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Weißabgleich mit der Pipette in Photoshop und Lightroom

Weißabgleich mit der Pipette in Photoshop und Lightroom

Farbstiche in Fotos können verschiedene Ursachen haben. So kann beispielsweise die Automatik für den Weißabgleich der Kamera daneben gelegen haben, oder die Farben von Fotoabzügen oder -drucken sind aufgrund ihres Alters vergilbt. Manch ein Farbstich verleiht zwar einen gewissen Charme, in der Regel sollten Sie ihn aber entfernen. Das ist vor allem für Fotomontagen wichtig, in denen Sie unterschiedliche Fotos kombinieren, die farblich einander gleichen sollten.

Die wichtigste Farbkorrektur – den richtigen Weißabgleich – sollten Sie bei Raw-Fotos nach Möglichkeit im Raw-Konverter vornehmen, um die beste Qualität zu bewahren. Am einfachsten ist es, wenn Sie im Bild eine vom Hauptlicht beschienene farblose Fläche haben. Idealerweise wäre das eine normierte Farbtafel mit einem neutralgrauen Feld, aber auch der graue Hintergrund eines Studios reicht dafür aus. Klicken Sie in ­Camera Raw oder Lightroom mit dem »Weißabgleich-Werkzeug« auf diese neutrale Fläche, um einen etwaigen Farbstich zu neutralisieren.

VORSICHT: Die Lichtfarbe beeinflusst die Stimmung eines Bildes. Durch das Neutralisieren sehr warmen Lichts können Sie Fotos, die bei Kerzenschein aufgenommen wurden oder einen Sonnenuntergang zeigen, ruinieren.

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Olaf Giermann

Sein Erstkontakt mit Photoshop erfolgte 2003 an der Uni, an der das Programm als reine Scanner-Software eingesetzt wurde. Inzwischen gilt Giermann sprichwörtlich als das »Photoshop-Lexikon« im deutschsprachigen Raum und teilt sein Wissen in DOCMA, in Video­kursen und in Seminaren.

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