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Olafs Wochenschnipsel: KW 40

Hallöchen, ich reiße hier lose mehrere Themen an, die mich in der letzten Woche beschäftigt haben. Und von denen ich denke, dass die auch für Sie interessant sein könnten. Also einfach mal durchscrollen, vielleicht ist ja für Sie etwas dabei. 🙂

Olafs Wochenschnipsel: KW 40

10-Millarden-Pixel-Scan des Gemäldes „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“

Ich liebe es, durch Galerien zu wandern und auch mal näher hinzuschauen, um den Pinselstrich und Farbauftrag alter Meister zu begutachten. Dank hochauflösender Scans geht das zumindest für dieses Gemälde von Johannes Vermeer auch am Computer oder Tablet.

Unter diesem Link können Sie selbst an beliebige Stellen des Scans hineinzoomen.

Oft sind Gemälde in einer Ausstellung nur mit großem Abstand oder bei großem Gedränge zu betrachten. Insofern: Tolles Projekt, das hoffentlich mit weiteren Werken fortgeführt wird.

Das bekannte Gemälde lässt sich online in ungeahnter Detailsfülle betrachten … Olafs Wochenschnipsel: KW 40
Das bekannte Gemälde lässt sich online in ungeahnter Detailfülle betrachten …
… wir hier beispielsweise der gesetzte Lichtreflex in einem Auge. Olafs Wochenschnipsel: KW 40
… wie hier beispielsweise der gesetzte Lichtreflex in einem Auge.

Quelle:10 Billion Pixel Scan of ‘Girl with a Pearl Earring’ Reveals Incredible Details

Urzeitliche Nachtsichtgeräte

Olafs Wochenschnipsel: KW 40

Forscher haben in einem neuen Paper in Scientific Reports die Augen einer vor rund 390 Millionen Jahren lebenden Trilobiten-Art beschrieben, deren Konstruktion an moderne Sensorchip-Designs erinnert. Das Besondere: Es handelt sich um mehrstufige Facettenaugen, bei denen jede einzelne Linse ihrerseits sechs Facettenaugen überwölbte. Der Augenapparat setzte sich so aus etwa 200 sechsteiligen Facettenlinsen zusammen. Ich sag mal, das waren Trilobiten mit einem sehr hohen ISO-Wert. 😉 Faszinierend!

Mehr darüber bei www.scinexx.de

AI Art Generator

Auf der Seite https://creator.nightcafe.studio lassen sich Fotos mittels KI in kleine Kunstwerke verwandeln. Auch eingegebener reiner Text kann in Bilder umgesetzt werden. Man hat nach Anmeldung drei freie Credits, um das einmal auszuprobieren. Wollen Sie mehr Bilder bearbeiten und in größerer Auflösung ausgeben, müssen Sie Credits kaufen.

Die Ergebnisse sind genau das, was ich mir von Photoshops »Neural Filters« erhofft hatte. Schauen wir uns mal ein Beispiel an.

Das ist mein Ausgangsfoto:

Foto: Olaf Giermann
Foto: Olaf Giermann

Das ist, was Photoshops Style-Transfer mit dem Sternennacht-Van-Gogh-Preset draus macht: Völliger Käse!

Und das ist das Ergebnis von Nightcafe.Studio:

Genauso muss das aussehen. Toll!

CANON RF 5.2MM F2.8L DUAL FISHEYE-OBJEKTIV

Falls Sie ein Objektiv besitzen wollen, mit dem Sie überall Aufmerksamkeit erregen, dann ist das neue Doppel-Fischauge von Canon genau das Richtige für Sie:

Als ich auf dieser Seite über dieses Objektiv gestolpert bin, musste ich tatsächlich erst einmal kontrollieren, ob ich nicht auf eine Satireseite hereingefallen bin. Aber das Teil gibt es tatsächlich, wie ich auch in den DOCMA-News feststellen konnte. Für VR-Anwendungen sicher ein tolles Gerät mit ganz neuen Möglichkeiten.

K-Lens jetzt verfügbar

Noch eine Linsen-Neuheit ist bald verfügbar, die für Foto- und Videografen interessanter als ein Doppelfisheye sein dürfte: die K|Lens. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Ein Lichtfeldobjektiv für F- und E-Mount vom renommierten Hersteller Zeiss. Das klingt spannend. Zumal man nachträglich den Fokus setzen und die Unschärfe einstellen kann.

Der Preis ist allerdings heiß: ein UVP von 3600 Euro, ein Vorbestellerpreis von 1800 Euro … Mmhhh … Dafür bekommt man schon sehr hochwertige, lichtstarke Objektive (auch wenn diese dann nur „normale“ Fotos machen können).

Werde ich auf jeden Fall aber mal ausprobieren, zumal das Objektiv per Adapter auch an meiner Z-Kamera betrieben werden kann.

Andererseits frage ich mich angesichts der massiv fortschreitenden Entwicklung im Bereich KI, ob so ein Lichtfeld-Objektiv in naher Zukunft überhaupt noch sinnvoll ist. Im Moment sind die durch KI erzeugten Tiefenkarten noch eher krude, aber mit fortschreitendem maschinellem Lernen kann sich das bald ändern. Und so ließe sich dann Fokus und Unschärfe bei jedem Foto nachträglich ändern. Wir leben in spannenden Zeiten!

https://www.k-lens-one.com

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Olaf Giermann

Sein Erstkontakt mit Photoshop erfolgte 2003 an der Uni, an der das Programm als reine Scanner-Software eingesetzt wurde. Inzwischen gilt Giermann sprichwörtlich als das »Photoshop-Lexikon« im deutschsprachigen Raum und teilt sein Wissen in DOCMA, in Video­kursen und in Seminaren.

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