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SilverFast Ai Studio 8

Die Scanner-Software SilverFast Ai Studio von LaserSoft Imaging ist mittlerweile für alle wichtigen Scanner in der komplett überarbeiteten Version 8 erhältlich. In diesem Beitrag stellen wir SilverFast 8 im Überblick vor.

SilverFast ist bereits seit über 20 Jahren auf dem Markt. Die neue Version 8 unterstützt 64-Bit-Rechnerarchitekturen, ist Multitasking-fähig und bietet Support für aktuelle Betriebssysteme wie Windows 7 und Mac OS X 10.7 Lion. Man mag sich die Frage stellen, ob eine dedizierte Scanner-Software heutzutage überhaupt noch erforderlich ist – es gibt doch Photoshop. Photoshop ist bestens für kreative Bildbearbeitung geeignet, sobald das Ausgangsmaterial digitalisiert wurde. SilverFast 8 hingegen ist darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Qualität am kritischen Punkt – dem Scannen – sicherzustellen, indem der Scanner direkt angesteuert wird. So optimiert SilverFast die Bilddaten beim Digitalisieren im vollen Dynamikbereich des Scanners von bis zu 48 Bit. Bilddetails, die hier verloren gehen würden, könnte auch Photoshop nicht wiederherstellen.
SilverFast 8 ergänzt somit Photoshop und stellt für Anwender auch ein passendes Plug-in bereit. Für viele aktuelle Scanner ist SilverFast 8 als Download-Version und auf DVD unter www.silverfast.de erhältlich. Zum Testen stehen kostenlose, voll funktionsfähige Demo-Versionen bereit, deren Scans mit einem Wasserzeichen versehen sind. Weitere Scanner, aktuelle wie auch ältere Modelle, werden laufend angebunden.
Besitzern vorangegangener SilverFast-Versionen bietet LaserSoft Imaging das Upgrade auf SilverFast 8 preisreduziert oder kostenlos an. Nicht nur auf technischer Ebene hat sich einiges getan. Viele der Bildbearbeitungs-Funktionen wurden überarbeitet und den aktuellen Bedürfnissen der Anwender angepasst. Die automatische IT8-Scanner-Kalibrierung, die bisher nur als kostenpflichtiges Add-on erhältlich war, ist in Silver­Fast Ai Studio 8 fest integriert. Neu ist auch der Workflow­Pilot, der den Anwender Schritt für Schritt durch seinen individuellen Workflow leitet.
Für viele Anwender, die zum ersten Mal eine neue Bildbearbeitungs-Software benutzen, ist der große Funktionsumfang anfänglich etwas unübersichtlich. Lesen von Handbüchern und Aus­probieren gestalten sich oft langwierig. Genau hier soll der WorkflowPilot Abhilfe schaffen.
Als Schritt-für-Schritt-Assistent fragt er den Anwender zunächst, welche Art von Bildmaterial für welchen Verwendungszweck gescannt werden soll. Aus diesen Daten ergibt sich der individuelle Workflow, für den der Assistent dem Anwender die benötigten Werkzeuge in der richtigen Reihenfolge zur Verfügung stellt. So werden viele Fehler bereits in der Lernphase vermieden. Als weitere Einstiegshilfe sind zur Erklärung jeder Funktion kurze Videoclips
direkt aus der Software heraus aufrufbar. Während der Bildoptimierung vermittelt das große Vorschau-Fenster einen Eindruck des späteren Scan-Ergebnisses zur Kontrolle jeder vorgenommenen Bildeinstellung. Einige der Funktionen, die in den folgenden DOCMA-Ausgaben näher betrachtet werden, sind exklusiv nur in SilverFast Ai Studio enthalten.

1. Auto-IT8-Kalibrierung
Konsistente Scans und Farben, möglichst wie im Original, das sind Ziele, die bei der Digitalisierung von analogem Bildmaterial im Vordergrund stehen. Doch jeder Scanner, sogar innerhalb derselben Baureihe, nimmt Farben anders wahr. Eine Kalibrierung kann hier für objektive, korrekte Farben sorgen. SilverFasts Kalibrierung nach IT8-Standard ist für den Anwender in zwei Minuten ohne großen Aufwand abgeschlossen. Der Barcode auf dem Kalibrierungs-Target sorgt dafür, dass die zugehörigen Referenzdateien automatisch geladen werden. Diese IT8-Targets sind bei LaserSoft Imaging aus eigener Produktion erhältlich.

2. Multi-Exposure
Farbnegative und Dias sind aus mehreren Farbschichten mit unterschiedlicher Lichtempfindlich­keit aufgebaut. So erreichen sie schon während der Aufnahme einen Dynamikumfang, der üblicherweise die Möglichkeiten des Scanners übersteigt. Mit Multi-Exposure wird die Vorlage zweimal nacheinander mit verschiedenen Belichtungsintensitäten gescannt. So sollen möglichst viele Bilddetails in den hellen und in den dunklen Bildbereichen erfasst werden. Ein Algorithmus verrechnet anschließend beide Bilder zum Ergebnis mit einem – im Vergleich zu einem herkömmlichen Scan – deutlich erhöhten Dynamikumfang.

3. ISRD
Die Staub- und Kratzer-Entfernung iSRD nutzt die In­frarot-Abtastung, mit der viele Filmscanner solche Defekte schon beim Scannen entfernen. Im Gegensatz zum eingebauten Digital ICE® besitzt iSRD eine ganze Reihe von Kontrollmöglichkeiten. Schieberegler und Anzeige-Optionen sowie eine Vorschau erlauben eine Kratzerentfernung, die individuell an das Bild angepasst ist. Anders als das ebenfalls unterstützte SRD kommt iSRD aber auch ganz ohne Eingriffe des Benutzers aus. In Kombination mit SRD kann iSRD selbst für Schwarzweiß- und Kodachrome-Dias ver­wendet werden, bei denen der Infrarot-Scan sonst versagt.

4. Negafix
NegaFix ist eine Funktion zur Umwandlung von Filmnegativen in Positive. NegaFix enthält eine Reihe von Filmprofilen, die jeweils die spezifischen Daten wie den Hersteller des Films, den Filmtyp und die Belichtungsempfindlichkeit berücksich­tigen. Im Gegensatz zur einfachen Farbumkehr
sollen so originalgetreue Farben erreicht werden. Nach Auswahl eines geeigneten Profils kann der Anwender die Einstellungen zusätzlich mittels Schieberegler fein justieren. Eine Funktion zum Entfernen von Farbstichen ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit, Gradationskurven zu bearbeiten sowie eigene Filmprofile zu erstellen und zu speichern.

Diesen und weitere Artikel, Tipps, Tricks und Workshops finden Sie im DOCMA-Heft Nr 48 (5-2012). Mehr Infos zum Heft gibt es hier. Wer keine Lust hat zum Kiosk zu gehen, kann sich diese Ausgabe (und ältere) bequem bei uns im Webshop bestellen.

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