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Photoshop Lightroom schneller, aber bald nur noch im Abo

Photoshop Lightroom schneller, aber bald nur noch im Abo

Photoshop Lightroom schneller, aber bald nur noch im Abo

Mit dem vor zwei Tagen veröffentlichten großen Update-Reigen auf die Creative Cloud 2018 verabschiedet sich Adobe auch bei Lightroom von der Kaufversion. Lightroom 6 ist zwar bis auf Weiteres noch zum Kauf erhältlich, Updates will Adobe aber nur noch bis Ende 2017 bereitstellen. Danach werden also Raw-Dateien neuer Kameramodelle nicht mehr von Lightroom 6 unterstützt. Für Creative Cloud-Abonnenten gibt es ab sofort zwei verschiedene Lightroom-Versionen: Photoshop Lightroom CC und Lightroom Classic CC.

Lightroom Classic CC ersetzt die bisherige Desktop-Version Lightroom CC. Neben einer deutlichen Steigerung der Geschwindigkeit bei der Bildvorschau und beim Scrollen durch die Bibliothek bietet es nicht viel Neues. Hinzugekommen sind lediglich neue Möglichkeiten der Bearbeitung, wozu unter anderem eine neue Farbpalette sowie die Möglichkeit zur Nutzung von Luminanzmasken zählen. Wie gehabt kann mit mehreren Katalogen gearbeitet werden; die hoch aufgelösten Bilddateien bleiben dabei auf dem Arbeitsrechner.

Völlig neu entwickelt wurde die cloudbasierte Lightroom-Version Photoshop Lightroom CC. Dabei handelt es sich um einen ortsunabhängigen Dienst zur Bearbeitung, Organisation, Speicherung und Freigabe von Bildern. Anders als bei Lightroom Classic bleibt die Lightroom-Bibliothek nicht auf dem Computer des Anwenders, sondern wird automatisch in die Cloud ausgelagert. Die importierten Bilder bleiben also nicht auf dem eigenen Computer. Fotografen können diese in voller Auflösung auf mobilen Geräten, am Desktop-Rechner oder online bearbeiten. Änderungen, die sie auf einem Gerät vornehmen, lassen sich automatisch mit allen weiteren Endgeräten synchronisieren. Lightroom CC basiert auf derselben Bildbearbeitungstechnologie wie Photoshop CC und Lightroom Classic CC, aber die Nutzeroberfläche ist wesentlich einfacher und intuitiver gestaltet – mit leicht zu bedienenden Reglern, Voreinstellungen und Anpassungsmöglichkeiten. Adobe hat zudem erstmals „Adobe Sensei“, eine Technik des maschinellen Lernens, integriert. Diese soll für eine automatische, auf Bildinhalten basierende Verschlagwortung sorgen.

Lightroom CC vereinfacht darüber hinaus das Teilen von Inhalten in sozialen Medien. Außerdem lassen sich leicht individuelle Lightroom-Web-Galerien erstellen, die über einen Link  geteilt werden können, und Bilder mithilfe der neuen Einbindung von Adobe Portfolio im Web präsentieren.

Für alle, die vorrangig mobil arbeiten und keine Desktop-Lösungen benötigen, gibt es die kostenlose Lightroom Mobile App für iOS beziehungsweise Android. Wer ein Abo für 5,94 Euro/Monat abschließt, erhält 100 GB Cloud-Speicher dazu.

 


Photoshop Lightroom CC: Die Abomodelle


Lightroom CC ist mit 20 GB Speicherplatz im Creative Cloud Foto-Abo inklusive Lightroom Classic und Photoshop CC für 11,89 Euro/Monat enthalten.

Alternativ gibt es das Creative Cloud Foto-Abo mit 1 TB Speicherplatz für 23,79 Euro/Monat oder ein reines Lightroom CC-Abo mit 1 TB für 11,89 Euro/Monat.

Laut einem Beitrag im Lightroom Journal bietet Adobe Anwendern, die mehr Online-Speicher benötigen, 1TB, 2TB, 5TB oder 10TB zusätzlich für 10 USD pro TB an.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Adobe und im Blog-Beitrag von Olaf Giermann.

 

 

  1. ottoanna

    Hallo DOCMA Macher,
    die Meldungen aus dem Hause Adobe werden die Nutzer von Photoshop und Lightroom spalten. Die Einen sind begeistert, die Anderen sind wütend, wie man in Foren feststellen kann.
    Ich gehe davon aus, dass auch DOCMA davon nicht unberührt bleiben wird. Ich selbst, zwar kein Abonnent aber regelmäßiger Bezieher über meinen Zeitungskiosk, begebe mich auf die Suche nach einer Alternative. Das wird auch Auswirkungen auf DOCMA haben. Ich spüre, wie das Interesse an Lightroom und Photoshop aufgrund der Wut über Adobe nachlässt. Ein bißchen hat auch DOC Baumann Schuld daran. Seine kritischen Kommentare waren meist das Erste was ich gelesen habe. Dabei meine ich, es darf nicht bei einer Erregung über Geschäftsmethoden bleiben, ich muss reagieren. Ich will und werde von meinem toten Pferd absteigen. Ohne LR und PS fehlt der eigentliche Grund, warum ich mir regelmäßig DOCMA gekauft habe.

    Mit freundlichen Grüßen,
    J. Müller

  2. killerhase

    Es ist ja nicht der Abo Preis alleine. Es bedeutet im Klartext, dass alle Anpassungen der Fotos dauerhaft ohne Abo verloren sind. Wer tausende Fotos entwickelt hat kann praktisch nicht wechseln. Das ist nicht akzeptabel. Ich entwickele daher schon seit längerem in Photoshop in Tiff und nicht mehr in Lightroom. Dann kann ich auch wechseln. Dieses Abo Modell nutzt nur Adobe. Für Privatanwender nicht akzeptabel.

  3. artflix

    Mein Problem ist, seitdem Softwarestudios und einzelne Entwickler die „monatliche Rente“ aka Abo-Gebühren entdeckt haben, steigen beim Einzelnen die monatlichen Fixkosten.

    Ich weiss ad hoc gerade gar nicht, wer so alles an meinem monatlichen/jährlichen Salär knabbert.
    Waren vorher Lebenshaltungskosten mit Miete/Darlehensrate, NK, Auto & Versicherungen etc. überschaubar, so hat sich das seit einiger Zeit geändert.

    Da kommt Zwischenzeitlich so Einiges zusammen, wenn man an Clouddienste, Streaminganbieter, Softwareabos u.v.m. denkt.

    Arbeitslos darf man auf keinen Fall werden, denn dann werden schnell die ganzen Services gekappt.
    War´s vorher noch möglich, mit einer gekauften Software theoretisch unbegrenzt arbeiten zu können,
    so ist es bei Mietsoftware schnell vorbei damit.

    Zwar hab ich mich ziemlich auf den Lightroom Workflow eingeschossen, schau mich aber jetzt nach Alternativen um.

  4. genius

    Man braucht nicht groß rumschnörkeln in der Argumentation. NUR ABO bei Lightroom, wo es um die Archivierung von Fotos geht, welche auch Privatanwender nutzen wollen/können, ist REINE ABZOCKE.

    Es gibt KEINE einzige plausible Argumentation, wieso (jetzt kommt das berühmte Wort) „NUR“ Abo als Möglichkeit existiert.

    Es gibt natürlich Argumente, wenn „AUCH“ ein Abo als Möglichkeit vorhanden ist, um individuelle Situationen damit abzudecken.

    Aber gerade bei Lightroom ist ein „NUR“ Abo-Model ein deutliches Zeichen das Adobe seine Nutzer „ABZOCKT“.
    Man muss das Kind auch beim Namen nennen, ist so.

    Im Grunde müsste man die Sachlage „rechtlich“ prüfen, ob das überhaupt erlaubt ist, weil man dann ohne Abo kein Zugang zu seinen eigenen Daten mehr hat, beispielsweise bei einer PSD-Datei.

    Ich hoffe, dass hier mal eine Klage kommt und die Gerichte diese Angelegenheit mal genauer unter die Lupe nehmen, um festzulegen, ob softwareentwickler wirklich das Recht haben „NUR“ Abo-Modelle anbieten dürfen.

    Und noch eins. Wie Absurd das bei Photoshop ist, dass es ein „NUR“ Abo-Modell ist, zeigt sich daran, das ich NICHT jedes Jahr irgendwelche kleinen Veränderungen brauch, ich könnte heute locker mit einer super alten Photoshop Version arbeiten.

    Also, wer will mir erzählen, dass ich JEDEN Monat Geld zahlen soll, nur damit ich da ein paar NEureungen im Jahr bekomme, welche ich eh nicht nutze und auch die Möglichkeit habe, diese angebliche Neuerung mit zig anderen Techniken alternativ umzusetzen.

    Adobe … heute schon ABoGEZOCKT?

  5. genius

    Nachtrag: Ich habe schon von Adobe Premiere auf Davinci Resolve gewechselt.
    Lightroom werde ich jetzt aus Prinzip nicht mehr benutzen und es boykotieren. Ich sehe es nicht ein, mein Lebenlang, nur weil ich gerne Fotos auch privat mache, an Adobe monatlich Geld bezahle, nur weil sie mit irgendeiner „Krümelfunktion“ im nächsten Jahr kommen … die Fundamente sind mit den Adobe Produkten gelegt, so wie es bei Photoshop auch der Fall ist … alles danach, braucht man nicht wirklich und gerade deshalb rechtfertigt sich nicht eine „monatliche Zahlung“.

    Ebenso ist eine Alternative zu Photoshop und Illustrator von Afinity gekommen, was ich ganz interessant finde.

  6. arthurjf

    Ich hab mich inzwischen nach Alternativen umgeschaut und auch schon zwei Programme in Betracht gezogen. Auf alle Fälle heißt es für mich „GoodBye Adobe“.

  7. 24-120

    Habe meine monatliche Rentenzahlung an ADOBE schon vor einiger Zeit beendet:
    „…
    Ich: Danke. Wie gehe ich im Adobe-System „Kündigung“ vor, dass ich den Vertrag kündigen kann ohne Stornogebühren zahlen zu müssen?
    ADOBE: Das wäre dann zum Ende der Laufzeit! Ich trage es für Sie ein und bestätige es Ihnen per Mail.
    ADOBE: Kann ich Ihnen bei weiteren Fragen behilflich sein?
    Ich: Zur Sicherheit noch einmal für mich zum Verständnis: Wenn ich jetzt kündige, zahle ich nicht mehr die monatlichen Beiträge bis 03.2018 sondern nur die Kündigungsgebühr in Höhe von 59,95 € und es erfolgt ab einschließlich 05.2017 keine weitere Abbuchung von meinem Konto?
    ADOBE: Das ist korrekt
    Ich: Danke. Dann machen wir das so. Mit freundlichen Grüßen …
    ADOBE: Ich führe die Kündigung auch und bestätige es Ihnen per Mail.
    ADOBE: Vielen Dank für den freundlichen Kontakt. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.“
    Habe denen noch die 59,59 Euro hinterhergeschoben und das was es auch. Beim nachrechnen, wieviel Euros ich für Elements und Co, LR, PS und CC als Privat-User gelassen habe, wurde mir schwindelig.
    Zur Zeit verfolge ich noch Tutorials von ADOBE, doch werde ich diese Newsletter-Infos bei DOCMA, Youtube usw. dieses Jahr noch kündigen, weil sie wertlos sind …
    Hin und wieder habe ich im DOCMA-Shop eine Zeitschrift bestellt oder sie im Kiosk gekauft, aber damit ist es sowieso schon vorbei …

  8. bollene

    Ich sehe das ähnlich wie meine Vortexter. Ein Abo ist für mich ein absolutes no-go. Ich bin nicht bereit Adobe monatlich Geld zu überweisen.
    Es gibt für mich als Privatanwender, der gerne fotografiert gibt esaber auch sehr interessante Alternativen zu LR. Affinity Photo benutze ich schon, also ist der Schritt bald vollzogen ganz ohne Adobe aus zu kommen.
    Natürlich überlege ich was ich mit meinem Abo der DOCMA mache, aber wahrscheinlich werde ich es kündigen. Die qualitativ sehr hochwertigen Artikel werden fehlen, aber so lange Adobe Produkte im Vordergrund stehen, bringt mir die Zeitung nichts mehr … schade eigentlich.

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