Tamron 16–50 mm F2,8: Kompaktes Standardzoom für vier APS-C-Kamerasysteme

Tamron hat mit dem 16–50 mm F2,8 A (Modell B091) ein neues Standardzoom für spiegellose APS-C-Kameras angekündigt. Es bietet eine durchgängige Lichtstärke von F2,8 und soll ab Ende Oktober für Sony E, Nikon Z, Fujifilm X und Canon RF auf den Markt kommen. Mit einer Anfangsbrennweite von 16 Millimetern eignet es sich auch für Landschafts- und Architekturaufnahmen oder Gruppenfotos in engen Räumen. Am langen Ende bietet es genügend Spielraum für Porträts und Detailaufnahmen.
Der Bildwinkel entspricht an APS-C-Kameras von Sony, Nikon und Fujifilm dem einer Kleinbildbrennweite von 24 bis 75 Millimetern. Bei Canon beträgt der entsprechende Bereich aufgrund des kleineren Sensors 25,6 bis 80 Millimeter. Die maximale Blendenöffnung von F2,8 bleibt über den gesamten Zoombereich konstant. Das erleichtert Aufnahmen bei wenig Licht und ermöglicht eine geringe Schärfentiefe, um beispielsweise das Motiv vom Hintergrund zu trennen.
Kompakte Bauweise und schneller Autofokus
Mit einer Länge von 79,6 Millimetern und einem Gewicht von 305 Gramm (E-Mount, X-Mount, RF-Mount) beziehungsweise 315 Gramm (Nikon Z) fällt das Objektiv vergleichsweise leicht und kompakt aus. Das Filtergewinde misst bei allen Versionen 55 Millimeter.
Für die Scharfstellung verwendet Tamron einen VXD-Linearmotor („Voice-coil eXtreme-torque Drive“). Er soll für eine schnelle Fokussierung und zuverlässige Motivverfolgung sorgen. Der leise Autofokus kommt vor allem Videoaufnahmen zugute.
Die Naheinstellgrenze beträgt 15 Zentimeter bei 16 Millimetern Brennweite und 29 Zentimeter am langen Ende. Dabei erreicht das Objektiv maximale Abbildungsmaßstäbe von 1:4,5 beziehungsweise 1:4,8. So lassen sich etwa Blüten oder kleine Gegenstände aus kurzer Entfernung fotografieren und zugleich Teile ihrer Umgebung ins Bild einbeziehen.
Ausstattung und Bedienung
Die optische Konstruktion umfasst 14 Linsen in zehn Gruppen. Sieben abgerundete Blendenlamellen sollen auch beim Abblenden für eine möglichst kreisförmige Blendenöffnung sorgen. Die kleinste Blendenöffnung beträgt F16. Einen optischen Bildstabilisator besitzt das Objektiv nicht.
Tamron verwendet beim 16–50 mm F2,8 erstmals die weiterentwickelte Gehäusegestaltung „Toned Profile Next“. Laut Tamron erhält die bislang skulpturale Formgebung eine stärker technisch geprägte Ästhetik, die auf die Ansprüche moderner Fotografen abgestimmt ist. Das Gehäuse besitzt eine feuchtigkeitsresistente Konstruktion, während eine Fluorvergütung der Frontlinse das Anhaften von Wasser und Schmutz verringern soll.
Eine kleine Neuerung betrifft den vorderen Objektivdeckel: Er verfügt über seitliche Öffnungen, durch die sich eine Sicherungsschnur ziehen lässt. So kann der Deckel beispielsweise am Kameragurt befestigt werden.
Die Versionen für Sony E und Nikon Z unterstützen außerdem die Software „Tamron Lens Utility“, mit der sich bestimmte Objektivfunktionen individuell konfigurieren lassen. Bei Canon RF beschränkt sich die Unterstützung derzeit auf Firmware-Aktualisierungen. Die Fujifilm-X-Version ist nicht mit der Software kompatibel.
Preise und Verfügbarkeit
Das Tamron 16–50 mm F2,8 A erscheint gestaffelt für die vier Kamerasysteme. Die Versionen für Sony E und Canon RF kommen am 29. Oktober 2026 in den Handel. Nikon Z folgt am 19. November, Fujifilm X am 17. Dezember 2026. Der Preis für die Sony- und Fujifilm-Version liegt bei 469 Euro, die Canon- und Nikon-Versionen kosten 499 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Tamron.







