Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel hat einige Jahre für eine lokale Zeitung gearbeitet und eine Reihe von Fachartikeln zur Mitarbeiterführung veröffentlicht. Seit 2014 schreibt er für Fotoespresso, DOCMA, FotoMagazin sowie c't Digitale Fotografie.
  • Fotografieren auf Usedom

    Mit dem Ende der Hauptsaison macht Fotografieren auf Usedom deutlich mehr Spaß. Und zwar nicht, weil die Strände leer sind, sondern weil die Lichtverhältnisse interessanter sind. Ab September gibt es zu halbwegs zivilen Uhrzeiten wieder die Chance auf Sonnenaufgänge. Im Juni muss man dafür spätestens um 4 Uhr vor Ort…

  • Schärfentiefe

    Der österreichische Offizier Theodor Scheimpflug widmete sich nach seinem Militärdienst intensiv der Kartographie und entwickelte Verfahren zur Herstellung von Landkarten aus Luftbildern. Die Scheimpflugsche Regel besagt, dass sich die Schärfeebenen in einer gemeinsamen Geraden schneiden. Salopp formuliert: Die Schärfe lässt sich durch Kippen des Objektivs in die Tiefe ausdehnen. Doch…

  • Nachgebaut: Passable Tilt-Adapter

    Das Lensbaby ist eine der populärsten Tilt-Optiken. Ein Fahrradschlauch-Adapter wollte den Effekt imitieren. Die Squeezerlenes professionalisierten die Schlauch-Idee. Der Lensbay-Sol-Versuch mit schwenkbaren Plastik-Bokeh-Ärmchen überzeugte bestenfalls bedingt. Inzwischen gibt es passable Tilt-Adapter für beliebige Kamera-Objektiv-Kombinationen. Günstig und in guter Qualität. Ein Tilt-Objektiv verändert Grenzen der Schärfentiefe. Durch Kippen der Optik (tilten)…

  • Altglas-Fachliteratur

    Gute Fachliteratur zu alten Objektiven, die sowohl technische Informationen als auch historische Bezüge zu ihrer Entwicklung bietet, ist rar. Wir haben eine Auswahl an Altglas-Fachliteratur zusammengestellt, darunter auch ein Werk, das zeitgenössisches Wissen und Ansichten aus erster Hand erfahrbar macht. Hans Harting entwickelte 1900 bei Voigtländer das Heliar. Die letzte…

  • Altglas-Krankheit: Putzspuren

    Die Linsen alter Objektive sind anfällig für Putzspuren. Ihre Oberflächen kennen noch keine zusätzlich härtenden Schichten. Ungeeignete Mittel und zu starker Druck beim Reinigen lassen Putzspuren entstehen. Sehr feine Kratzer auf der Frontlinse nehmen nicht immer Einfluss auf die Abbildungsqualität. Doch wenn Sand ins Spiel kommt, der nicht vorher mit…

  • Am Vormittag des 13. April 1945 betrat der erste amerikanische Soldat das Zeiss-Werk in Jena. Wenig später rückte die 80. amerikanische Infanteriedivision ein. Güter im Wert von 13 Millionen Reichsmark wurden beschlagnahmt und in die USA verschifft. Darunter befanden sich auch einzigartige Zeiss Prototypen aus der Objektivsammlung – die nie…

  • eBay International Shipping wird bisher für den Versand aus USA angeboten. Die Versandkosten fallen vergleichsweise moderat aus. eBay zieht Mehrwertsteuer und Zollabgaben ein, weitere Kosten entstehen in der Regel nicht – oder werden vor dem Kauf explizit ausgewiesen. Auch eine Rückgabe ist unkompliziert, das Etikett mit allen zollrechtlichen Angaben steht…

  • Mit der ersten Leica kam 1925 auch ein Leitz-Vergrößerer auf den Markt. Für den Erfolg der Leica war es unabdingbar, das winzige Negativ auf ein ansehnliches Format zu bringen. Für die analoge Fotografie wurde die Vergrößerung zur Selbstverständlichkeit. Der Vergrößerer machte das Negativ zum Rohstoff, das in der Dunkelkammer seine…

  • Die oberbayrische Gemeinde Raisting, nicht weit vom Ammersee gelegen, wurde weltbekannt durch riesige Parabolantennen der Erdfunkstelle. Vor spektakulärer Alpenkulisse nahm die Antennenlandschaft 1964 den Betrieb auf und ist nach wie vor ein Hingucker. Die CSU nutzte einst die Szenerie für ein Plakat im Landtagswahlkampf. In der Briefmarkenserie „Industrie und Technik“…

  • Der Trioplan-Nachfolger Domiplan 50/2.8 wurde bis 1979 gefertigt. Er ist recht robust und ab 20 Euro erhältlich. Falls Linsen gereinigt werden müssen, ist das vergleichsweise einfach. Nur eins muss gewährleistet sein: Die Domiplan-Justierschrauben auf der Rückseite müssen unangetastet bleiben. Versehentlich verstellt, lässt sich die Zentrierung mit Hausmitteln nicht wieder herstellen.…

  • Dedizierte Altglas-Literatur zu Objektiven ist oft schnell vergriffen. Häufiger anzutreffen sind Bücher, die über historische Zusammenhänge berichten. Sie bieten Hintergrundwissen, interessante Randnotizen und Insiderinformationen von ehemaligen Beschäftigten. Wir stellen eine kleine Auswahl vor, die auch Unterhaltungswert besitzt. Insider-Bericht: Sachlich-nüchtern und ausführlich dokumentiert Gerhard Jehmlich die Geschichte der Dresdner Kamera-Industrie von…

  • Gebraucht werden diese Adapter, um den Ausgang der Kamera über ein Kabel mit einem externen Monitor zu verbinden. Schärfe und Fokuspeaking sind im Großbild besser zu beurteilen. Zusammen mit einem Video-Capture-Stick lassen sich komfortabel Screen-Shots aus dem Kamera-Menü erstellen. Die winzigen HDMI Micro-D-Adapter scheinen für Totalausfälle besonders anfällig zu sein.…

  • Watch! Watch! Watch! Henri Cartier-Bresson. So lautet der Titel der Ausstellung in Hamburg, die das Bucerius Kunst Forum einem der berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts widmet. Bis zum 22.9.2024 zeigt die Ausstellung mit 240 Originalabzügen sowie zahlreichen Buch- und Presseveröffentlichungen einen Ausschnitt aus dem Lebenswerk von Cartier-Bresson. Henri Cartier-Bresson (1908–2004)…

  • Wer seinem Motiv nahe kommen will, weiß wie knapp die Schärfentiefe bei geringem Abstand und wie wichtig präzises Fokussieren ist. Erste Hilfe leistet das Stativ und ein Makroschlitten übernimmt die Feinarbeit. Das Angebot reicht von einfachen Schienen, auf denen die Kamera mit der Hand verschoben wird, über Zahnstangen- und Gewindevortriebe…

  • Altglas-Schätze

    Yashica spielte im M42-Marktsegment nur eine Nebenrolle. Die Objektive wurden bis 1974 gefertigt und darunter finden sich heute echte Altglas-Schätze, beispielsweise das Yashinon DX 50/1.7. Dann waren da Aufnahmen, die mich immer wieder faszinierten. Und so machte ich mich auf die Suche. Die Bilder von Gabi Nothum mit dem Yashinon…

  • Bevor der Frontring zur Marketingspielwiese wurde, nannte er schlicht Namen, Brennweite, Lichtstärke und Seriennummer. Darüber ließen sich im besten Fall Baujahr und technische Daten des Objektivs in Erfahrung bringen. So funktioniert es bei Nikon bis heute, auch wenn die Seriennummer inzwischen seitlich eingeprägt ist. Bei Zeiss-Objektiven aus Jena finden sich…

  • Alte Objektive ziehen Streulicht an, wie ein Magnet Eisenspäne. Eine passende Streulichtblende verbessert die Abschirmung und den Bildkontrast. Für Normalbrennweiten und Tele gibt es viel Auswahl im Zubehör-Bereich. Während das passende Gewinde für den Schraubanschluss schnell ermittelt ist, hilft bei der Bestimmung der richtigen Größe ein kleiner Umweg. Die Streulichtblende…

  • Asphärische Linsen

    In Objektiven kommen hauptsächlich sphärische Linsen zum Einsatz. Sie lassen sich vergleichsweise einfach berechnen und herstellen. Die kugelförmige Krümmung ihrer Oberflächen kann auf der Vorder- und Rückseite unterschiedlich ausfallen. Durch die Variation der Form und die Verwendung verschiedener Glassorten lassen sich die optischen Eigenschaften gestalten. Bessere Korrekturmöglichkeiten bieten einzelne, asphärisch…

  • Floating Elements bezeichnen eine Linsengruppe innerhalb eines Objektivs, die abhängig von der Entfernungseinstellung zusätzlich bewegt wird. Diese Technik optimiert die Abbildungsleistung über den gesamten Entfernungsbereich. Davon haben zunächst Retrofokus-Weitwinkel profitiert, später vereinzelt auch Makroobjektive. Die Konstruktion der ersten Weitwinkelobjektive für Spiegelreflexkameras mit 35 Millimeter Brennweite war bereits eine technische Herausforderung,…

  • 1913 definierte die erste Leica heute noch gültige Standards. Verschiedene Theorien wollen erklären, warum 50 Millimeter zur Normalbrennweite fürs Kleinbildformat wurden. Historisch betrachtet ergibt sich ein anderes Bild, es war exakt 24 x 36 Millimeter groß. Dazu passen rechnerische Annahmen (Bilddiagonale, Blickwinkel) der Theorien, dennoch dürften Oskar Barnacks Gründe andere…

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