Objektive

Sigma erweitert Objektivangebot um 50–120 mm F2,8 für Sony E, Fujifilm X und Canon RF sowie das 16–300-mm-Zoom für Nikon Z

Sigma stellt mit dem 50–120 mm F2,8 DC OS Contemporary ein kompaktes Telezoom für spiegellose APS-C-Kameras vor. Gleichzeitig erweitert der japanische Hersteller das Anschlussangebot seines seit dem Frühjahr 2025 erhältlichen 16–300 mm F3,5–6,7 DC OS Contemporary um eine Version für Nikon Z. Während das neue Telezoom eine durchgängige Lichtstärke von F2,8 bietet, deckt das 16–300 mm mit seinem 18,8-fachen Zoombereich nahezu alle gängigen Aufnahmesituationen ab.

Sigma 50–120 mm F2,8: Lichtstarkes Telezoom für APS-C

Das neue 50–120 mm F2,8 DC OS Contemporary erscheint für Sony E, Fujifilm X und Canon RF. Sein Bildwinkel entspricht an APS-C-Kameras etwa dem eines 75–180-Millimeter-Vollformatobjektivs. Damit eignet es sich unter anderem für Porträts, Detailaufnahmen und die Produktfotografie. Die durchgängige Lichtstärke von F2,8 erleichtert das Freistellen von Motiven vor unscharfem Hintergrund.

Trotz der vergleichsweise hohen Lichtstärke fällt das Objektiv kompakt aus. In der Sony-E-Version misst es 99 Millimeter in der Länge und wiegt rund 390 Gramm. Sigma ergänzt damit seine bereits erhältlichen Zoomobjektive 10–18 mm F2,8 DC DN Contemporary und 18–50 mm F2,8 DC DN Contemporary. Das Trio deckt einen Brennweitenbereich vom Ultraweitwinkel bis zum Tele ab und wiegt weniger als ein Kilogramm.

Die optische Konstruktion, bestehend aus 18 Elementen in 13 Gruppen, enthält ein FLD-Glaselement („F Low Dispersion“), drei SLD-Elemente („Special Low Dispersion“) und vier asphärische Linsen. Sie sollen Farbfehler und andere optische Abbildungsfehler reduzieren und über den gesamten Zoombereich eine hohe Schärfe bis an die Bildränder sicherstellen.

Für die automatische Scharfstellung nutzt Sigma einen HLA-Linearmotor („High-Response Linear Actuator“). Der optische Bildstabilisator mit OS2-Algorithmus kompensiert laut Hersteller Verwacklungen um bis zu 6,5 Belichtungsstufen bei 50 Millimetern und 4,5 Belichtungsstufen bei 120 Millimetern. Die Werte wurden nach den Richtlinien der Camera & Imaging Products Association (CIPA) ermittelt.

Auch für Videoaufnahmen bietet das Objektiv eine interessante Eigenschaft: Sigma hat das sogenannte Fokus-Breathing – also die unerwünschte Veränderung des Bildwinkels beim Verlagern der Schärfe – weitgehend reduziert.

Bei der Bedienung beschränkt sich der Hersteller auf die beiden Einstellringe für Zoom und manuelle Fokussierung. Separate Schalter für die Wahl des Fokusmodus und die optische Bildstabilisierung fehlen. Die entsprechenden Einstellungen erfolgen über die Kamera. Zur Ausstattung gehört ein 55-Millimeter-Filtergewinde, eine runde Gegenlichtblende wird mitgeliefert.

Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Die Frontlinse trägt zusätzlich eine wasser- und ölabweisende Beschichtung. Das Sigma 50–120 mm F2,8 DC OS Contemporary kommt am 22. Oktober 2026 für 799 Euro in den Handel.

Sigma 16–300 mm F3,5–6,7 jetzt auch für Nikon Z

Mit dem 16–300 mm F3,5–6,7 DC OS Contemporary bietet Sigma sein 18,8-fach-Superzoom künftig auch für spiegellose Nikon-Kameras mit APS-C-Sensor an. Nach eigenen Angaben verfügt das Objektiv über den bislang größten Zoombereich unter den Autofokus-Wechselobjektiven für spiegellose APS-C-Kameras.

An Nikon-Kameras mit DX-Sensor entspricht der Bildwinkel einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 450 Millimetern. Damit lassen sich sowohl weitläufige Landschaften als auch weit entfernte Tiere oder Sportler aufnehmen, ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Die maximale Blendenöffnung reicht von F3,5 bei 16 Millimetern bis F6,7 bei 300 Millimetern.

Mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2 eignet sich das Superzoom auch für Nahaufnahmen, etwa von Blüten oder kleinen Gegenständen. Den Autofokus übernimmt ein HLA-Linearmotor, der laut Sigma auch schnell bewegte Motive zuverlässig verfolgen soll.

Der optische Bildstabilisator gleicht nach Herstellerangaben Verwacklungen um bis zu sechs Belichtungsstufen bei 16 Millimetern und 4,5 Belichtungsstufen bei 300 Millimetern aus. Gerade am langen Ende erleichtert das Aufnahmen aus der Hand.

Für die Nikon-Z-Version hat Sigma einen eigenen Steuerungsalgorithmus entwickelt, der den Autofokusantrieb und die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv optimiert. Unterstützt werden der kontinuierliche Autofokus (AF-C) und die kamerainterne Korrektur optischer Abbildungsfehler, sofern die verwendete Kamera diese Funktionen bereitstellt. Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt, jedoch nicht wasserdicht.

Neben dem Zoom- und dem Fokusring verfügt das Objektiv über einen Zoom-Lock-Schalter, der den Tubus beim Transport gegen unbeabsichtigtes Ausfahren sichert. An der Front des rund 620 Gramm schweren Objektivs befindet sich ein 67-Millimeter-Filtergewinde. Zum Lieferumfang zählt eine tulpenförmige Gegenlichtblende.

Die Markteinführung ist für Donnerstag, den 5. November 2026, vorgesehen. Das Sigma 16–300 mm F3,5–6,7 DC OS Contemporary für Nikon Z kostet 729 Euro.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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