Ästhetik

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Der Mord als schöne Kunst betrachtet

Vor knapp 190 Jahren brachte „Blackwood’s Magazine“ die erste Folge einer Artikelserie des Autors Thomas de Quincey, die später in Buchform unter dem Titel „On Murder Considered as one of the Fine Arts“ – Der Mord als schöne Kunst betrachtet veröffentlicht wurde. Während es in de Quinceys Essay um eine Kritik von Mordfällen nach ästhetischen Kriterien ging, scheinen die Mörder von heute ihre Taten oft von vornherein nach den künstlerischen Vorbildern zu planen, die ihnen das Kino liefert. Die globale technische Infrastruktur, von Überwachungskameras und den DSLRs von Reportagefotografen bis zum Internet und YouTube, wird in den Dienst solcher mörderischen Inszenierungen gestellt. Ich musste unwillkürlich an Thomas de Quincey denken, als ich die Bilder vom Attentat auf den russischen Botschafter…

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