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Update auf macOS 10.15 Catalina?

Catalina
Wer beruflich auf Programme, wie zum Beispiel Photoshop oder alte Plug-ins angewiesen ist, sollte nicht auf Catalina updaten.

Catalina: Warnhinweise

Seit spätestens Anfang Oktober 2019 warnen verschiedene IT-Seiten und Blogs vor dem Update auf macOS Catalina – vor zwei Wochen auch schon mein Kollege Johannes Wilwerding in den DOCMA-News. Nicht weil es ein schlechtes Update wäre, sondern weil Apple damit wieder einmal alte Zöpfe (in diesem Fall 32-Bit-Apps) abschneidet und weil viele Softwarehersteller trotz langer Ankündigung der Änderungen und langer Betaphase mal wieder vor sich hingetrödelt haben, so dass es hier und da Probleme oder kleinere Schluckaufs gibt.

Angesichts der vielen bestehenden Meldungen zum Thema Catalina (und auch Photoshop) kann ich mir einen Blogbeitrag hier bei DOCMA sparen. Dachte ich mir. Und Profis, die vom Funktionieren ihrer Software abhängig sind, updaten sowieso nicht mal eben so auf das neueste Betriebssystem, ohne sich vorher über die Konsequenzen zu erkundigen und – zum Beispiel sich auf Plattformen wie Application compatibility & feature support for macOS, iOS & Windows — RoaringApps – vorher mal zu informieren. Dachte ich mir.

Denkste!

Catalina: Die Kunst alle Warnungen in den Wind zu blasen

Plötzlich häuften sich die immer gleichen Fragen wegen Wehwehchen in Foren, Facebookgruppen und auch in meinen Postfächern. Und das nicht nur von gedankenlosen Mausklickern, die alles mit OK bestätigen, was am Rechner aufploppt, sondern eben auch von vermeintlichen Profis.

Was mich anfangs wunderte, beantworte ich inzwischen per Textbaustein mit einer Nachfrage: „Auf Catalina geupdated, oder?“ Und meine Kristallkugel liegt damit meist sogar richtig.

Die meisten „angesagten Probleme“ in Sachen Photoshop kann man übrigens auch schon seit mehreren Wochen bei Adobe nachlesen (Photoshop and macOS Catalina (10.15)). Am ehesten bemerkten die Anwender, dass das Speichern nicht mehr richtig funktioniert und man, anders als vom Mac gewohnt, die Dateiendung miteingeben muss. Die zweithäufigsten Probleme betrafen Probleme mit Plug-ins (vor allem ältere Versionen, zum Beispiel der Nik Collection) sowie Probleme bei den Selektiven Werkzeugen in Camera Raw.

Catalina: Lösungen?

Abwarten! Denn all die beschriebenen Probleme treten übrigens auch immer noch nach dem gerade erst gestern erschienenen Update für Photoshop CC 2019 (20.0.07) auf. Für Gelegenheitsanwender ist das alles kein Beinbruch – oft genug habe ich gelesen, dass jemand GAR KEINE Probleme in Photoshop hätte. Aber wer auf schnelle, moderne Workflows mit Camera Raw, Aktionen und Droplets mit aufgezeichneten Speicher-Vorgängen setzt, guckt nach dem unvorsichtigen Update-Klick jetzt sicher etwas zerknittert aus der Wäsche. 😉

Mal schauen, wie es mit der zur Adobe Max Anfang November 2019 erwarteten neuen Photoshop-Version aussieht. Aber ich bleibe vorerst bei 10.14 (Mojave) – auf meinem Notebook aus reiner Bequemlichkeit nicht und auf meinem 9 Jahre alten Mac Pro (der von 3D-Rendern mal abgesehen, immer noch zuverlässig und schnell genug für jede Aufgabe ist), weil Catalina den nicht mehr unterstützt.

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Olaf Giermann

Sein Erstkontakt mit Photoshop erfolgte 2003 an der Uni, an der das Programm als reine Scanner-Software eingesetzt wurde. Inzwischen gilt Giermann sprichwörtlich als das »Photoshop-Lexikon« im deutschsprachigen Raum und teilt sein Wissen in DOCMA, in Video­kursen und in Seminaren.

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