Technik

Günstige Vollformat-DSLR

Nikon präsentiert mit der D700 eine neue Spiegelreflexkamera im FX-Sensor-Format mit 12,1 Megapixeln und EXPEED-Bildprozessor.

Auch Nikon macht das Vollformat erschwinglich und bringt mit der D700 ein Konkurrenzmodell zur nicht mehr ganz frischen Canon EOS 5D. Während Größe und Gewicht des kompakten, abgedichteten Magnesium-Gehäuses der D300 ähneln, reicht die Leistung weit an das Spitzenmodell D3 heran. Der von dieser übernommene 12,1-Megapixel CMOS-Sensor im FX-Vollformat (36 x 23,9 mm) mit einem Belichtungsspektrum von ISO 200 bis ISO 6.400 und das bewährte EXPEED-Bildverarbeitungssystem lassenn eine überzeugende Bildqualität und minimales Rauschverhalten erwarten.
Das Autofokussystem mit 51 Messfeldern (15 Kreuzsensoren) und die Live-View-Funktion mit Kontrasterkennungs-AF ? mit einer Anzeige auf dem gleichen 3-Zoll-TFT-Monitor mit 920.000 Bildpunkten ? sind bereits von der D3 und D300 bekannt. Das Display unterstützt zwei Live-View-Modi sowie einen HDMI-Videoausgang. Neu ist der integrierte i-TTL-Klappblitz mit einer Brennweitenabdeckung von 24 mm und Leitzahl 17. Darüber hinaus hat die D700 im Gegensatz zur D3 ein Bildsensor-Reinigungssystem zu bieten, bei dem eingedrungener Staub auf der Oberfläche des Sensors durch hochfrequente Vibrationen entfernt wird. Das Gehäuse bietet einen Anschluss für das Nikon-F-Bajonett mit AF-Kupplung und AF-Kontakten und ist damit offen für alle NIKKOR-Objektive. Beim Verwendung von DX-NIKKOR-Objektiven schaltet die Elektronik automatisch auf das DX-Format um, wobei die Auflösung entsprechend verringert wird.
Einer der wichtigsten Vorteile von Kameras im FX-Format ist der Sucher. Hier bietet die D700 ein Pentaprisma aus massivem Glas mit einer Sucherabdeckung von 95 % ?bei der D3 sind es 100%. Ein intelligentes neues Feature ist die Möglichkeit, den virtuellen Horizont selbst im Live-View-Modus einzublenden.
Mit 40ms ist die Auslöseverzögerung extrem kurz. Die Verschlusszeiten sind zwischen 30 Sekunden und 1/8.000 Sekunde wählbar, der Blitz wird mit einer Verschlusszeit von 1/320 Sekunde oder länger synchronisiert. Mit dem kompakten Lithium-Ionen-Akku EN-EL3e (1500 mAh) sind Bildfolgen von bis zu 5 Bildern pro Sekunde möglich. Die Anzahl lässt sich sogar auf bis zu 8 erhöhen, wenn mit dem optional erhältlichen Multifunktionshandgriff MB auch der leistungsstärkere Akku EN-EL4a mit 2500 mAh eingesetzt wird. Für Besitzer der D3 oder D300 ist die Stromversorgung vollständig kompatibel.
Die Kamera nutzt CompactFlash-Karten vom Typ I und schreibt die Daten im NEF- (12 oder 14 Bit), TIFF- oder JPEG-Format auf das Speichermedium. Im Lieferumfang der D700 sind der Akku EN-EL3e mit Ladegerät und die Nikon Software Suite inbegriffen.
Die Nikon D700 ist voraussichtlich ab Ende Juli 2008 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.599 ? im Handel erhältlich. Das MB-D10 Power Drive Kit gibt es voraussichtlich bereits ab Anfang Juli 2008 für 549 ?. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Nikon.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin

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