Altglas

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ICM: Intentional Camera Movement

Intentional Camera Movement – ICM – ist nicht unbedingt altglasspezifisch, doch das Lichtrendering alter Objektive verspricht zusätzliche Reize und Schärfe spielt in diesem Fall keine Rolle. Darüber hinaus lässt die solide mechanische Konstruktion alter Optiken keine Schäden durch ruckartiges Bewegen erwarten. Bei dieser Art der Fotografie entsteht die Bildwirkung durch die bei der Aufnahme absichtlich bewegte Kamera. Eine Variante solcher Bilder sind die aus der Sportberichterstattung bekannten „Mitzieher“, die einen Läufer oder ein Auto scharf vor einem verwischten Hintergrund einfangen. ICM-Fans treiben den Effekt deutlich weiter, bis hin zur vollständigen Abstraktion. Belichtungszeit und Bewegungsgeschwindigkeit der Kamera bestimmen maßgeblich den Effekt. Ob es sich um eine Kunstform, kreatives Spiel oder den „Freejazz der Fotografie“ handelt, wie Herbert Zenz es poetisch ausdrückt,…

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Zurück zu normal: Zhongyi Lensturbo II mit Altglas

Der Zhongyi Lensturbo II Adapter verkürzt über sein Linsensystem die äquivalente Brennweite um den Faktor 0,7 und erhöht gleichzeitig die Lichtstärke um eine Blende. Das eröffnet neue Perspektiven für Altglas. So erreicht ein 50-mm-Vollformat-Objektiv mit Blende f/2, das an einer APS-C-Kamera durch den Crop-Faktor die Bildwirkung einer 75er Brennweite liefert, mit dem Lensturbo wieder die typische Bildwirkung eines Normalobjektivs mit Lichtstärke f/1.4. Auch Weitwinkelobjektive zeigen an einer APS-C Kamera wieder nahezu den Bildwinkel ihrer physikalischen Brennweite. Auswahl-Kriterien Mit Preisen ab 150 Euro sind solche Adapter keine Schnäppchen. Von Metabones gibt es vergleichbare Produkte für deutlich mehr Kamerasysteme, zu Preisen um 500 Euro. Interessant sind solche Adapter, wenn man viele Objektive besitzt, die sich „beschleunigen“ lassen und den gleichen Anschluss haben.…

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Sind Nikon Spiegelreflexkameras auch für Altglas geeignet?

Nikon Spiegelreflexkameras gelten als nicht besonders adaptierfreudig. Doch Objektive mit Nikon F-Bajonett und dem Zusatz Ai oder AiS funktionieren nach wie vor an den meisten digitalen Spiegelreflexkameras von Nikon. Bisher hatte nur die D7500 mit dieser Tradition gebrochen. Mit der D780 funktioniert wieder alles wie gewohnt. Ohne sich Gedanken um kollidierende Spiegel zu machen, können Nikon-Fotografen auf ein sehr umfangreiches Altglas-Sortiment zugreifen und wie gewohnt anschließen. Abgesehen vom manuellen Fokussieren sowie der Blendenbedienung direkt am Objektiv funktioniert alles wie gewohnt. Darüber hinaus haben auch andere Hersteller, beispielsweise Cosina, Soligor, Vivitar und andere, Objektive mit Nikon-Bajonett produziert. Das Nikon F-Bajonett Die ersten Nikon-Normalobjektive erschienen 1959, ihre Brennweite wurde anfangs noch in Zentimetern angegeben. 20 Jahre später wurde die preisgünstige Nikon E-Serie…

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Warum eine Streulichtblende für Altglas wichtig ist

Jedes Altglas profitiert von einer gut angepassten Streulichtblende. Alten Linsen mussten zunächst ohne Oberflächenvergütung auskommen. Auch in den 80er Jahren erreichte sie bei weitem nicht die Qualität heutiger Multicoating-Beschichtungen. Daher sollte eine Streulichtblende so groß und tief wie möglich sein, ohne Randabschattungen zu erzeugen. Das Ergebnis sind Aufnahmen mit besseren Kontrasten. Oft ist der Unterschied bereits im Sucher deutlich sichtbar. Manchmal würde es reichen, eine Hand als zusätzliche Abschirmung zu benutzen, doch beim manuellen Fokussieren ohne Stativ verlangt das Fingerakrobatik. Streulichtblenden werden hauptsächlich aus Metall oder Gummi gefertigt und üblicherweise ins Filtergewinde des Objektivs geschraubt. Adapterringe helfen, unterschiedliche Gewindegrößen zu vereinen. Auswahl und Angebot Faltbare Gummiblenden brauchen wenig Platz. Zylindrische Metallblenden bieten mehr Abschattung und sind oft miteinander verschraubbar, für…

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Exif-Daten für manuelle Objektive ergänzen II

Wer mit manuellen Objektiven fotografiert, muss in den meisten Fällen auf Exif-Daten für Brennweite, Blende und Objektivname verzichten. Bietet die eigene Kamera keine Möglichkeit, die Daten für manuelle Objektive zu speichern, lässt sich das Objektiv vor dem Wechsel ablichten. Mit ein oder zwei Objektiven und etwas Disziplin reicht auch ein Foto der eigenen Hand nach dem Objektivwechsel. So lassen sich die Aufnahmen später am PC unterscheiden und mit Exif-Daten ergänzen. Zur Ergänzung fehlender Objektivdaten bietet sich unter Windows das kostenlose Programm ExifToolGUI an. Einmal eingerichtet, lassen sich fehlende Objektivdaten mit wenigen Mausklicks ergänzen. Besonders für Fotografen mit vielen manuellen Optiken ist es im Vergleich zum Lightroom Plug-In Lenstagger die interessantere Alternative. Einmal eingerichtet, lassen sich mit ExifToolGUI fehlende Objektivdaten mit…

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Nikon FTZ-Adapter: Willkürliche Grenzen

Komfortabel wird Fotografieren mit Altglas durch hinterlegte Objektivdaten für Brennweite und Blendenwert. Sie versorgen Bildstabilisator, ISO-Automatik und Exif-Daten mit korrekten Informationen. Letztere erleichtern Bildvergleiche am PC und lassen auf einen Blick erkennen, mit welchem Objektiv fotografiert wurde. Die Nikon Z6 beherrscht diesen Trick für bis zu 20 Objektive, ebenso wie die große Schwester Z7. Doch bisher gibt es für Altglas, das nicht am FTZ-Adapter benutzt wird, einen unschönen und unverständlichen Komfortverlust. An der Nikon Z6 funktioniert das bisher nur für Objektive am FTZ-Adapter – auch mit Leica R- oder Olympus OM-Optiken und Umbaubajonett. Nur mit Fremdadaptern werden keine Exif-Daten übertragen. Für viele Spiegelreflexkameras bietet Nikon diese Möglichkeit schon sehr lange und ohne Einschränkungen. Bei Fuji hat die Übertragung von Exif-Daten…

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Die Nikon Z6 als „Altglasantrieb“

Nikons Vollformatkamera Nikon Z6 bietet beim manuellen Fokussieren eine Reihe ungewöhnlicher Features. Passende Adapter sind inzwischen für fast jedes beliebige Altglas verfügbar und ermöglichen vergleichsweise handliche Kamera-Objektiv-Kombinationen, die zudem sehr preiswert sein können. Doch Fotografen die bisher mit anderen spiegellosen Kameras gearbeitet haben, könnten einige Überraschung erleben. Zielfernrohr-Effekt Eingeblendete Hilfslinien zur Bildgestaltung bieten nur das bekannte Nikon 4×4-Raster, Optionen wie Drittelteilung oder Goldener Schnitt fehlen. Seine besondere Stärke zeigt die vorhandene Aufteilung mit der Lupenfunktion. In der Vergrößerung wird der gewählte Fokuspunkt wie in einem Fadenkreuz sichtbar. Nikon-Z-Kameras überraschen mit Hilfslinien im 4×4-Raster. Seine besondere Stärke zeigt dieses Raster mit der Lupe. In der Vergrößerung wird der Fokuspunkt wie in einem Fadenkreuz sichtbar. Trefferquote Im Hinblick auf die Trefferquote zeigt…

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Welches Trioplan ist das Beste?

Die Auswahl an Objektiven für den typischen Trioplan-Bildlook beschränkt sich keineswegs auf die Klassiker aus der Manufaktur Hugo Meyer in Görlitz. Bei der Entscheidung für das eine oder andere Objektiv kann man sich von seinen Ansprüchen, dem Spaßfaktor sowie der vorhandenen Kamera leiten lassen – und so das am besten geeignete finden. Aufnahmen mit verschiedenen Trioplan-Objektiven lassen allenfalls beim Pixelpeeping Unterschiede erkennen. Welches Trioplan ist das Beste? Artgerecht eingesetzt lassen Aufnahmen mit verschiedenen Trioplan-Objektiven kaum Unterschiede erkennen. Ein Trioplan für 20 Euro Geht es um Fotografieren ohne Bastelei und einen günstigen Einstieg, bieten sich Domiplan oder Pentaflex-Color mit M42-Anschluss an. Sie haben 50 Millimeter Brennweite bei Lichtstärke F/2.8. An Vollformatkameras wird die Normalbrennweite bei der Bildkomposition zur lohnenswerten Herausforderung. Am MFT-Sensor…

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Quadratische Lichter im Bokeh

Eine weitere Modding-Spezialität kann über eBay in der ehemaligen UdSSR bestellt werden und erfordert keine Bastelei. Das Helios 44-2 ist dort mit einer umgebauten Blende erhältlich, die ab f/4 quadratische Spitzlichter im Bokeh erzeugt. Das Zauberwort für die eBay Suche nach einem solchen Objektiv lautet „Helios 44 Square Bokeh“. Abgeblendet bilden die Lamellen ein Quadrat und erzeugen im Bokeh eckige Spitzlichter. Zenitar 50/1.7 ME-1 Das Zenitar 50/1.7 ME-1 stammt aus den 1980er Jahren und erzeugt von Haus aus quadratische Lichter im Bokeh, weil es nur zwei Blendelamellen besitzt. Ausführliche Informationen zur ungewöhnlichen Konstruktion des Zenitar finden sich hier. Bei Ebay werden für dieses Objektiv, im Gegensatz zum günstigen Helios 44, dreistellige Preise aufgerufen. Vergrößerungsobjektive Adaptierte Vergrößerungsobjektive, früher in der Dunkelkammer…

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Nikon ViewNX-i als Bildbetrachter

Für die erste Sichtung manuell fokussierter Aufnahmen ist ein schneller Bildbetrachter nützlich. Nikon-Fotografen profitieren besonders vom kostenlosen ViewNX-i. Mit Nikon Z-Kameras und hinterlegten Daten für Objektive ohne CPU, sprich adaptiertes Altglas, zeigt die Software auch den gewählten Fokuspunkt an, was die Schärfekontrolle erleichtert. Für Nikon Z-Kameras zeigt ViewNX-i auch mit Fremdobjektiven ohne elektrische Kontakte den gewählten Fokuspunkt an. Fremde JPEG-Dateien Abgesehen von diesem speziellen Feature lässt sich Nikon ViewNX-i auch für fremde JPEG-Dateien aus anderen Kameras nutzen. Mit der aktuellen Version sind Vergleiche von zwei Bildern nebeneinander möglich. Ein Tastendruck erlaubt die Kontrolle von Lichtern (Taste H für Highlights) und Tiefen (Taste S für Shadows). Des Weiteren können Sterne und Farblabel vergeben sowie IPTC-Daten eingetragen werden. Zusätzliche Software lässt sich…

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Altglas und Bokeh

Das Thema Bokeh wird leidenschaftlich diskutiert. Im Mittelpunkt stehen der Verlauf von Schärfe zu Unschärfe sowie die Wirkung von Lichtern im Hintergrund. Festbrennweiten wird in der Regel ein ausgewogeneres Bokeh als Zoomobjektiven attestiert. Objektive aus den Zeiten der analogen Fotografie, von ihren Fans liebevoll „Altglas“ genannt, bieten wiederum eigene Reize. Artgerecht eingesetzt, meistern alte Objektive Schärfeverläufe weniger nervös und wesentlich individueller als moderne Optiken. Altglas erzeugt ein besonderes Bokeh. Lesen Sie hier mehr zum Thema Altglas und Bokeh. Unterschiede im Bokeh spiegeln die technischen Möglichkeiten verschiedener Epochen. Für die meisten Altglasliebhaber liegt genau hier der Reiz alter Objektive. Vieles, was heute geschätzt wird, sind letztlich Abbildungsfehler, die damals nicht besser korrigiert werden konnten. Sie treten am deutlichsten bei Offenblende hervor.…

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ISO-Automatik und manuelle Objektive

Auch mit manuellen Objektiven hilft eine ISO-Automatik, Unschärfe durch Verwackeln auszuschließen, ohne ständig auf die Verschlusszeit zu achten. Die Ober- und Untergrenze der Empfindlichkeit ist schnell eingestellt. Lesen Sie hier mehr über ISO-Automatik und manuelle Objektive. Belichtungszeit Die Definition der Verschlusszeit ist nicht immer optimal gelöst. Als Faustformel für die minimale Verschlusszeit gilt: 1 dividiert durch die Brennweite des Objektivs. Für ein 50-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera ergibt das eine 1/50 Sekunde. Olympus, Panasonic und Sony Die Sony A7 II mag für Fremdobjektive nur 1/60 s zulassen. Sie lässt sich aber überlisten, da die ISO-Automatik auch im Modus S und M arbeitet. Mit OM-D Kameras funktioniert das ebenfalls, wenn im Menü E „ISO-Auto Alle“ gewählt und die ISO-Empfindlichkeit auf „Auto“ gesetzt…

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DDR-Objektive im Jahr 1971: Objektiv-Talk I

Große Ereignisse der Kameraindustrie sind gut datiert und dokumentiert. Für DDR-Objektive ermöglichen solche Jahreszahlen oft eine zuverlässige Einschätzung des Alters. Mitunter finden sich Objektive, deren Bauform eindeutig einen Produktionszeitraum kennzeichnet. Doch ihre Seriennummern passen nicht immer in bekannte Zahlenmuster und erschweren eine zuverlässige Identifikation. Carl Zeiss Jena Bei Zeiss Objektiven sorgen kryptische Typbezeichnungen und Abkürzungen manchmal für Verwirrung. Grund ist der Rechtsstreit „Zeiss gegen Zeiss“. Er zog sich über 16 Jahre zwischen Zeiss West und Ost. Es ging um Namensrechte und Millionen aus dem Vermögen der Zeiss Stiftung, die ihren Sitz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in der BRD hatte. Letztlich verlor der VEB Carl Zeiss Jena den Rechtsstreit. Seit 1971 durfte der Hersteller seine DDR-Objektive in über 60 westlichen…

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Autofokus-Adapter – die Theorie zur Praxis

Gestern hat Christoph Künne an dieser Stelle erzählt, wie er mit einem Autofokus-Adapter ältere manuelle Objektive an einer spiegellosen Systemkamera nutzt. Wie funktioniert das überhaupt und wo liegen die Grenzen solcher Adapter? Der Autofokus-Adapter Techart Pro Leica M–Sony E (Quelle: Techart) Dass sich überhaupt so viele alte Objektive an spiegellose Systemkameras adaptieren lassen, liegt an der großen Differenz der Auflagemaße, also des Abstands zwischen Objektivanschluss und Sensor. Objektive für Spiegelreflexkameras haben typischerweise Auflagemaße von mehr als 40 mm, während bei spiegellosen Systemen um die 20 mm üblich sind. Selbst Leicas eigentlich ebenfalls spiegelloses M-System hat noch ein Auflagemaß von 27,8 mm, also 9,8 mm mehr als Sonys E-Mount (18 mm). Diese Differenz lässt genug Platz für einen Adapter, um Spiegelreflex-…

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