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Skylum stellt Luminar neu auf

Der Softwarehersteller Skylum hat seine Bildbearbeitungssoftware grundlegend neu ausgerichtet. Seit dem am 5. August veröffentlichten Sommer-Update entfällt der Namenszusatz „Neo“. Künftig vermarktet das Unternehmen seine Software einheitlich unter dem Namen „Luminar“. Gleichzeitig entwickelt Skylum das Programm zu einer plattformübergreifenden Lösung für Desktop-Rechner, Mobilgeräte und erstmals auch für die Bearbeitung direkt im Webbrowser weiter.

Gleichzeitig verändert Skylum die Kommunikation rund um Luminar. Das US-Fotomedium PetaPixel interpretiert die Umbenennung und Neupositionierung als Reaktion auf die zunehmend kritische Wahrnehmung generativer KI in der Kreativbranche. Statt KI allein als zentrales Verkaufsargument hervorzuheben, stellt Skylum wieder stärker die klassische Bildbearbeitung, Geschwindigkeit und den kreativen Workflow in den Mittelpunkt. Die KI-Funktionen bleiben jedoch ein wesentlicher Bestandteil von Luminar und werden mit Werkzeugen wie AI Assistant 2.0 und generativen Funktionen weiter ausgebaut.

Die Umstellung erfolgt in zwei Schritten. Das bereits verfügbare Sommer-Update („Summer Interface Upgrade“) führt eine überarbeitete Benutzeroberfläche mit durchgehend dunklem Design und neu organisiertem Bedienfeld auf der rechten Seite ein. Nach Angaben von Skylum sinkt dadurch der Arbeitsspeicherbedarf beim Maskieren um bis zu 33 Prozent, während sich der Bildexport um bis zu 25 Prozent beschleunigt. Außerdem unterstützt Luminar nun Raw-Dateien aktueller Kameramodelle, der Leica SL3-P, Leica M11-P, Panasonic Lumix DC-L10 sowie Sony A7R VI und Sony A7 V.

Alle Neuerungen der aktuellen Version 1.28.0 finden Sie hier.

Für den Herbst 2026 kündigt Skylum ein kostenpflichtiges Funktionspaket an. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt „Atmosphere 2.0“. Die Funktion erzeugt Nebel, der Licht, Farben und Bildtiefe der Szene berücksichtigt und dadurch natürlicher wirkt. Das ebenfalls neue Werkzeug „Crop 2.0“ analysiert Bildinhalte und schlägt automatisch Bildausschnitte nach Gestaltungsprinzipien wie dem Goldenen Schnitt vor, wobei der Anwender selbst entscheidet, ob und welchen Kompositionsvorschlag er annimmt.

Geplant ist außerdem ein sprachgesteuertes KI-Assistenzsystem. Anwender können Bearbeitungswünsche in natürlicher Sprache eingeben – etwa „wärmere Lichtstimmung“ –, woraufhin Luminar die passenden Werkzeuge und Regler vorschlägt beziehungsweise automatisch auswählt.

Darüber hinaus soll mit dem Herbst-Update eine Web-Version eingeführt werden. Bislang gibt es die Software nur für Desktop als Plug-in für Photoshop, Lightroom und apple Fotos sowie für Mobilgeräte (Android, iOS und ChromeOS).

Das Sommer-Update steht bestehenden Nutzern kostenlos zur Verfügung. Die für den Herbst angekündigten Erweiterungen bietet Skylum bis zum 31. August 2026 im Rahmen einer Vorverkaufsaktion vergünstigt an. Zusätzliche Leistungen wie KI-Funktionen, Assets, Kurse und weitere Inhalte bündelt Skylum künftig unter dem Zusatzangebot „Luminar Prime“, das die Desktop-, Mobil- und Web-Version miteinander verbindet.

Luminar nur für den Desktop kostet 129 Euro einmalig, Luminar für alle Plattformen 259 Euro (aktuell 159 Euro) und Luminar MAX 199 Euro. Letzteres enthält Luminar Prime, das zusätzlich eine Asset-Bibliothek beinhaltet und – anders als die anderen Angebote – den Zugriff auf neue generative KI-Tools nicht nur für das erste Jahr nach der Aktivierung, sondern auch darüber hinaus garantiert.

Weitere informationen finden Sie auf der Skylum-Website.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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