Kameras

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Objektive – Schluss mit dem Schwanzvergleich!

Die Zeit, in der Fotografen mit wuchtigen DSLR-Bodys nicht unter einem Kilo unterwegs waren, allein um klarzustellen, dass sie nicht zum Spaß da waren, sind glücklicherweise vorbei. Für überzeugende Bildergebnisse genügen längst auch kleinere und leichtere Kameras. Aber mit dem langen Rohr am kompakten Body stolziert man immer noch gerne, um Eindruck zu schinden. Vielleicht ist es damit bald vorbei, denn die Kameras der Zukunft kommen vielleicht ganz ohne Objektive, wie wir sie kennen, aus. Der Fotograf Klaus Bossemeyer erzählte mir mal, wie er auf skeptische Reaktionen seiner Kunden auf sein Micro-FourThirds-Equipment reagiert (sinngemäß): „Wollen wir jetzt über Kameratechnik diskutieren oder Ihr Problem lösen?“ Qualitativ sind APS-C und Micro-FourThirds längst das neue Kleinbild, während das digitale Mittelformat den analogen Großformatkameras…

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Augen auf beim Kamerakauf!

Es wird langsam Weihnachtszeit – die Zeit, in der man seinen Liebsten oder (geben wir’s zu) sich selbst zum Beispiel mit einem Kamerakauf Wünsche erfüllt. Das kostet Geld und die Versuchung ist groß, von vermeintlich spottbilligen Angeboten Gebrauch zu machen. Aber was zu gut scheint, um wahr zu sein, ist meistens auch nicht wahr. Wer dieser Tage eine neue Kamera kauft, stellt mit Erstaunen fest, dass die alten Regeln nicht mehr zu gelten scheinen. Jahrelang war es so, dass eine neue Kamera mehr als ihr Vorgängermodell leistete, dabei aber weniger kostete. Neue japanische Kameras – und welche relevante Kamera kommt heutzutage nicht von einem japanischen Hersteller? – sind zwar weiterhin besser, aber auch teurer als ihre Vorgänger. Das heißt nicht,…

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Kein Spielkram bitte, wir sind Profis!

Professionelle Fotografie ist ein todernstes Geschäft. Deshalb müssen Kameras für Profis stets schwarz sein. Sie dürfen auch kein bewegliches Display haben – nicht dass man noch etwas so Unseriöses wie ein Selfie damit fotografiert. Aber warum ist das so? Wirklich logisch ist das nämlich nicht. Wenn Schwarz bei Kameras so professionell wirkt, warum sind die dazugehörigen Objektive dann oft weiß? Mittelklassemodelle lassen manchmal die Wahl zwischen Schwarz und Silber und im Einsteigersegment bieten die Hersteller auch mal Kameras in Weiß oder allen Farben des Regenbogens an. Für die Spitzenmodelle dagegen ist Schwarz Pflicht. Die Bevorzugung einer Gehäusefarbe wird gerne rationalisiert: Schwarz sei unauffälliger, Silber wirkt weniger einschüchternd und verhindert, dass sich die Kamera im prallen Sonnenlicht aufheizt … und so…

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Eine neue Kamera? Ach was …

Früher war mehr Lametta (Loriot) … Früher war es auch aufregender, wenn einer der Großen der Fotobranche ein neues Spitzenmodell vorstellte, aber wenn Canon nun seine Canon EOS-1D X Mark II ankündigt, drängt sich mir ein „Manchmal bin ich so müde“ (Hella von Sinnen – aber ursprünglich Majestix) auf. Woher kommt die Langeweile? Ich verfolge die Branche, seit ich begann, mich ernsthaft mit der Fotografie zu beschäftigen, also ab Mitte der 70er Jahre, und ich wurde dann auch bald zum Leser diverser Fotomagazine. Seit der Jahrtausendwende bin ich nun selbst in diesem Metier aktiv, und manche der Autoren, deren Beiträge ich vor 35 Jahren schätzte, sind heute immer noch meine Kollegen. Durch diese Perspektive drängt sich für mich der Eindruck…

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Mit der Leica SL zurück in die Zukunft

Heute ist der 21. Oktober 2015, der Tag, an dem Marty McFly in „Zurück in die Zukunft II“ mit dem zur Zeitmaschine umgebauten DeLorean in der Zukunft landet. Tatsächlich gibt es heute zwar noch immer keine echten Hoverboards, dafür aber ein neues Kleinbild-Kamerasystem von Leica, mit dem sie dort neu anknüpfen, wo ihr Ausstieg aus dem Spiegelreflexsegment vor sechs Jahren eine Lücke gelassen hatte. Und ich komme nicht aus der Vergangenheit oder der Zukunft, sondern geradewegs von Leicas Launch-Event in Wetzlar, wo das neue System vor wenigen Stunden vorgestellt wurde. Leider können wir weder in die Zukunft reisen, noch in der Vergangenheit einst begangene Fehler ungeschehen machen. Bei Leica mag man oft bedauert haben, zwar schon in den 70er Jahren…

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Verzicht fällt schwer

Filmaufnahmen, selbst solche im immer öfter unterstützten 4K-Format, benötigen viel weniger Bildpixel als die Sensoren aktueller Kameras liefern können. Es sollte also einfach sein, mit den vor allem für Standbilder entwickelten Sensoren auch die Daten für Videobilder auszulesen, aber das ist es keineswegs. Digitalkameras haben heutzutage durchweg Sensoren, die zwischen 12 und 50 Megapixel auflösen. Full-HD-Video benötigt knapp 2 Megapixel und 4K-Video in der Consumer-Variante UHD 8,3 Megapixel; selbst in der professionellen Variante Cinema 4K sind es nur knapp 9 Megapixel. Beim Vergleich zwischen Stand- und Bewegtbild müssen wir aber auch berücksichtigen, dass Video eine hohe Bildfrequenz erfordert: Im Serienbildmodus sind 10 Bilder/s schon ein recht guter Wert, während 4K-Video wenigstens 24 Bilder/s erfordert. Der geringeren Auflösung steht eine höhere…

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Wir wollen Features und wir wollen sie jetzt!

Die einen meinen, dass man an einer Kamera außer Blende, Verschlusszeit und Fokus nichts einzustellen bräuchte, die anderen wollen immer neue Automatik- und Assistenzfunktionen. „Mehr Features“ oder „Kampf der Featuritis“, unter welchem Banner sollen wir uns positionieren? Oft sind es die Umsteiger zwischen den Kamerasystemen, die nach bestimmten Features rufen, die sie von ihrem alten System kennen. Nach dem Wechsel stellen sie fest, dass diese keineswegs selbstverständlich sind und nicht immer von allen Herstellern angeboten werden. Man könnte auch sagen, dass diese Umsteiger das verschmähte System damit erst so richtig schätzen lernen. Ein Kamerahersteller, der ein neues System im Markt etablieren möchte, könnte daher versucht sein, möglichst alle Funktionen einzubauen, die einer der Mitbewerber anbietet, sofern dem keine patentrechtlichen Hindernisse…

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Zurück in die Zukunft?

„Das haben wir schon immer so gemacht!“ Der Wunsch, auch angesichts besserer Alternativen beim Gewohnten zu bleiben, ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Gibt man ihr ein hippes Gewand, dann präsentiert sie sich als Retro-Mode, der jeder folgen kann, der gleichzeitig gestrig und ganz weit vorne sein will. Im Kamerabau bedeutet Retro-Look, dass die Kameras meist wieder ein Zeitenrad haben und die Blende über einen Ring am Objektiv gewählt wird. Viele Fotografen schwören Stein und Bein, dass damit der Gipfelpunkt der Ergonomie erreicht war, und es irritiert sie nicht, dass sich diese Lösung einst technischen Beschränkungen verdankte: Die Übertragung erfolgte rein mechanisch und funktionierte um so besser, je kürzer und direkter die Verbindung zwischen Bedienelement und der damit kontrollierten Komponente war.…

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Rauf und runter

Onlinehändler, die ihre Preise tagesaktuell anpassen, machen ihre Kunden damit noch ganz wuschig und vereiteln manche schon gefasste Kaufabsicht. Nicht nur eine Preiserhöhung ist ein Kaufhemmnis; auch eine Preissenkung kann davon abhalten, auf „Kaufen“ zu klicken. Warum ist das so? In meiner Kinderzeit kamen zweimal pro Jahr die dicken Neckermann-, Otto- und Quelle-Kataloge ins Haus. In der schönen bunten Warenwelt dieser großen Versender gab es nur Festpreise; der im Katalog aufgerufene Preis galt für die gesamte Saison. Heutzutage sind wir daran gewöhnt, dass die Preise online angebotener Produkte regelmäßig angepasst werden, und theoretisch sollte das dem Kunden nutzen. Ein Händler, der lange gültige Festpreise kalkuliert, muss sich gegen Schwankungen beim Einkaufspreis absichern und daher eine Sicherheitsmarge aufschlagen. Wenn er seine…

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Szene

portraitbox Version 5 angekündigt

Der Onlineshop für professionelle Fotografen und Studios bietet künftig auch das Hosting von Videos sowie zusätzliche Verwaltungsfunktionen an.

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