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Klare Regeln für Metadaten

Die Metadata Working Group stellte auf der Photkina erste Spezifikation für die Kompatibilität von Metadaten in der Digitalfotografie vor.

Metadaten, auch als ?Daten über Daten? bezeichnet, sind in der digitalen Fotografie von großer Bedeutung, da sie Digitalfotos mit Informationen versehen. Sowohl für Amateur- als auch für Profifotografen sind Metadaten aus der modernen Digitalfotografie nicht mehr wegzudenken. Sie sind äußerst nützlich beim Publizieren von Bildergalerien und helfen beim Sortieren von Bildern oder dabei, aus einer großen Anzahl von Fotos eine bestimmte Aufnahme herauszufiltern. Die digitale Fotoindustrie hat bereits verschiedene Metadatenstandards hervorgebracht, doch es fehlt an Kompatibilitätsrichtlinien. Zudem lassen sich die Standards nicht trennscharf voneinander abgrenzen. Das heißt, vielfach funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Geräten, Anwendungen und Diensten nicht, weil es keine klar definierten Regeln gibt, die eine einheitliche Benutzung ermöglichen. Auf der Photokina in Köln stellte die Metadata Working Group (MWG) nun ihre erste Spezifikation vor, die Richtlinien zur Steigerung der Kompatibilität und Erhaltung von Metadaten beinhaltet. Sie beschäftigt sich zunächst mit alltäglich genutzten Funktionen von Metadaten digitaler Standbilder. Zudem zeigt sie Überschneidungen verschiedener Standards und Datenbankschemata auf.
Die Metadata Working Group wurde 2007 auf Initiative von Microsoft mit dem Ziel gegründet, diese Kompatibilitätsprobleme zu lösen. Gründungsmitglieder sind Adobe, Apple, Canon, Microsoft und Nokia. Sony schloss sich der Gruppe 2008 als Vorstandsmitglied an. Die Richtlinien der MWG sollen über alle Applikationen, Geräte und Services hinweg anwendbar sein und Fallbeispiele dafür liefern, wie, wann und wo Metadaten in gängigen Dateiformaten verändert werden sollten. Die Spezifikationen werden allen Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt.
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