Technik

HoverAir Versa kombiniert Pocket-Gimbal und Flugkamera in einem modularen System

HoverAir stellt mit der Versa ein modulares Kamerasystem vor. Es lässt sich sowohl als Handheld-Kamera mit integriertem 3-Achsen-Gimbal als auch als kompakte Flugkamera nutzen, und zwar – anders als eine gängige Drohne – ohne Controller. Dazu wird die Kamera bei Bedarf mit einer abnehmbaren Einheit aus Motoren und Propellern ergänzt. HoverAir bewirbt die Versa als „die erste 3-Achsen-Gimbal-Kamera, die in Sekunden von der Hand in die Luft wechselt“.

Handkamera und Flugkamera in einem Gerät

Das Kernstück der Versa bildet eine kompakte Pocket-Kamera mit integriertem 3-Achsen-Gimbal. Dieser stabilisiert die Videokamera um Roll-, Neige- und Schwenkbewegungen und soll so ruhige Aufnahmen beim Gehen, Laufen oder in anderen bewegten Situationen ermöglichen.

Für Luftaufnahmen wird an der Gimbal-Kamera eine Propeller-Einheit befestigt. Dadurch verwandelt sie sich iim Handumdrehen in eine autonom fliegende Kamera.

Automatische Flugmodi und KI-Tracking

Im Flugmodus verzichtet die Versa laut Hersteller auf eine klassische Fernsteuerung. Stattdessen startet sie per Knopfdruck oder Geste und fliegt automatisch nach voreingestellten Programmen. HoverAir nennt mehr als zehn Flugmodi, darunter Hover (Schweben), Follow (Verfolgen), Orbit (Kreisen), Dolly Track (Kamerafahrt entlang einer Strecke) und Zoom Out.

Die integrierte KI verfolgt Personen selbstständig und hält sie im Bild. Eine weitere KI-Funktion analysiert laut Hersteller die Umgebung, schlägt eine geeignete Kameraposition vor und passt den Bildausschnitt automatisch an.

Dreidimensionale Ansichten per 360-Grad-Flug

Mit der Funktion „3D Worlds“ fliegt die Versa nach Herstellerangaben selbstständig eine präzise 360-Grad-Bahn um das Motiv. Anschließend setzt die Kamerasoftware die aufgenommenen Bilder zu einer dreidimensionalen Szene zusammen. Diese lässt sich später aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und teilen.

Stabilisierte Aufnahmen aus der Hand

Im Handbetrieb arbeitet die Versa wie eine klassische Pocket-Gimbal-Kamera. Ein drehbares 1,64-Zoll OLED-Display ermöglicht die Kontrolle von Bildausschnitt und Einstellungen ohne Smartphone. 

Durch die Kombination aus Handkamera und Flugkamera soll sich derselbe Aufnahmeablauf sowohl vom Boden als auch aus der Luft fortsetzen lassen, ohne zwischen unterschiedlichen Kameras wechseln zu müssen.

Bildqualität

Ausgestattet mit einem 1/1,3-Zoll-Sensor, der einem Dynamikumfang von 17,5 ­Blendenstufen bietet, soll die Versa eine professionelle Bildqualität auf Vollformat-DSLR-Niveau liefern. HoverAir verspricht außerdem flüssige 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde in 10-Bit-HDR. Zwei eingebaute Mikrofone sorgen für den Ton.

Rechtliche Hinweise

Im Flugmodus gilt die Versa in vielen Ländern als Kameradrohne. Welche Vorschriften für Registrierung und Betrieb gelten, richtet sich nach den jeweiligen nationalen Bestimmungen. Nutzer sollten sich daher vor dem ersten Flug über die geltenden Regelungen ihres Einsatzlandes informieren.

Preis und Verfügbarkeit


HoverAir bietet die Versa einzeln und mit Flugeinheit in verschiedenen Sets mit Zubehör an. Das günstigste Kit mit Kamera und Flugeinheit soll um die 750 Dollar kosten. Die Handkamera alleine schlägt mit 500 USD zu Buche. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Indiegogo-Projektseite.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

Schreibe einen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"