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Google Earth baut Weltraum-Funktionen aus

Die Sky-Funktion in Version 4.2 von Google Earth ermöglicht es, mit einem Klick zwischen Weltraum- und Globus-Ansicht zu wechseln und so statt der Erde den Weltraum zu erforschen.

In Google Earth ist eine neue Version der Weltraum- erweiterung Sky verfügbar. Sie umfasst die Anzeige aktueller kosmischer Ereignisse ebenso wie eine Auswahl historischer Himmelskarten und eine virtuelle Raumfahrt. Damit können Hobby-Astronomen auf ihrem Computer den Weltraum erforschen, ein echter Bildungsmehrwert soll geboten werden. Dafür hat Google mit der NASA, der ESA und anderen Organisationen zusammengearbeitet.
Nutzer können die tatsächliche Anordnung der Planeten und Sterne sehen. Dabei werden laut Google jetzt auch aktuelle Himmelsereignisse wie Kometen und Asteroiden dargestellt. Ferner sind Ansichten auf historischer Basis möglich, etwa auf Grundlage der Zeichnungen von 50 Konstellationen des deutschen Astronomen Johannes Hevelius (1611-1687), die 1690 posthum veröffentlicht wurden.
Nach Einschätzung von Maria Firneis, Planetologin am Institut für Astronomie der Universität Wien, ist Google Earth für Bildungszwecke absolut geeignet. Der wissenschaftliche Wert des Angebotes, das sich eher an private Nutzer richtet, sei oft begrenzt, da die verwendeten Daten dafür nicht ausreichend aktuell wären. Als Beispiel führt Firneis Wolken-Daten für die Erdansicht an. Nach der Erde selbst soll es den Nutzern mit den jetzt erweiterten Features wie Informationen zu Himmelsobjekten, Aufnahmen des Hubble-Teleskops und einem virtuellen Rundflug zu hundert interessanten Punkten im Weltraum auch astronomische Inhalte näher bringen. Ein ?Sky Community Layer? beinhaltet zusätzlich die besten bisher von Nutzern beigetragenen Inhalte.
Das erweiterte Sky-Angebot ist Teil der Version 4.2 von Google Earth und jetzt zum Download verfügbar. Die Grund-Version für Privatnutzer ist gratis, zusätzlich stehen kostenpflichtige Versionen mit erweitertem Funktionsangebot zur Auswahl. Egal, für welche Version sich ein Nutzer entscheidet: Mit einem Klick kann ?zwischen Weltraum- und Globus-Ansicht? gewechselt und so in Google Earth statt der Erde der Weltraum erforscht werden.
Quelle Pressetext Austria, Thomas Pichler

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