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Display-Keyboard: Prototyp im Sommer fertig

Das mit Spannung erwartete OLED-Keyboard des russischen Designstudios Art.Lebedev soll im Sommer dieses Jahres endlich das Licht der Welt erblicken.

Das erste Keyboard mit OLED-Tasten, bei dem jede Taste mit einem Mini-Display ausgestattet ist, mit dem je nach Funktionsbelegung die Beschriftung oder Icon-Darstellung angepasst werden kann, steht kurz vor der Fertigstellung. Chefdesigner Artemy Lebedev rechnet damit, im August den fertigen Prototypen in eigenen Händen zu halten. Eine erste Serie von 200 Keyboards soll zum stolzen Stückpreis von 1.256 Euro Anfang Dezember an die ersten Käufer ausgeliefert werden. Lebedev zufolge waren die ersten 200 Keyboards innerhalb zwölf Stunden nach Freischalten des Vorbestellungsmodus ausverkauft. Eine zweite Tranche mit 400 Stück soll ab Januar 2008 verkauft werden.
Ende März 2007 hatten die Entwickler des mit 113 separaten und frei belegbaren Mini-OLED-Displays ausgestatteten Keyboards mit dem Namen ?Optimus Maximus? noch mit der Pleite eines OLED-Lieferanten zu kämpfen. Der Rückschlag stellte sich im Nachhinein aber als Glücksfall heraus: Obwohl die Tastengröße gleich geblieben ist, kann der neu gewonnene Hersteller eine größere Displayfläche sowie eine bessere Auflösung anbieten. Statt neun mal neun Millimeter und 32×32 Pixel Auflösung fassen die farbigen Tastendisplays nun 10,1 Millimeter zum Quadrat sowie 48×48 Pixel.
Die Entscheidung, den Design-, Entwicklungs- und Produktionsprozess auf einem Blog transparent zu gestalten, hat Lebedev trotz der öffentlich diskutierten Produktionsschwierigkeiten bisher nicht bereut. „Normalerweise ist bei unserem Unternehmen alles top secret, was die Entwicklung von neuen Designs und Produkten betrifft. Unsere Geheimnisse hüten wir sonst sogar besser als Apple“, so der russische Designer. Das Einrichten eines Blogs sei eine spontane Idee gewesen, die ihm Zuspruch ungeahnten Ausmaßes für das Projekt zugetragen habe. Auch dass das Designstudio selbst als Hersteller des revolutionären Keyboards auftreten würde, sei auf die positiven Reaktionen von interessierten Anwendern und Distributoren zurückzuführen, so Lebedev.
Ob das Vorzeigeprojekt von einem größeren Hersteller übernommen wird oder Art.Lebedev die Produktionskapazitäten in Richtung Massenmarkt ausbauen wird, steht indes noch in den Sternen.
Quelle: pressetext.austria, Martin Stepanek

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