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Photoshop Convention: Klassentreffen 2010

Auch dieses Jahr waren wieder (fast) alle in München auf der vierten deutschen Photoshop Convention. Entsprechend ausgelassen war dann auch die Stimmung.

Die alljährliche deutsche Photoshop-Convention in München zeichnet sich durch zwei zentrale Merkmale aus: Zum einen bietet sie zwei Tage lang in enger Taktung kompetente Vorträge zu den wichtigsten Themen rund um Photoshop. Zum anderen haben die Gäste die Möglichkeit, vor Ort jeden, der in der Branche Rang und Namen hat, zu treffen und ganz unkompliziert anzusprechen.     

Dieses Jahr war stärker als zuvor auf Photoshop-Profis zugeschnitten. So gab es weniger Themen für Freaks und Bastler als vielmehr Wissen und Showcases für produktionsorientierte Anwender. In Workflow-Slots, die mehrere Vorträge enthielten, zeigten Kreative der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt und Postproduktioner der Vogel/Burda Gruppe Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Thema der Werber war die Produktion eines fiktiven Titelbilds für einen Autokatalog aus bereits vorhandenem Fotomaterial, das unter Leitung eines Creative-Directors von einem Postproduktioner und einem Illustrator themenorientiert umgearbeitet wurde.
Im zweitem Slot retuschierten Verlagsproduktioner zunächst Studiobilder von Menschen von Grund auf und bereiteten sie anschließend für den redaktionellen Einsatz in verschiedenen Medien auf.
Daneben gab es dieses Jahr mehr Themen mit Blick auf das Web und die Selbstvermarktung von Fotografen. Als Redner zu Gast waren hier nicht nur Autoren einschlägiger Bücher und Zeitschriftenartikel, sondern auch Praktiker von Bildagenturen und Fotrografen.
Die konkreten Vorträge zum Thema Bildbearbeitung und Software waren erwartungsgemäß von den neuen Funktionen der CS5-Suite bestimmt und natürlich auch von allgemeinen Arbeitstechniken, die den Workflow beschleunigen und optimieren.  

Kurzum, das Programm war für die Teilnehmer spannend und die Möglichkeit, Branchenkontakte aufzubauen und/oder zu vertiefen wurde nicht nur beim abendlichen Cometogehter des ersten Tages ausgiebig genutzt.

Viele nette Kontakte und zukünftige Projekte ergaben sich in den Gesprächen auf unserem ersten eigenen Stand, der unter der Regie der DOCMAtischen Gesellschaft stand, und von der neuen Verlegerin Ina Künne persönlich betreut wurde.

Jana Zemke gewann eine  der drei von DOCMA verlosten Photoshop-Convention-Freikarten. Hier zu Gast auf dem DOCMA-Stand umrahmt von Chefredakteur Christoph Künne (links) und Murat Erimel von Fotolia (rechts).

Sieben Meter lang war der Leinwandausdruck von Bert Monroys Bild "Times Sqare", der dieses Jahr auf der Photoshop Convention ausgestellt war. Das digitale Gemälde im Stil des Photorealismus besteht aus 5.000 Einzeldateien mit zusammen 750.000 Ebenen. "Everything was completely created from scratch. There is not a single photograph in the image. It is entirely Photoshop and Illustrator", erklärt der Meister. Monroy arbeitet daran seit vier Jahren und hat auf den letzten drei deutschen Photoshop-Conventions immer andere Aspekte und damit verbundene Arbeitstechniken aus seinem Werk vorgestellt. Obwohl er kein Deutsch spricht, konnte er sich dennoch ausgiebig mit der aktuellen DOCMA beschäftigen. "Quite interesting ? I understand it by looking at the screenshots" meinte er. Ob das sprachübergreifende Verstehen an unserem durchdachten didaktischen Bildkonzept lag oder daran, dass Monroy Photoshop schon seit der Version 1 als Alpha- und Betatester begleitet, ließ sich auf die Schnelle nicht klären.

Von links nach rechts: Uli Staiger, Marius Schwiegk, Christoph Künne und Michael Baierl

Eine kleine Galerie mit Porträts von Besuchern, Referenten und Veranstaltern der Photoshop-Convention 2010 öffnet sich nach einem Klick auf das  Bild.

Das an die Convention anschließende Hands-on Training zum Thema "Porträts ausarbeiten" mit Christoph Künne fand in kleiner Runde statt. Hier bot sich die Möglichkeit, Einzelfragen im Detail nachzugehen.

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