FeiyuTech kommt mit drei SCORP-Gimbals nach Deutschland

Der SCORP-C2 ist das Einstiegsmodell für spiegellose Systemkameras und DSLRs mit bis zu 3,5 kg Gewicht. Er bringt KI-Tracking, einen Untergriff, eine A-B-Bewegungssteuerung und eine native Hochformat-Funktion mit, bei der die Kamera für vertikale Aufnahmen nicht neu montiert werden muss. Preis: 259 Euro (UVP).
Der SCORP Mini 3 Pro ist kompakter und nimmt laut Hersteller Kameras von Sony, Canon und Nikon ebenso auf wie Smartphones und Actioncams. Ein Fernbedienungsgriff, Hochformat-Modus und ein Transportkoffer gehören zum Lieferumfang. Er kostet 299 Euro, als Kit mit mehr Zubehör 329 Euro. Eine Traglast nennt die Meldung nicht.
Das Topmodell SCORP 3 trägt ebenfalls bis zu 3,5 kg, soll aber bis zu 14 Stunden mit einer Akkuladung laufen. Dazu kommen ein KI-Tracking-Modul, ein Remote-Griff und Bluetooth-Steuerung. Preis: 429 Euro, im Kit 459 Euro. Alle drei Gimbals sind ab sofort lieferbar.
Was Fotografen davon haben
Für reine Standbildarbeit braucht kaum jemand einen Gimbal, dafür sorgen heute Sensor- und Objektivstabilisierung. Interessant werden die SCORP-Gimbal-Modelle dort, wo Fotografen längst auch filmen: bei Hochzeiten, Events und Firmenaufträgen, bei denen Kunden neben der Bildstrecke ein paar Reels erwarten. Genau dafür ist das native Hochformat gedacht. Wer bisher für Instagram-Clips die Kamera auf der Platte umbauen musste, spart Zeit zwischen zwei Motiven.
Die 3,5 kg Traglast von C2 und SCORP 3 reichen für eine Vollformat-DSLM mit lichtstarkem Standardzoom samt Mikrofon. Mit schweren Telezooms oder aufgerüsteten Video-Rigs wird es eng. Die A-B-Bewegungssteuerung eignet sich für wiederholbare Kamerafahrten, etwa bei Produktaufnahmen oder Motion-Timelapses. Das KI-Tracking hilft vor allem Solo-Fotografen, die sich beim Behind-the-Scenes-Clip selbst filmen.
Die 14 Stunden des SCORP 3 decken rechnerisch einen ganzen Hochzeitstag ab; ob das im Praxisbetrieb mit schwerer Kamera hält, ist bislang eine Herstellerangabe. Den Mini 3 Pro sollte man vor dem Kauf gegen die Kompatibilitätsliste prüfen, weil die Traglast offen bleibt.
Preislich liegt FeiyuTech unter den bekannten Stabilisierern von DJI. Mit B.I.G. gibt es jetzt einen deutschen Vertriebspartner als Ansprechpartner bei Garantie und Service, was bei der Marke bisher der Schwachpunkt war. Wer gelegentlich Video für Social Media liefert und kein zweites Budget für Kamera-Rigs hat, sollte sich den SCORP-C2 ansehen. Wer ganze Tage durchfilmt, zahlt die 170 Euro Aufpreis für den SCORP 3 vor allem für den Akku.




