Technik

BenQ MA320UG – 31,5-Zoll-4K-Monitor für MacBook-Anwender

BenQ erweitert seine speziell auf MacBook-Anwender zugeschnittene MA-Serie um den 31,5 Zoll großen 4K-Monitor MA320UG. Das neue Modell kombiniert ein 120-Hertz-Panel mit Thunderbolt 4, werkseitiger Farbkalibrierung und Funktionen, die den Einsatz in macOS-Workflows erleichtern sollen. Es richtet sich an Fotografen, Videoproduzenten und Designer, die Wert auf eine abgestimmte Farbdarstellung im Apple-Ökosystem, flüssige Bildwiederholraten und eine aufgeräumte Arbeitsplatzverkabelung legen.

Farbtreue und Nano-Gloss-Panel

Das IPS-Panel des MA320UG im 16:9-Format ist mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und bietet eine Helligkeit von 450 nits, einen maximalen Kontrast von 2000:1 und eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Es stellt 3.840 × 2.160 Bildpunkte dar und deckt nach Herstellerangaben 99 Prozent des sRGB- sowie 98 Prozent des Display-P3-Farbraums ab. Display P3 spielt insbesondere im Apple-Umfeld eine wichtige Rolle und eignet sich für Foto-, Video- und Grafikarbeiten mit großem Farbumfang. Der Monitor unterstützt außerdem VESA DisplayHDR 400. Jedes Gerät wird werkseitig kalibriert und mit einem individuellen Messprotokoll ausgeliefert. Nutzer können zwischen den voreingestellten Farbtemperaturen 5000K, 6500K, 9300K und einer benutzerdefinierten Einstellung wählen.

Eine Besonderheit ist die Nano-Gloss-Oberfläche. Sie soll Spiegelungen stärker reduzieren als klassische glänzende Displays und gleichzeitig einen höheren subjektiven Kontrast sowie eine klarere Darstellung als herkömmliche matte Beschichtungen bieten.

Anschlussmöglichkeiten

Dank einer Thunderbolt-4-Schnittestelle überträgt der MA320UG das Bildsignal, Daten und bis zu 96 Watt Ladeleistung über ein einziges Kabel. Ein zweiter Thunderbolt-4-Port mit 15 Watt ermöglicht den Anschluss eines weiteren Monitors per Daisy Chain, also einer Reihenschaltung mehrerer Displays. Zur weiteren Ausstattung gehören zwei HDMI 2.1-, ein USB-C-Anschluss mit 35 Watt Power Delivery, ein USB Type-C Downstream-Port und zwei USB-A-Downstream-Ports (alle USB 3.2 Gen 2).

Mit der integrierten Smart-KVM-Funktion (Keyboard, Video, Mouse) lassen sich zwei Rechner – etwa ein MacBook und ein Desktop-PC – mit derselben Tastatur und Maus bedienen.

Zur Ausstattung gehören auch zwei Lautsprecher und ein Köpfhörerausgang.

Speziell auf macOS abgestimmt

BenQ hat die Software- und Farbabstimmung des Monitors gezielt auf macOS ausgerichtet. Die herstellereigene Mac Color Tuning Technology reduziert sichtbare Farbabweichungen zwischen MacBook-Displays und dem externen Bildschirm. Die Funktion ICCsync gleicht Farbprofile automatisch zwischen Betriebssystem und Monitor ab. Über die Software Display Pilot 2 können Anwender Helligkeit, Lautstärke und weitere Monitoreinstellungen direkt per Mac-Tastatur oder Menüleiste steuern. Ergänzend erlaubt die Funktion DualView Plus das gleichzeitige Nebeneinanderstellen zweier verschiedener Farbprofile zur direkten Kontrolle.

Ergonomie und Sehkomfort

Der Standfuß erlaubt eine Höhenverstellung um 150 Millimeter sowie Neigen, Drehen und den Pivot-Betrieb im Hochformat. Für längere Arbeitssitzungenhat BenQ einen Umgebungslichtsensor der zweiten Generation integriert, der Helligkeit und Farbtemperatur automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Ergänzt wird die Ausstattung durch EyeSafe 2.0, Flicker-Free-Technik sowie eine hardwarebasierte Reduzierung des Blaulichtanteils, die die Augen bei längerer Bildschirmarbeit entlasten soll.

BenQs MA-Serie bietet keine Hardware-Kalibrierung mit direkter LUT-Speicherung. Die werkseitige Kalibrierung und das Mac Color Tuning versprechen zwar eine Farbabstimmung auf Apple-Displays, für absolut farbverbindliche Druck-Prepress-Workflows sollten Profis jedoch eher zur SW-Serie greifen.

Der BenQ MA320UG ist für rund 800 Euro erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von BenQ.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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