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Lichtbildner

Das Buch vermittelt einen Einblick in die Gestaltung mit Licht und wird die meisten Leser bereichern. Es ist aber ein eher technisch gehaltner Einstieg in das Thema.

Fotografie ist die Kunst im Umgang mit Licht. Der Fotograf nutzt es zumeist einfach nur so wie es ist. Wenn er allerdings ambitioniert zu Werke geht, formt oder wandelt er es, sucht es ganz gezielt oder er hilft ihm ein wenig nach, bis es seinen Vorstellungen entspricht. Damit der Laie Licht bewusst sehen lernt und der Fortgeschrittene Anregungen erfährt, Licht mit Sachverstand gezielt einzusetzen, haben sich die Autoren Reinhanrd Merz und Karl Steckl zusammengestzt und ein Lehrbuch zum Thema verfasst. Dort geht es im Kern um fotografisches Grundhandwerk. Kapitelthemen sind zum Beispiel "Die Eigenschaften des Lichts", "Kontrast und Belichtung", "Licht on Location" "Fotografieren mit dem Blitzgerät" oder "Studiolicht". Man lernt viel Grundlegendes, doch bleibt immer ein wenig der Eindruck, hier und dort könnte man viel weiter in die Tiefe oder in die Konkretion gehen ohne, dass der Leser gelangweilt würde. Wenn zum Beispiel im Kapitel Studiolicht die Lichtformer besprochen werden, dann geht es kurz und bisweilen recht abstrakt um die Grade der Diffusion, den Abstand der Lichtquelle zum Diffusor oder das Verhältnis von Diffusionsfläche und Objekt. Man  erfährt aber nicht, welche Effekte sich mit welchen Formertypen erzielen lassen. Auch das Kapitel "Licht bearbeiten und gestalten am PC" bleibt so sehr an der Oberfläche, dass die Autoren es sich besser geschenkt hätten.
Insgesamt vermittelt das Buch einen Einblick in die Gestaltung mit Licht und wird die meisten Leser bereichern. Es ist aber wirklich nur ein eher technisch gehaltner Einstieg in das Thema.

Licht und Belichtung in der Fotografie
von Reinhard Merz und Karl Stechl
Gebunden, 187 Seiten
dpunkt, 2009
32 Euro

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