Peakto 3.0: Neue Datenbank und verbesserte KI-Suche für große Bildarchive
Der französische Softwarehersteller CYME hat Peakto 3.0 veröffentlicht. Die Medienverwaltung für macOS erhält eine grundlegend überarbeitete Datenbank, eine verbesserte KI-Suche und neue Funktionen zur Organisation großer Foto- und Videobestände. Laut Hersteller umfasst das Update mehr als 150 Neuerungen und Verbesserungen. Die Einführung erfolgt in drei Phasen, wobei zunächst die Funktionen für Fotografen zur Verfügung stehen.

Peakto führt Fotos und Videos aus unterschiedlichen Quellen in einer gemeinsamen Oberfläche zusammen. Dazu gehören lokale Festplatten, Netzwerkspeicher (NAS) sowie Bildkataloge aus Lightroom Classic, Capture One und Apple Fotos. Die Originaldateien bleiben an ihrem bisherigen Speicherort. Mit der neu entwickelten Datenbank soll Peakto 3.0 nun auch Archive mit mehr als drei Millionen Dateien verwalten können. Ein neues Kontrollzentrum zeigt den Fortschritt der Indizierung an und ermöglicht es, die Verarbeitung anzuhalten oder für bestimmte Zeiten einzuplanen. So lässt sich beispielsweise verhindern, dass die Analyse großer Bildbestände den Rechner während der Bildbearbeitung unnötig belastet.
Auch die KI-gestützte Suche hat CYME überarbeitet. Verbesserte Modelle sollen natürlichsprachliche Suchanfragen präziser auswerten. Fotografen können beispielsweise nach „einem roten Auto vor einem alten Gebäude“ suchen, ohne ihre Aufnahmen zuvor entsprechend verschlagwortet zu haben. Eine neue, an Apples Spotlight angelehnte Suchoberfläche zeigt außerdem, ob ein Treffer aufgrund des erkannten Bildinhalts, einer Videotranskription, vorhandener Schlagwörter oder anderer Metadaten gefunden wurde.
Die Navigation durch Ordner und Unterordner orientiert sich stärker am macOS-Finder und funktioniert über sämtliche eingebundenen Speicherorte hinweg. Zudem hat CYME die Gesichtserkennung verbessert. Aufnahmen derselben Person sollen sich dadurch zuverlässiger gruppieren lassen, auch wenn sie auf verschiedene Bildarchive verteilt sind. Die Analyse durch künstliche Intelligenz erfolgt weiterhin lokal auf dem Mac. Eine Übertragung der Bild- und Videodateien an externe KI-Dienste ist dafür nicht erforderlich.

In den kommenden beiden Entwicklungsphasen will CYME vor allem die Videobearbeitung und die Zusammenarbeit in Teams ausbauen. Geplant sind unter anderem die Suche innerhalb automatisch transkribierter Videos, die Auswahl von Clips anhand gesprochener Inhalte und der Rohschnitt auf mehrspurigen Zeitleisten. Die automatische Videotranskription wandelt gesprochene Inhalte in durchsuchbaren Text um. So lassen sich beispielsweise bestimmte Aussagen in stundenlangen Interviews finden, ohne das gesamte Material sichten zu müssen. Künftig sollen sich anhand der Transkriptionen auch einzelne Videopassagen auswählen und zu einem Rohschnitt zusammenfügen lassen.

Über eine überarbeitete Weboberfläche sollen mehrere Nutzer künftig gemeinsam Medien sichten, kommentieren und vorbereiten können. Eine geplante Anbindung an das Model Context Protocol (MCP) soll zudem die Einbindung von KI-Assistenten ermöglichen.
Darüber hinaus kündigt CYME eine Verbindung zur neuen Anwendung Specio an. Diese soll mithilfe lokal ausgeführter KI mehr als 450.000 Tierarten erkennen und Fotos automatisch mit ihren wissenschaftlichen und gebräuchlichen Namen versehen. Die Integration richtet sich insbesondere an Natur- und Tierfotografen.
Die erste Phase von Peakto 3.0 ist bereits verfügbar – die angekündigten Video- und Teamfunktionen sind jedoch noch nicht vollständig freigegeben. CYME bietet die Software im Abonnement (ab 240 Euro für das Zwei-Jahres-Abo der Standardversion, 144 Euro für das Jahres-Abo) und in der Standardversion auch als Dauerlizenz für 270 Euro an. Eine siebentägige Testphase soll die Entscheidung erleichtern. Die aktuellen Preise sind auf der Website des Herstellers aufgeführt.







