Das Ende der Wahrheit? Journalismus am Rande des Zusammenbruchs

Was kommt auf uns zu, wenn die Wahrheit zur Ware wird und niemand mehr für sie bezahlt? | Christoph Künne

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4 Kommentare

  1. Der Journalismus als System zur Informationsproduktion ist vom Journalisten als Berufsträger zu differenzieren. Während Generalisten-Journalisten für die Erfassung und Aufbereitung tagesaktueller Ereignisse zuständig sind, besteht die zentrale fachliche Herausforderung in der Berichterstattung über spezialisierte und komplexe Themengebiete. Hier kann die Diskrepanz zwischen der notwendigen Fachexpertise und dem vorhandenen Wissen zu einer Qualitätseinbuße führen.
    Der Fachjournalismus stellt hierbei die spezialisierte Form dar, deren Träger idealerweise eine Doppelqualifikation (Journalistik und Domänenwissen) besitzen, um eine höhere Validität und Präzision der Inhalte zu gewährleisten.
    Die Integration von Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in redaktionelle Prozesse beschleunigt die Wissensgenerierung, birgt jedoch das signifikante Risiko der unkritischen Übernahme ungesicherter Inhalte. Werden KI-generierte Informationen ohne Verifikation durch Fachexperten publiziert, können sie zur Vortäuschung von Fachwissen führen und die mediale Glaubwürdigkeit untergraben.
    Für den Rezipienten ist die Informationskompetenz entscheidend: Die bewusste Wahl zwischen allgemeiner Berichterstattung und Fachpublikationen, in denen die redaktionelle Kontrolle durch Experten die wissenschaftliche Integrität sicherstellt, ist zur Sicherung einer fundierten Information unerlässlich.

  2. Im deutschsprachigen Raum sind die Fachjournalisten – zumindest bei Elektronik – ausgestorben. Im wahrsten Sinne.
    Sonst würde die Photovoltaik nicht generell hochgejubelt, obwohl sie kaum 20 % Wirkungsgrad erreicht. Der Hauptanteil wird als Wärme in die Umgebung abgegeben.
    Das fehlende Fachwissen sieht man daran, dass Spannung, Leistung und Strom bei Artikel darüber durcheinendergebracht wird.

    1. Das ist zwar eigentlich nicht das Thema, aber Solarzellen auf Siliziumbasis erreichen einen Wirkungsgrad von über 20 Prozent (sofern es sich um monokristalline Zellen handelt); nur die kostengünstiger herzustellenden polykristallinen Zellen liegen etwas darunter. Solarzellen aus anderen Materialien als Silizium haben einen noch höheren Wirkungsgrad, aber aufgrund ihrer höheren Kosten ist ihr Einsatz derzeit noch nicht wirtschaftlich. Ich setze hier große Hoffnungen auf Perowskite, an deren Haltbarkeit allerdings noch gearbeitet werden muss (https://www.docma.info/blog/ein-dreifarbsensor-aus-perowskit-kristallen).

      Letztendlich ist der Wirkungsgrad aber gar nicht so wichtig, denn wenn eine Dach- oder Fassadenfläche, auf der einfallendes Sonnenlicht bislang nur Wärme erzeugt, künftig zu einem Teil elektrische Energie produziert, dann ist das ein Gewinn. Entscheidend ist nicht der Wirkungsgrad der Energieumwandlung, sondern die gewonnene elektrische Energie in Relation zu den Kosten der Solarpanele und deren Installation. Dass ein Teil des Sonnenlichts weiterhin in Wärme umgewandelt wird, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, denn ohne die Solarzellen würde die Sonnenenergie vollständig als Wärmeenergie enden.

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