über ein Dropdown ausgewählt, wirkt der Rahmen danach automatisch bei jedem Prompt mit, ohne ihn jedes Mal neu mitschreiben zu müssen. Über ein Stiftsymbol lassen sich hinterlegte Systemprompts jederzeit nachbearbeiten oder löschen.
Visual Inspiration Tool zieht ins Plugin
Auch das visuelle Inspirationstool ist jetzt Teil des Photoshop-Plugins, als eigenes Panel, das sich bei Bedarf ins Haupttool eindocken lässt. Der Einstieg ist ein einzelnes Bild, von dort aus führt eine Ähnlichkeitssuche zu passenden Motiven, Stimmungen und Varianten. Ein Regler steuert dabei, wie eng die Vorschläge am Ausgangsbild bleiben: weiter links liefert sehr ähnliche Treffer, weiter rechts mehr Variation. Gefundene Treffer lassen sich direkt als neue Referenz übernehmen, oder man lädt gleich den dazugehörigen Prompt als Ausgangspunkt und arbeitet von dort weiter. Die zugrunde liegende Bildbibliothek ist kein starres Set: Picture Instruments will sie mit der Zeit erweitern. So wird aus dem Stöbern, ohne Umweg über eine zweite Anwendung, ein direkter Startpunkt für die eigene Bildidee.
Modelle ausblenden, Übersicht behalten
Wer nicht jedes Modell braucht, kann es jetzt in den Einstellungen deaktivieren. Die Auswahl bleibt dadurch übersichtlich, gerade wenn das AI Lab weiterwächst. Praktische Ergänzung: In denselben Einstellungen sind jetzt auch die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Anbieter verlinkt. Wer wissen will, was mit den eigenen Bildern nach dem Upload geschieht, muss dafür nicht mehr selbst suchen.
KI-Wasserzeichen direkt im Bild
KI-Wasserzeichen lassen sich nun direkt über das Plugin ins Bild einfügen. Position, Größe und Abstand werden vorab festgelegt und lassen sich anschließend in Photoshop noch feinjustieren. Ein kleiner Baustein, aber ein wichtiger: Kennzeichnung wird damit zum Teil des Workflows statt zur separaten Nacharbeit.
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