Was macht es mit uns, wenn wir Menschen
auf ihre Hautfarbe reduziert betrachten?


Christoph Künne und Ralf Mohr laden mit der „offcolor“-Serie dazu ein, die eigenen Vorurteile einer spielerischen Prüfung zu unterziehen. Bei den Motiven des offcolor-Projekts sieht man Porträts von Menschen im Kontext ihrer Hautfarbe. Kleidung und andere Statussymbole, die sich ablegen lassen, bleiben weitestgehend außen vor. Der Betrachter erfährt nur geringfügige Details zur abgebildeten Person, um sich selbst ein eigenes Bild von den Dargestellten zu machen.

offcolor-Mission

Was macht es mit unserer Wahrnehmung eines Menschen, wenn wir ihn auf seine Hautfarbe reduzieren? Zeigt sich Überlegenheit, Unterlegenheit, moralische Haltung oder sonst irgendeine der Zuschreibungen, die das Weltbild vieler Menschen bestimmen? Oder ist des einfach nur ein ästhetischer Eindruck, der mit den Rahmenbedingungen wechselt.


Mitmachen?

  1. Du bist mindestens 18 Jahre alt,
  2. hast Lust, Dich mit freiem ­Oberkörper fotografieren zu lassen
  3. und bringst etwa eine Stunde Zeit für die Aufnahmen und ein kurzes Interview mit.
  4. Kosten entstehen für Dich keine.
  5. Als Dankeschön erhältst Du Dein offcolor-Profilbild und einen Print Deines Porträts.





    Um Teil des Projekts zu werden, müssten wir im Vorfeld ein paar Details zu Dir als Person wissen: Wie dürfen wir Dich ansprechen? Wie alt bist Du? In welcher Stadt lebst Du, wie können wir Dich am besten erreichen? Und vielleicht möchtest Du uns ja noch etwas mehr über Dich erzählen?


    Hier kannst Du uns ein Bild von Dir hochladen

    Vorbereitung für die Teilnahme 

    (bitte unbedingt beachten)

    • eigene Haarbürste mitbringen
    • die Damen vermeiden bitte ­eng sitzende BHs
    • (Körper-)Schmuck soweit möglich ablegen
    • wenn, dann eher diskretes Make-up
    • mach Dir Gedanken, was Deine Hautfarbe für Dich und Deine Umwelt bedeutet

    Kynimalismus

    Der Kynimalismus interessiert sich für den Menschen in der singularisierten Gesellschaft, am Rande der Postfaktizität, in der nicht mehr das Sein das Bewusssein bestimmt, sondern sich das Bewusstsein vom Sein herleitet. Kynimalismus-Projekte untersuchen auf unterschiedliche Weise, welche Strategien die abgebildeten Personen entwickeln, um mit den Herausforderungen der vieldimensionalen Veränderungen des beginnenden 21. Jahrhunderts umzugehen.