DOCMA gegen Corona

»DOCMA gegen Corona« – wie funktioniert die Teamauswertung?

Ein fröhliches Hallo und Danke schön! an alle Unterstützer unseres Projekts. Es ehrt Euch, das ihr trotz der Tatsache, das wir uns nun, mehr oder minder offensichtlich, in der »Post«-Corona-Pandemie-Zeit befinden, weiterhin am Ball bleibt.

»Post«-Corona-Pandemie-Zeit – hurra, alles ist wieder beim alten!?

Jedenfalls hab ich diesen Eindruck – das der Schatten des Schreckens der letzten Zeit aufgrund der jetzigen Lockerungen spontan von allen abfällt – und somit eine Rückkehr in die alten Verhaltensmuster für einen Großteil der Bevölkerung selbstverständlich scheint.

Nur so kann ich mir erklären, das ich ältere Menschen beim Einkauf darauf hinweisen muss, das das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Hand, und nicht im Gesicht, tatsächlich nicht mit den geltenden Verordnungen zu vereinbaren ist. Der böse Blick, den ich im Anschluss erhalte, weist mich eindeutig daraufhin, das ich jetzt einer dieser »Spinner« bin, die weiterhin alle mit so etwas drangsalieren und weiterhin auf eine Beschneidung der »Grundrechte« dränge.
Aber andererseits ist nun ja aus dem Internet wirklich hinlänglich zu erfahren, das das Tragen dieses Schutzes sowieso vollkommen wirkungslos ist. So what!?

»Spinner« – nein »Zweckpessimit«!

Ich habe mich für die Einnahme der Rolle des »Zweck-Pessimisten« entschieden, denn ich möchte mich bewusst in eine Win-Win-Situation bringen.

Sollte nun der (schon wieder *stöhn) befürchtete Anstieg der Infektionszahlen ausbleiben, ist das ein großer Erfolg für unsere Gesellschaft und damit natürlich auch für mich.

Sollte dieses Szenario unglücklicherweise eintreten, darf ich leider mit Fug und Recht behaupten, ich hab es euch vorhergesagt!

Jetzt ist, aber genug mit dem Vorgeplänkel und daher endlich zum eigentlichen Thema dieses Beitrages.

Das Folding@home Punktesystem

Auf den ersten Blick kann jeder sehen, das das doch völlig ungerecht ist.

Zum Beweis dieser These:
DOCMA_Support hat inzwischen 468 WUs gerechnet und hat dafür 5,1 Millionen Punkte erhalten, also im Schnitt ca. 11.000 Punkte pro WU. DOCMA_m3tt4ll1k hat 213 Einheiten abgeliefert, bekam dafür ca. 15 Millionen Punkte, also im Schnitt ca 70.000 Punkte pro WU.
DOCMA_ASc bekam für seine Spende nur 4.000 Punkte pro WU gutgeschrieben.

Und wie kann man solche Ungerechtigkeit verstehen!?

Fakt ist, das die WUs unterschiedlich wertvoll sind. Die Verfügbarkeit und Rechenleistung eurer Spendenmaschine beeinflußt offenbar die Höhe eurer Punktebelohnung. Die Größe einer WU, ist gleich der Anzahl der benötigten Rechenschritte um sie fertigzustellen, diese liegt zwischen 500.000 und 2.000.000 und bekommt dafür entsprechende Basispunkte, die durch die Geschwindigkeit mit der die Rücklieferung erfolgt mit zusätzlichen Bonuspunkten belohnt wird. Aus diesen Werten ermittelt sich der geschätzte (estimated) PPD (PointsPerDay)-Wert eurer Spendenmaschine.

Ein Beispiel: Auf einem i7-7700k Prozessor lasse ich alle 8 vorhandenen CPU-Kerne an einer WU arbeiten. Die erhaltene WU hat einen Basiswert von 600 Credits. Der Client schätzt die Berechnungszeit (aufgrund der aktuell eingestellten FoldingPower) auf ca. 2 h, wenn die WU mit diesen Einstellungen abgearbeitet wird, schätzt der Client die Belohnung für diese WU auf ca. 4500 Punkte. Somit liegt der PPD-Wert bei (ca. 12WUs in 24h) ca. 50.000 Credits oder Punkten.

Und wie schafft man dann eine noch höhere Vergütung?

Tja, das klappt nur, wenn man spezialisierte Hardware verwendet – nämlich die GPU (GraphicsProcessingUnit) der Spendenmaschine. Solch eine GPU ist eigentlich in jedem Rechner verbaut, aber leider hängt es vom verwendeten Betriebssystem ab, ob diese fürs »Spenden« auch genutzt werden kann.
Das funktioniert bestens unter Linux und Windows. Im Regen stehen hier leider die User die auf das »beste« Betriebssystem macOS bauen. Den ob der schönen Idee, dieses tolle Produkt in Richtung der Verwendung der phantastischen Welt der AppleStore-Apps zu verschlimmbessern. Und damit noch stärker in die eigene Blase zu verbannen. Sind auf diesem Weg leider alle Nutzer verloren gegangen, die man früher immer mit der Verwendung von Macs assoziierte – die Forschung/Lehre. Leider haben es die Herren in Cupertino, trotz der nun immerhin bereits 16.Version, dieses offenen, auf einem BSD-Kernel beruhenden Betriebssystems, versäumt die für diese Berechnungen notwendige Implementierung der dynamischen CUDA-Bibliotheken zu unterstützen. Und daher kommt es zu dem nahezu lächerlichen Effekt, das meine fast 3000 Euro teure Mac-Workstation (mit einer 8-GB Radeon Pro 580-GPU) mit einem PPD von ca. 50.000 herumdümpelt. Während der 2 Jahre ältere ca. 1000 Euro teure Windows-PC (i7-6700k mit 4GB Geforce GTX 960-GPU) sich mit einem PPD-Wert von ca. 230.000 an der Kapazitätsspende beteiligt.

Ja, aber dann kann ich doch meinen Mac wieder abschalten, oder?

Ich würde angesichts des eigentlichen Ziels dieses Projekts sagen – NEIN!
Es ist richtig, das das Projekt im Moment sehr von der Beteiligung einiger BitCoin-Schürfer (die haben Maschinen mit diversen GPUs) profitiert. Die Schürfer liegen in der Punktewertung mit 1.150.000.000.000 bei 26.500.000 WUs, also ca. 43.000 Punkte pro WU, ziemlich allein an der Spitze.
Aber die die Hauptlast wird immer noch von den Anonymen Spendern getragen. Diese lieferten 208.510.000 WUS ab und erhielten dafür 559.100.000.000 Punkte, also nicht einmal 2700 Punkten pro WU.

Na also, dann lassen wir doch lieber die Schürfer das Problem lösen?

Prinzipiell eine gute Idee, aber bitte bedenkt, das sobald der Markt für BitCoins wieder attraktiver wird, sind die auch weg. Ich habe vor 3 Tagen darüber geschwärmt, das das Projekt innerhalb von nur 14 Tagen um einen ganzen »virtuellen« SuperMUC NG (27.000 PetaFLOPs) gewachsen ist.

Stand heute ist, das der »virtuelle« SuperMUC NG sich einfach wieder in Luft aufgelöst hat. Dabei hat er dann (wahrscheinlich wegen der Lockerungen) auch gleich noch 2 seiner virtuellen Brüder mitgenommen.

Aktuelle steht dem Projekt noch eine theoretische Rechenleistung von 1,287 ExaFLOPs zur Verfügung und somit leider 3% weniger als zu Anfang unserer Projektbeteiligung. – An uns kann das nicht liegen!

Naja, aber wie eingangs erläutert befinden wir uns, inzwischen ja in der »Post«-Corona-Pandemie-Zeit. Wer will den »virtuellen« Supercomputern ihren »Freiheitswunsch« da schon übel nehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen:

Bleibt gesund & happy folding!


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Andreas Rohde

Die Inhalte dieser Artikel spiegeln ausschließlich die persönliche Sicht des Autoren! Es besteht ausdrücklich keinerlei Zusammenhang, mit der durch die Redaktion der DOCMA publizierten und vertretenen Position.

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