Taschen Verlag

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Die Geschichte des Web Designs

Nicht einmal 30 Jahre alt ist eine Neuerung, die Informationsverbreitung, Wissen, Kommunikation und vieles mehr völlig umgekrempelt – und leider auch den Weg für Fake News geebnet hat: das Web. Ein neuer Band des Taschen Verlags von Rob Ford zeigt auf mehr als 600 Seiten die Geschichte des Web Designs und die technischen Fortschritte dahinter. Doc Baumann hat sich den Band für Sie angeschaut. Der Taschen Verlag stellt seinen neuen Band so vor: „Die letzten drei Jahrzehnte waren von beispiellosen und bahnbrechenden technischen Umwälzungen geprägt. Von den ersten Desktop-Rechnern über Mobiltelefone bis zur virtuellen Realität: Aus keinem Bereich des Alltags und des menschlichen Miteinanders ist das Web mehr wegzudenken. Aber nicht immer bestand es aus lustigen Katzenvideos und schneidigen Interfaces.…

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Rembrandts Selfies

Es ist das Jahr der Malergiganten-Todestage: Erst 500 Jahre Leonardo (am 2. Mai), dann am 4. Oktober 350 Jahre Rembrandt van Rijn. Passender Anlass für den Taschen Verlag, um gleich drei große Bände zum Werk dieses Künstlers herauszubringen: Einer mit dem graphischen, ein weiterer mit dem malerischen Werk, sowie ein dritter Band, der ausschließlich seinen Selbstporträts, sozusagen „Rembrandts Selfies“, gewidmet ist. Doc Baumann hat ihn für Sie angeschaut. Lassen Sie mich damit beginnen, wie ich Rembrandt als großen Künstler entdeckt habe. Ich muss damals so etwa 12 oder 13 gewesen sein und verbrachte nach der Schule viele Nachmittage im Kasseler Museum. Mal schaute ich mir die Steinzeit-Werkzeuge an, dann saß ich vor der Marmorstatue des Apolls und zeichnete sie in…

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Informationsgrafik hautnah

Vor ein paar Monaten hatte ich Ihnen den tollen Bildband zur Geschichte der Informationsgrafik an dieser Stelle vorgestellt. Am kommenden Freitag, den 20. September 2019, haben Sie nun die Möglichkeit, anlässlich der Präsentation des Buches Autor/innen und Herausgeber in der Berliner Filiale des Taschen Verlages zu treffen. Da ich das Ende Juni bereits ausführlich getan habe, muss ich den Band „History of Information Graphics“ nicht noch einmal vorstellen; die Rezension können Sie hier  anschauen. Dargestellt wird darin die historische Entwicklung der Informationsgrafik mit vielen bemerkenswerten Abbildungen und erläuternden Texten. Wenn Sie den Band erwerben möchten, dann fahren Sie am kommenden Freitag, den 20. September, doch einmal nach Berlin und nehmen Sie von 18 bis 20 Uhr an der Präsentation des…

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Die besten Illustratoren

Es gibt etliche Übersichtsbände über vorbildliche Illustrationen und ihre Schöpfer/innen, die jeweils als die besten Illustratoren vorgestellt werden. Viele dieser Bücher sind Jahresbände; die letzte Ausgabe von „Illustration Now!“ ist 2014 erschienen. Nun präsentieren die beiden Herausgeber einen dicken Wälzer mit dem Titel „The Illustrator – 100 Best from around the World“. Doc Baumann hat ihn für Sie angeschaut. Im DOCMA-Heft oder hier im Blog stelle ich immer wieder Übersichtsbände mit aktuellen Illustrationen vor: Etwa die Jahresbände der News York Society of Illustrators, die auf phantastische Illustrationen spezialisierten „Spectrum“-Ausgaben, Lürzers „200 Best“ mit dem Fokus auf digital entstandenen Werken – und vor längerer Zeit auch Bände der „Illustration Now!“-Reihe, deren letzter bereits vor fünf Jahren erschienen ist. Die Herausgeber dieser…

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Bilder der vergehenden Zeit

Definitionsgemäß ist ein Foto etwas Statisches – wie jedes Bild, das nur einen Augenblick einfrieren, aber keine zeitliche Entwicklung wiedergeben kann. Eigentlich. Denn immer wieder versuchen Künstler auf unterschiedliche Weise, Bilder der vergehenden Zeit zu schaffen. Doc Baumann hat sich den neuen Bildband „Day to Night“ von Stephen Wilkes angeschaut, in dem der Wechsel der Tageszeiten mit Photoshop-Montagen sichtbar gemacht wurde. Ein Paar umarmt sich inmitten des Flusses von Fußgängern auf Londons Trafalgar Platz, 2013   © 2019 Stephen Wilkes Es ist verwirrend: Auf der einen Seite des großformatigen Fotos bricht gerade die Morgendämmerung an – in der Mitte sehen wir dieselbe Szene im hellen Mittagslicht – und auf der gegenüberliegenden Seite ist bereits die Nacht aufgezogen. Doch das wird uns…

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Wie machen Sie Informationen sichtbar?

Stellt man Kunstwerke nicht allein der Kunst wegen her, so macht man sich in der Regel Gedanken darum, wie sich für Betrachter am besten Informationen sichtbar machen lassen – Zusammenhänge, Entwicklungen, Absichten … Ein gerade erschienenes Buch zeigt erstmals die lange Geschichte der Informationsgrafik auf. Sie lernen dabei nicht nur, wie Visualisierung funktioniert, sondern auch, dass Menschen sie schon seit vielen Jahrhunderten gezielt eingesetzt haben. Manche Menschen machen Kunst um der Kunst willen. Das Schlagwort „l’art pour l’art“ entstand bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Derartige Kunst ist im Wortsinne selbstgenügsam; sie verzichtet auf die Wiedergabe sichtbarer Realität, überhaupt weitgehend auf jeglichen Bezug zu ihr. Es reicht ihr – und ihren Produzent/innen –, reine Form zu sein und als…

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Der dicke Leonardo

Der 500. Todestag Leonardo da Vincis am 2. Mai 2019 ist ein passender Anlass, sich – wieder einmal – mit diesem Künstler zu beschäftigen. Eine hervorragende Basis dafür bietet der günstige Bildband des Taschen Verlages – der dicke Leonardo mit allen Gemälden und Zeichnungen kostet in der verkleinerten Version nur noch ein Viertel des ursprünglichen Preises. Der dicke Leonardo – das Cover der deutschen Ausgabe Ein halbes Jahrtausend ist es her, seit der italienische Maler, Zeichner, Ingenieur, Erfinder, Wissenschaftler, Anatom – kurz, der Prototyp des vielseitigen Renaissance-Genies, gestorben ist. Angeblich in den Armen des französischen Königs Franz I. auf Schloss Clos Lucé in Amboise. Seine Mona Lisa gilt seit langem als das wichtigste Gemälde der Kunstgeschichte. Wäre sie es gewesen,…

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Schöne, schlimme Verpackungen

Verpackungen sind eine ökologische Sünde. Ihre wichtigste Funktion ist der Kaufanreiz, und nach dem Erwerb oder Verbrauch fliegen sie in die Tonne. Dabei werden nicht nur ästhetisch bemerkenswerte Gestaltungen entsorgt, sondern zugleich Abermillionen Tonnen Kunststoffe und Verpackungsmüll. Designer und die Herausgeber dieses Bildbandes haben natürlich nur den ersten Aspekt im Blick. Vor dem Geschenke-Marathon der kommenden Festtage können Sie sich in diesem Buch bei Bedarf Anregungen für eigene kreative Verpackungen holen. „Es gibt eine feine Linie zwischen Kunst und Verpackung“, schreibt einer der Autoren am Anfang dieses Buches. Da Verpackungsdesign keine andere Aufgabe hat als die, Produkte – wertig oder nicht – edel aussehen zu lassen, also ein reines Vermarktungsinstrument ist, sähe es um die Kunst nicht gut aus, träfe diese…

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Die Geschichte des Graphic Design von 1960 bis heute

Bereits Ende Mai hatte ich Ihnen den ersten Band der Geschichte des Graphic Design aus dem Taschen Verlag vorgestellt. Er deckte die Entwicklung von 1890 bis 1959 ab. Nun ist der damals angekündigte zweite Band erschienen, der die Zeit bis zur Gegenwart vorstellt. Der großformatige Bildband präsentiert Ihnen in Tausenden von Illustrationen mit wegweisenden Beispielen aus den letzten 60 Jahren. Abgesehen von dem Zeitraum, den dieser zweite Band der Geschichte des Graphic Design abdeckt, ist es schwierig, etwas grundlegend anderes darüber zu schreiben als über den im Frühling dieses Jahres erschienenen ersten. Daher werde ich mich hier in Teilen selbst zitieren müssen, da alle Vorzüge, die ich seinerzeit erwähnt hatte, auch auf die neue Ausgabe zutreffen. Weil die Bildbeispiele aus…

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Bibliotheken: Bilder aus Bücher-Labyrinthen

Es gibt etliche schöne Bildbände über Bibliotheken in aller Welt – aber kaum einer dürfte schöner und gewichtiger sein als der gerade im Taschen Verlag erschienene Band von Massimo Listri. Mit großen Fotos und ausführlichen Texten nimmt er Sie mit in die Welt der alten Bücher – lediglich der warme Geruch nach Papier, Leder und Holz fehlt noch. Doc Baumann hat sich das Werk für Sie näher angeschaut. Irgendwann war ich beim Blättern, Staunen und Lesen auf Seite 410 angelangt – bei der Bibliothek des Klosters Melk. Umgehend begannen die Assoziations-Zahnräder in meinem Gehirn zu rotieren. Die barocke Pracht der abgebildeten Räume verblasste in diesem Augenblick ein wenig. Ich dachte an eine andere Zeit, viele Jahrhunderte zuvor, im Hochmittelalter. Und…

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Die Geschichte des Graphic Design 1890–1959

  Gerade ist ein dickes und großformatiges Buch erschienen, das die Geschichte des Graphic Design vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in mehr als 2500 Abbildungen dokumentiert. Wozu brauchen Bildbearbeiter und Fotografen einen solchen Band? Nun, neben dem Wissen über die Entwicklung dieser Medien kann man hier viel über die Visualisierung von Ideen für eigene Projekte lernen. Und man findet zahllose Anregungen, wenn es drum geht, hinsichtlich Bildsprache und -aufbau, Farbwahl oder Typo selbst den Stil einer bestimmten Epoche aufzugreifen. Der Riesenband zeigt wieder einmal alle Vorzüge solcher Produktionen des Kölner Taschen-Verlags: Hervorragende Reproduktionen auf gutem Papier, sachkundige Texte, eine angemessene Gewichtung zwischen Überblick und Tiefgang. In diesem von Jens Müller und Julius Wiedemann herausgegebenen Buch…

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Ein montierter Papst? Buchvorstellung: Rom – Porträt einer Stadt

  Auch wenn Doc Baumann bei seinem letzten Rom-Besuch in der U-Bahn ausgeraubt wurde, ist diese Stadt für ihn noch immer sein beliebtestes Reise- (und Recherche-) Ziel. Weitaus preisgünstiger, als dorthin zu fliegen, können Sie sich ein Bild der italienischen Metropole dank eines neuen, opulenten Fotobandes des Taschen Verlags machen, der die Stadt in großformatigen Fotos von 1840 bis heute vorstellt. Auch zu Docs Schwerpunktthema Bildmontagen findet sich darin etwas: Ein montierter Papst. Zu der Frage, ob in diesem Buch ein montierter Papst gezeigt wird, komme ich gleich. Eigentlich ist er für dieses Buch nicht besonders wichtig – die Doppelseite mit dem Segen Urbi et orbi von Papst Pius XII im Jahre 1950 über dem Petersplatz macht gerade mal zwei…

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Bunte Urzeit-Wesen

  Kinder lieben Dinos, jedenfalls die kleinen aus Plastik oder die großen im Kino oder Freizeitpark. Den echten, jedenfalls den fleischfressenden, möchte man dagegen eher nicht begegnen. Ein großformatiger Band zeigt uns nun mit eindrucksvollen Bildern der Urzeit-Wesen, wie sich die Vorstellungen der Illustratoren seit Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt haben.   In meiner Kindheit schenkten mir Bekannte meiner Eltern einen dicken, in grün-braunen Farben gedruckten Bildband mit Illustrationen von Zdenek Burian. Ich versenkte mich stundenlang in seine Wiedergaben der Urwelt, von den ersten Tieren, die aus dem Meer krochen und das Festland besiedelten, über die gemütlich an Pflanzen knabbernden oder über ihre Artgenossen herfallenden Dinosaurier bis zu Mammuts, Höhlenbären und mit Fellen bekleideten Urmenschen. Natürlich war mir damals nicht…

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Pompeii: Ein gewichtiger Geschenk-Tipp

Weihnachten naht. Suchen Sie ein Geschenk für kunstinteressierte Bildbearbeiter/innen in der Preislage irgendwo zwischen Taschenbuch und Gold, Weihrauch und Myrrhe, dann empfiehlt Ihnen Doc Baumann diese großformatige Neuerscheinung: Der Nachdruck eines Farblithographie-Bandes über die Ausgrabungen von Pompeji aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit Bildbearbeitung hat dieser Prachtband zugegebenermaßen wenig zu tun. Jedenfalls nach aktuellen Maßstäben. Für die damalige Zeit sah das allerdings ganz anders aus, denn damals war die Farblithographie gerade erst im Entstehen, und so war es in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein mutiges Unterfangen, einen dicken Bildband mit mehr als 400 großformatigen Farbbildern in Angriff zu nehmen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten, um ein Bild entstehen zu lassen, am Monitor die vier Farbkanäle von…

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