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FREELENS veröffentlicht kostenlosen Honorar-Leitfaden für Berufsfotografen

Der Berufsverband FREELENS hat einen kostenlosen Honorar-Leitfaden veröffentlicht, der als PDF-Datei zum Download bereitsteht. Das Dokument soll selbstständigen Fotografen dabei helfen, Honorare wirtschaftlich nachvollziehbar zu kalkulieren.

Der Verband verzichtet bewusst auf konkrete Honorarsätze. Berufsverbände dürfen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen weder Mindesthonorare noch Preisempfehlungen vorgeben. Stattdessen erläutert der Leitfaden die Faktoren, die in eine tragfähige Kalkulation einfließen sollten.

Ein Schwerpunkt liegt auf den tatsächlichen Kosten einer selbstständigen Tätigkeit. Neben Ausgaben für Technik, Software oder Versicherungen berücksichtigt FREELENS auch Arbeitszeiten, die sich nicht direkt abrechnen lassen, etwa für Akquise, Buchhaltung oder Weiterbildung.

Darüber hinaus behandelt der Leitfaden die Vergütung von Nutzungsrechten. Dabei macht FREELENS deutlich, dass der Wert eines Bildes nicht allein durch den Produktionsaufwand bestimmt wird, sondern auch durch Art, Umfang und Dauer der späteren Nutzung.

Ein weiteres Kapitel widmet sich der Honorarverhandlung. Der Verband empfiehlt Fotografen, die wirtschaftliche Situation des Auftraggebers, die Wettbewerbssituation sowie die eigene Marktposition in die Preisgestaltung einzubeziehen.

Außerdem greift der Leitfaden das Thema Inflation auf. FREELENS weist darauf hin, dass regelmäßige Honoraranpassungen notwendig sein können, um die Kaufkraft langfristig zu erhalten. Als Orientierung nennt das Dokument jährliche Anpassungen oder eine Kopplung an den Verbraucherpreisindex.

Auch Ausstellungshonorare werden behandelt. Nach Auffassung des Verbands sollten fotografische Arbeiten in Ausstellungen grundsätzlich vergütet werden.

Ergänzend verweist FREELENS auf seinen Umsatzrechner. Das Online-Werkzeug soll Fotografen dabei unterstützen, den für eine tragfähige selbständige Tätigkeit erforderlichen Jahresumsatz zu kalkulieren.

Der Honorar-Leitfaden wurde im Juni 2026 veröffentlicht und soll künftig fortlaufend aktualisiert werden. Hier geht’s zum Download

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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