Altglas

Beiträge zu alten und manuell fokussierenden Objektiven

Mit der Altix-Family auf Tournee

Den Höhepunkt ihrer Karriere feierte die Gruppe während der 1950er Jahre und den vielleicht wichtigsten Gig hatte die Altix-Family damals in Dresden. Die Combo besteht aus drei Görlitzer Solisten und einem Zwillingspaar aus Jena. Sie bildeten eine Patchwork-Familie, lange bevor das Wort erfunden wurde. Ihre verschiedenen Väter gaben ihnen exotische Namen wie Telemegor und Primagon. Tessar und Trioplan klangen geläufiger. Doch zwischen ihnen war die Rivalität besonders heftig, das Tessar blieb der schärfste Konkurrent. Beide erlebten erstaunlich lange Solo-Karrieren, während die anderen bald in Vergessenheit gerieten. Die Görlitzer Abkömmlinge der Altix-Family zählten für die sächsische Manufaktur Hugo Meyer – 1946 in VEB Optisch-Feinmechanische Werke Görlitz umbenannt – zu den ersten wichtigen Nachkriegsprodukten. Sie wurden für die Dresdener Altix-Kameras n, nb…

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Altglas aus Japan: Nifty Fifties von Nikon im Vergleich

Die Nifty Fifties von Nikon in diesem Vergleich umfassen eine pragmatische Auswahl. Sie beinhaltet neben einem 50/1.2 verschiedene „Brot und Butter-Objektive“ und verschmäht auch ein Exemplar der zu Unrecht wenig geliebten E-Serie nicht. Doch damit nicht genug, die Linsen werden nicht nur untereinander verglichen, sondern treten auch gegen einige Zooms an. Moderne Autofokus-Objektive dienen als Referenz – was für überraschende Ergebnisse sorgt. Nifty Fifties von Nikon im Vergleich Alt und neu im Vergleich Wer selber schon mal versucht hat, Objektive zu vergleichen, weiß, wieviel Arbeit es macht, brauchbare Vergleichsaufnahmen anzufertigen, besonders wenn man draußen fotografiert. Auch bei Norbert Michalke war es nicht anders und er machte den Vergleich mit geänderter Versuchsanordnung. Statt elektronischem Fokusindikator kam Tethered Shooting mit großem PC-Bildschirm…

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Das Altglas-Erbe der Fotokatalog-Könige

Aus heutiger Sicht haben die Fotokatalog-Könige Neckermann und Quelle für viel Ware auf dem Altglas-Markt gesorgt. Neben echten Scherben finden sich auch gute und günstige Objektive. Als sie das Geschäft mit der Fotografie entdeckten, begleitete den halbjährlich neu aufgelegten Hauptkatalog ein separater Foto-Katalog. Anfangs als dünne Beilage, die später bis zu 80 Seiten Umfang erreichte und irgendwann in den Hauptkatalog integriert wurde. Vermutlich hatten die Einkäufer seinerzeit eine mächtige Verhandlungsposition gegenüber den Herstellern. Für Postzusteller bedeutete die Millionenauflage der Kataloge zweimal im Jahr Schwerstarbeit. Das Altglas-Erbe der Fotokatalog-Könige Kameras Neckermann konzentrierte sich primär auf bekannte Markenprodukte wie Praktica, Yashica, Zenit und andere. Im Katalog Frühjahr/Sommer 1979 finden sich sogar einzelne Zeiss-Objektive, zu dieser Zeit natürlich nur noch ohne Objektivnamen, erkennbar…

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Wenn Linsen gereinigt werden wollen

Mit dem Wunschobjektiv in der Hand blickt man möglicherweise auf 50 Jahre Geschichte, die ihre Spuren hinterlassen hat. Wurde das Altglas mit Umsicht ausgesucht, reicht meist eine Reinigung von Vorder- und Hinterlinse mit Blasebalg, Pinsel und weichem Putztuch, um die uneingeschränkte Sehfähigkeit der Optik wieder herzustellen. Wenn Linsen gereinigt werden wollen … Wegen weniger Staubkörnchen im Inneren ist es nicht ratsam, Linsen auszubauen. Hat man es trotzdem gemacht, wird man unter Umständen feststellen, dass nachher mehr Staub als vorher zu sehen ist – oder der Staub jetzt an anderen Stellen sitzt. Sind die Linsen innen trüb oder beschlagen, kommt man um eine vorsichtige Reinigung nicht herum. Nützliches Zubehör für die Demontage und Montage von Linsen: Spannschlüssel und Blasebalg. Muss eine…

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Der Mythos von Mittelformat-Objektiven

Um die optischen Leistungen von Mittelformat-Objektiven ranken sich Mythen, häufig wird ihnen eine besonders hohe Auflösung unterstellt. Was nicht unbedingt zutreffen muss, denn verglichen mit einem Kleinbildnegativ bleibt die Vergrößerung eines Mittelformatnegativs relativ gering und bietet dabei gute Ergebnisse. Technisch funktioniert die Adaption von Mittelformat-Objektiven. Ihr Auflagemaß liegt bei 60 bis 100 Millimeter und lässt viel Raum für Adapter. Was ist dran am Mythos von Mittelformat-Objektiven? Betrachtet man Standardobjektive 80/2.8 zur Pentacon-Six aus DDR-Produktion genauer, dann fällt auf, dass Tessar und Priomotar E mit vier Linsen in drei Gruppen auskommen. Ein Biometar begnügt sich mit einer 5/4 Konstruktion. Das Volna aus der UdSSR setzt auf ein bewährtes 6/5 Design. Dem Xenotar von Schneider-Kreuznach aus westdeutscher Produktion spendierte man sieben Linsen…

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Vom Wunschobjektiv und dem Sensorformat

Sieht man zu viele Bilder, die mit dem Wunschobjektiv aufgenommen wurden, steigt das Risiko einer Altglasvirus-Infektion. Ein Haben-Wollen-Impuls bricht durch und der Bieten-Finger juckt. Vielleicht hilft aber auch ein Blick auf das Sensorformat der eigenen Kamera. Objektive Erfahrungen Zur Gefahrenabwehr ist es wichtig zu wissen, an welcher Kamera das Wunschobjektiv bei der Aufnahme montiert war. Denn mit einer Vollformatkamera wirken sich alle Altglas-Defizite ungebremst auf die Aufnahme aus, besonders bei offener Blende. Das kann man mögen oder eben nicht. MFT-Sensoren dagegen erzielen mit alten Objektiven die beste Bildqualität. Sie picken die Rosinen aus der Mitte des optischen Kuchens und schneiden seine krustigen Ränder ab. APS-C-Kameras zeigen das Bild zwischen den Extremen: mehr aus der Mitte und ein wenig vom Rand.…

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Ein klassisches OEM-Objektiv: Cosina 50/1.7

Original Equipment Manufacturer, kurz OEM, produzieren Güter, die andere Firmen unter eigenen Namen verkaufen. Das Cosina 50/1.7 war ein typischer Vertreter. Heute ist dieses Geschäftsmodell unter anderem auch bei Computern verbreitet, aber im Gegensatz zu früher vergleichsweise transparent. Zur Blütezeit der analogen Fotografie wurde es gerne genutzt, um den Massenmarkt zu bedienen. M42-Komponenten eigneten sich durch ihren universellen Anschluss besonders gut. Vielfach blieb der Hersteller ein Geheimnis. Um das Geschäft mit OEM-Objektiven ranken unzählige Behauptungen, Gerüchte, Mythen und Vermutungen. Abgeblendet auf f/2 und mit einer gut dimensionierten Streulichtblende ausgestattet, gibt es am Cosina 50/1.7 in Bezug auf zentrale Schärfe, Bokeh und Farbrendering wenig auszusetzen. Für diese Aufnahme wurde es an eine Kamera mit MFT-Sensor adaptiert. Wer ging mit wem ins…

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Olympus OM-Objektive und anderes Altglas an Nikon adaptieren

Nikon Spiegelreflexkameras haben den Ruf, nicht besonders adaptierfreudig zu sein. Was nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig ist. Wenn das Auflagemaß des Objektivs größer als das der Kameras ist und Platz für einen Adapter bleibt, kann es funktionieren. Das ist bei Mittelformatobjektiven der Fall, aber auch Olympus-OM und Leica-R Optiken lassen sich nutzen. Und beim Anschluss mittels FTZ-Adapter zeichnen auch die Z-Modelle von Nikon hinterlegte Exif-Daten auf. Olympus-OM-Objektive (hier: 50/1.4, 50/1.8 und 28/3.5) mit Austauschbajonett Nikon-F erlauben auch Spiegelreflexkameras Landschaftsaufnahmen mit Unendlich-Einstellung. Alte Olympus OM-Objektive verbinden knackige Schärfe mit weichen Bokeh. Umgebaute Olympus OM-Objektive machen an Nikon Spiegelreflexkameras und den Z-Modellen eine gute Figur. Letztere übertragen so auch hinterlegte Exif-Daten fremder Optiken. Rundrum-Sorglos-Paket Das Auflagemaß von Olympus-OM…

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Altglas-Klink: M42-Adapter für Exoten

Manche M42-Objektive sind eigenwilliger als andere und erfordern zusätzliche Aufmerksamkeit beim Adaptieren. Denn abgesehen von ihrem Gewinde unterlagen sie keiner Normierung, und so finden sich darunter einige Exoten. Manchmal ist ihr Hinterteil dicker, als es der gewöhnliche Adapter erlaubt. Oder sie haben einen ungewöhnlichen Blendenstift. Electric-Versionen der DDR-Objektive von Zeiss und Pentacon wurden mit Kontakten versehen, die bisweilen im Weg sind. M42-Adapter haben am Ende des Gewindes einen sogenannten Kragen, welcher den an fast allen Objektiven allgegenwärtigen Blendenstift eindrückt. Das ist nötig, um die Blende zu verstellen, wenn kein A-M-Umschalter vorhanden ist. Aber an manchen Objektiven kann der Kragen zu Problemen führen. M42-Adapter mit Kragen sorgen dafür, dass ein vorhandener Blendenstift eingedrückt wird und die Blende sich verstellen lässt. Der…

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Scharfes Glas aus Jena: Zeiss Pancolar 50/1.8

Das Zeiss Pancolar 50/1.8 gilt als eines der besten Objektive seiner Zeit. Es wurde von 1964 bis in die 80er Jahre mit M42-Anschluss in Jena gefertigt und seine Linsen dürften mit einem der ersten Computer bei Zeiss berechnet worden sein. Wenige Jahre nach seinem Erscheinen wurde das ursprüngliche 6/4-Linsendesign auf 6/5 geändert und erhielt eine Multicoating-Vergütung. Für hohe Detailauflösung und Schärfe ist das Pancolar 50/1.8 MC eine gute Wahl. Links ein älteres Pancolar im Zebra-Design mit acht Blendenlamellen und thoriumhaltigen Linsen. Rechts die moderne Version mit Multicoating und sechs Blendenlamellen. Neben diesen Bauformen gibt es zahlreiche andere. Das ältere Zeiss Pancolar wurde für sechs Linsen in vier Gruppen (6/4) berechnet. Geht es ums Bokeh, sind die älteren Versionen mit acht…

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Fokuspeaking und manuelles Fokussieren

Neben der Lupenfunktion ist Fokuspeaking ein wichtiges Hilfsmittel beim manuellen Fokussieren mit spiegellosen Systemkameras. Es hebt scharf fokussierte Bildteile farbig hervor, vorausgesetzt, die Kamera findet ausreichend starke Kontrastkanten. Mit Objektiven aus den 80er Jahren klappt es oft besser als mit ganz alten Linsen. Im Gegensatz zur Sucherlupe erschließt sich der Nutzen von Fokuspeaking nicht unbedingt auf Anhieb. Denn auf den ersten Blick zeigt sich aufgeregt-buntes Geflimmer im Sucher – und nicht immer an der vom Fotografen gewünschten Stelle. Porträts mit Fokus auf dem Auge sind so ein Fall, wenn die Kamera partout nur die Kopfbehaarung als kontrastreich erkennen will. Klar erkennbare Schrift eignet sich gut für erste Versuche im Umgang mit Fokuspeaking. Mit der X-T1 bietet Fuji erstmals auch eine…

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Kaufentscheidung: Objektive und ihre Bauform

Nahezu alle über lange Zeiträume produzierten Objektive wurden mit verschiedenen Gehäusen gefertigt. Mitunter orientierte sich die Bauform am Zeitgeist, aber auch Kosten- und Fertigungsaspekte spielten eine Rolle. All das kann sich auf die Kaufentscheidung auswirken. In den 50er Jahren waren hochglanzpolierte Aluminium-Gehäuse populär. Später dominierte die Farbe Schwarz, teilweise mit Kunstlederbesatz oder im sogenannten Zebra-Design, bei dem noch polierte Alu-Elemente hervorblitzten. Auch das Berg-und-Tal-Design hatte seine Zeit, hauptsächlich mit noppenartigen Wülsten und Vertiefungen auf dem Fokusring. Gegen Ende der Analog-Ära fanden gummierte und geriffelte Oberflächen weite Verbreitung. Das Helios-44 ist ein Klassiker aus UdSSR-Produktion. Die Aluminium-Ausführung stammt aus einer der ersten Baureihen, das 44M-6 aus der vorletzten. Zenit-Kameras mit „5linsigem Automatic-Objektiv Helios“ boten bei Neckermann den günstigsten Einstieg in die…

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Wichtig beim Kauf: Erhaltungszustand alter Objektive

Der Erhaltungszustand gilt als wichtigstes Kriterium beim Kauf alter Objektive. Sie haben Problemzonen, die man kennen sollte. Einen ersten Eindruck verschafft der äußere Zustand: Sind sichtbare Gebrauchsspuren vorhanden? Und wenn ja, wie stark? Was gibt es noch zu beachten? Kleine Lackkratzer am Gehäuse sind undramatisch, tiefe Abschürfungen oder Dellen deuten auf einen Sturz oder Schlimmeres. Etwas Staub im Inneren ist nahezu unvermeidbar, auch leichte Putzspuren auf den Linsen können tolerabel sein. Dennoch sollten Linsen klar und ohne erkennbaren Glaspilzbefall sein. Die feinen Verästelungen deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Befall durch Glaspilz hin. Glaspilz Über die Gefahr von Glaspilz und mögliche Methoden der Behandlung gehen die Meinungen weit auseinander. Einerseits ist getrennte Aufbewahrung befallener Objektive sicher eine gute Idee. Andererseits…

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Überzeugte Altglas-Protagonisten und ihre Erfahrungen

„Was sind das für Menschen, die bewusst die Objektivhersteller austricksen und alte Linsen verwenden?“, fragte Winfried Warnke 2015 in seiner Kolumne im fotoMagazin. Warnke will drei Gruppen identifiziert haben, doch dazu später mehr. Altglas-Karrieren verlaufen sehr unterschiedlich. Manch einer sammelt mehrere hundert Objektive, doch die Bilder zeigen selten anderes als Tests und Vergleiche. Beliebt sind bei Altglas-Protagonisten auch Fotos von Ziegelmauern oder Wandfliesen, um Verzeichnungen sichtbar zu machen. Überzeugte Altglas-Protagonisten und ihre Erfahrungen Andere kaufen zehn verschiedene Exemplare, probieren sie aus, behalten die aus ihrer Sicht besten und verkaufen den Rest wieder. Ihre wenigen verbliebenen Objektive kennen sie nach einer Weile in- und auswendig. Wieder andere entdecken das Traumobjektiv ihrer Jugend im „Altglas-Container“ und brauchen nicht mehr als diese eine…

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Was darf Altglas kosten? Altglas-Preise früher und heute

Vor 20 Jahren kannte Altglas keinen Preis. Kaum jemand interessierte sich für die analogen Hinterlassenschaften der Fotografie, und falls doch, wurde das Zeug häufig verramscht. Auf Flohmärkten und Fotobörsen fand man Grabbelkisten, gefüllt mit M42-Objektiven. Sie wirkten wie aus der Zeit gefallen und es sah aus, als schleppten ihre Besitzer sie von einer Veranstaltung zur nächsten, nur um sie anschließend wieder mit Schwung ins Auto zu wuchten. Der Kisteninhalt war angeschlagen, verkratzt, schmierig und roch nach Vergangenheit. Altglas-Preise? Eigentlich ein Fall für den Wertstoffhof, der damals noch Müllkippe hieß. Heute hat Altglas seinen Preis. Gestiegene Nachfrage treibt die Altglas-Preise mehr oder weniger attraktiver Angebote nach oben. Zeitweise erzielte ein Trioplan 100/2.8 aus den 60er Jahren bei eBay Preise von 500…

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Tilt-Adapter für Vollformat-Objektive

Ein Tilt-Objektiv weicht die üblichen Grenzen der Schärfentiefe auf. Durch Kippen der Optik (tilten) lässt sich der Schärfeverlauf beispielsweise diagonal im Bild ausrichten oder in die Tiefe ausdehnen. Die Schärfe reicht so über einen größeren Bereich, als es mit Abblenden möglich wäre. An Großformatkameras war das, neben der Shift-Funktion zur Vermeidung stürzender Linien, eine Selbstverständlichkeit. Kleinbildkameras benötigen dazu spezielle Tilt-Shift-Objektive, die unter anderem in der Architektur-Fotografie zum Einsatz kommen. Das bekannte Lensbaby erschloss diesen Effekt für kreative Anwendungen und schuf das Marktsegment sogenannter Funlinsen. Vergleichsweise neu sind Squeezerlenses. Sie ermöglichen den Anschluss verschiedener Kleinbild- und Mittelformat-Objektive an unterschiedliche Kamerasysteme. Lensbaby Die Idee stammt von Craig Strong, der das Objektiv einer alten Großformatkamera über einen flexiblen Schlauch mit einer modernen Kamera…

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Attraktive und günstige Normalbrennweiten

Neckermann, Porst und Quelle haben analoge Spiegelreflexkameras in Deutschland für Fotografierende erschwinglich gemacht. Während viele Objektive eher optisches Mittelmaß bieten, finden sich unter den Normalbrennweiten attraktive und günstige Ausnahmen. Wenn sie einem über den Weg laufen und man sie erkennt, lässt sich manches Schnäppchen machen. Normalbrennweiten sind langweilig? Nicht wenn man sie einzusetzen weiß und seine Bilder bewusst gestaltet. Dazu ist etwas mehr Bewegung nötig als üblich – gezoomt wird mit den Füßen. Und „geh näher ran“ ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Mit einer Vollformatkamera dürfen die Schritte gern etwas größer sein, für Micro-Four-Third Kameras reichen auch kleine. Es dauert nicht lange, bis sich das Gespür für den besten Bildausschnitt und die passende Perspektive entwickelt. Große Blendenöffnungen…

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Pentax-110-Objektive an MFT-Kameras

Die Pentax-110 galt als kleinste Spiegelreflexkamera der Welt. Ihr Pocket-Bildformat ist nahezu identisch mit heutigen MFT-Sensoren und dort zeigen die Objektive von damals respektable Leistungen: Ihre zentrale Schärfe überzeugt. Chromatische Aberration ist kaum vorhanden, was in der Praxis bedeutet, dass spiegelnde Metallkanten nur selten „glühen“ und unschöne Farbsäume zeigen. Pentax-110er-Objektive wirken wie aus der Puppenstube und machen an MFT-Kameras eine gute Figur. Das weltweit kleinste Weitwinkelobjektiv zeigt – um eine Stufe abgeblendet – respektable Abbildungsleistungen (Pentax-110 18/2.8). Pentax-110 18/2.8: Auch die Schärfe im Nahbereich ist mehr als akzeptabel. Das Pentax-110 50/2.8 wird an MFT-Kameras zur leichten Telebrennweite im Miniaturformat. Pentax-110: Adapter Empfehlenswert sind Adapter mit eigener Blende, die Objektive haben keine. Um eine Stufe abgeblendet nimmt die Randschärfe sichtbar zu.…

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ICM: Intentional Camera Movement

Intentional Camera Movement – ICM – ist nicht unbedingt altglasspezifisch, doch das Lichtrendering alter Objektive verspricht zusätzliche Reize und Schärfe spielt in diesem Fall keine Rolle. Darüber hinaus lässt die solide mechanische Konstruktion alter Optiken keine Schäden durch ruckartiges Bewegen erwarten. Bei dieser Art der Fotografie entsteht die Bildwirkung durch die bei der Aufnahme absichtlich bewegte Kamera. Eine Variante solcher Bilder sind die aus der Sportberichterstattung bekannten „Mitzieher“, die einen Läufer oder ein Auto scharf vor einem verwischten Hintergrund einfangen. ICM-Fans treiben den Effekt deutlich weiter, bis hin zur vollständigen Abstraktion. Belichtungszeit und Bewegungsgeschwindigkeit der Kamera bestimmen maßgeblich den Effekt. Ob es sich um eine Kunstform, kreatives Spiel oder den „Freejazz der Fotografie“ handelt, wie Herbert Zenz es poetisch ausdrückt,…

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Eine Zweitkamera zur Altglas-Nutzung?

Wenn sich nach den ersten Altglas-Experimenten zeigt, dass der Spaßfaktor hoch, aber die vorhandene Kamera noch nicht optimal ist, weil der Sucher größer sein könnte, Fokuspeaking wünschenswert oder ein Bildstabilisator gefragt ist, rückt möglicherweise eine Zweitkamera in den Fokus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit fällt die Wahl auf ein spiegelloses Modell. Viel könnte für ein Sensorformat sprechen, das die vorhandene Ausrüstung sinnvoll ergänzt und neue Perspektiven eröffnet. Pixelverschwendung Alle neueren Digitalkameras vereint bei der Altglas-Nutzung eine Gemeinsamkeit. Egal wie hoch der Sensor auflöst: Es bleibt Pixelverschwendung. Objektive aus der analogen Ära reizen vorhandene Auflösungen nicht aus, was die Wahl einer Zweitkamera einfacher macht. Auch das Feature-Set für manuelles Fokussieren hat sich nur wenig verändert. Allenfalls die Implementation oder Anpassung einzelner Funktionen hat…

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