Atomos Shinobi 7 II: Großes Kamera-Display für mehr Kontrolle am Set

Atomos hat auf der IBC in Amsterdam den Shinobi 7 II vorgestellt, einen 7-Zoll-Kameramonitor mit HDR-Touchscreen und einer kalibrierten Spitzenhelligkeit von 2.800 Nits. Das ist der hellste Shinobi bisher und 600 Nits heller als der größere Bruder Shinobi 7 RX. Zielgruppe sind Fotografen und Videografen, die am Set mehr über ihr Bild entscheiden wollen, als der Kamerasucher und das Display hergeben.
Für die Bildgestaltung liefert der Monitor EL Zone, dazu Atomos- und ARRI-False-Color, Waveform, Vektorskop, RGB-Parade, Histogramm, Focus Peaking und Zebra. EL Zone ordnet den Helligkeitswerten Blendenstufen statt grober IRE-Bereiche zu, die Belichtung lässt sich damit ablesen statt schätzen. Frame Guides gibt es für Kinoformate von 2,41:1 bis 16:9 und für Social-Seitenverhältnisse wie 9:16, 4:5 und 1:1, anamorphotisches De-Squeeze deckt 1,25x bis 2x ab. Eigene .cube-LUTs kommen per SD-Karte auf das Gerät und zeigen den geplanten Look schon beim Dreh.

Über USB-C steuert der Shinobi 7 II kompatible Kameras: Blende, ISO, Verschlusszeit oder Shutter Angle und Weißabgleich lassen sich am Touchscreen einstellen, bei unterstützten Modellen kommen Touch-to-Focus und für Fotoworkflows ein Auslöser dazu. Atomos nennt spiegellose Modelle von Canon, Fujifilm, Nikon, Panasonic und Sony, Z CAMs der E2-Serie brauchen ein LANC-Kabel. Newsshooter berichtet nach einem Gespräch mit Atomos-CEO Peter Barber zusätzlich von einem Ethernet-Port, über den sich auch Canon C50, C80 und C100 sowie Sony FX5 und FX6 steuern lassen sollen. In der offiziellen Mitteilung taucht dieser Punkt nicht auf.

HDMI-Ein- und Ausgang verarbeiten Signale bis 4Kp30 samt Loop-Through, SDI und Funkempfang fehlen. Kalibriert wird direkt am Gerät mit einer Calibrite-Sonde (Display Pro HL oder Plus HL, separat), ein Rechner ist dafür nicht nötig. Strom kommt über USB-C PD, einen NP-F-Akku oder optional den Battery Eliminator. Zur Auflösung widerspricht sich Atomos selbst: Der Produkttext nennt 1920 × 1200, das Datenblatt 1920 × 1080 bei 16:9. Gewicht und Maße stehen im Datenblatt noch als Platzhalter.
Verfügbarkeit und Preis

Atomos nennt 499 US-Dollar beziehungsweise 499 Euro netto und September 2026 als Marktstart. Im eigenen Shop ist das Gerät als lagernd mit Versand innerhalb von drei Tagen gelistet. In Deutschland ist der Monitor bei rund Euro inklusive Mehrwertsteuer im Straßen-/Webhandel. Der Shinobi 7 RX liegt derzeit beim selben Angebotspreis. Wer SDI, 4Kp60 oder drahtlosen Empfang braucht, bleibt beim Shinobi 7 RX, der für denselben Straßenpreis auch zwei Akkuschächte mit Hot-Swap mitbringt, dafür aber 600 Nits dunkler ist.




