Christoph Künne im Fotopodcast: KI, Photoshop und die Zukunft der Fotografie:

Wer heute noch glaubt, die Fotografie sei ein statisches Handwerk, hat in den letzten Jahre viel verschlafen. Im aktuellen Fotopodcast spricht DOCMA-Herausgeber Christoph Künne über die rasante Entwicklung von Photoshop, die Herausforderungen durch künstliche Intelligenz und warum die Zukunft der Bildbearbeitung alles andere als vorhersehbar ist.
Zwischen Analogromantik und KI-Realität
Christoph Künne nimmt im Gespräch mit Michael Eloy Werthmüller kein Blatt vor den Mund. Er erinnert daran, dass Photoshop, die Software, die heute als Synonym für digitale Bildbearbeitung gilt, ursprünglich gar nicht für Fotografen gedacht war. Künne schildert, wie der Wechsel von der Dunkelkammer zur digitalen Retusche nicht nur Technik, sondern auch Denkweisen verändert hat. Und er mahnt, dass wer sich heute noch an die analogen Zeiten klammert, die eigentlichen Herausforderungen verpasst: Die Geschwindigkeit, mit der sich Werkzeuge und Möglichkeiten weiterentwickeln, lässt kaum Zeit zum Verschnaufen.
KI als Spielverderber oder Inspirationsquelle?
Ein zentrales Thema des Podcasts ist die künstliche Intelligenz. Künne beschäftigt sich seit 2017 mit den Auswirkungen von KI auf die Fotografie und Bildbearbeitung. Sein Buch „Die synthetische Wahrheit“ liefert dazu Denkanstöße, die weit über die üblichen Alarmrufe hinausgehen. Im Podcast wird deutlich: KI ist weder Heilsbringer noch Untergang, sondern ein Werkzeug, das neue kreative Wege eröffnet. Zumindest sofern man bereit ist, sich darauf einzulassen. Die Diskussion dreht sich um Chancen und Risiken, aber auch um die Frage, wie man als Fotograf oder Bildbearbeiter die Kontrolle über den eigenen Stil behält, wenn Algorithmen immer mehr Aufgaben übernehmen.
Die nächste Generation und die Kunst der Aufmerksamkeit
Künne spricht offen über die Schwierigkeiten, junge Menschen für die Tiefe der Fotografie zu begeistern. Wenn Aufmerksamkeitsspannen oft kürzer sind als als sich eine Zigarette anzuzünden, braucht es neue Ansätze, um die Faszination für das Bild zu vermitteln. Der Podcast liefert keine Patentrezepte, aber er macht Mut, sich auf Experimente einzulassen und die eigenen Routinen zu hinterfragen.
Fazit: Wer nicht mitgeht, bleibt zurück
Die Episode ist Pflichtprogramm für alle, die sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben. Künne zeigt, dass die Zukunft der Fotografie nicht in der Nostalgie liegt, sondern im mutigen Umgang mit neuen Technologien. Wer sich auf KI, neue Werkzeuge und veränderte Sehgewohnheiten einlässt, wird auch in den kommenden Jahren Bilder schaffen, die mehr sind als bloße Ansammlungen von Pixeln.
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Medienkompetenz
in Zeiten von KI
Bilder beweisen nichts mehr. Generative KI hat die Grenze zwischen echter und simulierter Wirklichkeit nahezu unsichtbar gemacht. In „Synthetische Wahrheit“ liefert DOCMA-Herausgeber Christoph Künne eine fundierte und nüchterne Bestandsaufnahme dieses historischen Epochenbruchs. Fernab von Technik-Euphorie und apokalyptischen Untergangsszenarien.


