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Sich ein Bild machen

Welche Rolle die Verbildlichung von Naturprozessen und das Konzept der Objektivität in der Geschichte der Wissenschaften spielen, verdeutlichen Daston und Galison in ihrem lesenswerten Buch.

Dass man sich von ihm kein Bild machen solle, fordert der alttestamentarische Gott und der des Korans.  Dass es hingegen im Bereich der wissenschaftlichen Durchdringung der Natur durchaus sinnvoll und verständnisfördernd sein kann, Theorien und Hypothesen in Bilder umzusetzen, ist klar.
Das Problem an der Sache ist freilich, dass Bilder immer mit vertraut Sichtbarem assoziiert werden und das Verständnis dessen, was sie visualisieren, womöglich in einer Richtung prägen, die dem Gegenstand gar nicht angemessen ist. (Man denke etwa an die Atomkern-Kügelchen, die von den noch kleineren Elektronen-Kügelchen flink auf Planetenbahnen umkreist werden ? ein Bild, das mit dem heutigen Verständnis der Atome nicht mehr viel gemein hat.) Welche Rolle die Verbildlichung von Naturprozessen und das Konzept der Objektivität in der Geschichte der Wissenschaften spielen, verdeutlichen Daston und Galison in ihrem lesenswerten Buch.

Objektivität
von Lorraine Daston und Peter Galison
Gebunden: 531 Seiten
Suhrkamp 2007
34,80 Euro

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