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Arbeit im Detail: „Last Paracute“ von Andreas Rainer

Bilder mit Geschichten Der DOCMA-Award zum Thema Super-Short-Story-Telling SSST Ein Bild friert einen Augenblick aus einer Handlung ein. Streng genommen hat es keine zeitliche Erstreckung. Lediglich seine Betrachter brauchen eine gewisse Zeit, um es aufzunehmen. Bei Aktfotos oder Stillleben gehört Zeitlosigkeit zu ihrer Natur, denn sie kom¬men ohne Handlung aus. Sportfotos, Actionfotos oder Reportageaufnahmen dagegen fixieren einen Moment. In früheren Epochen der Kunstgeschichte war es nicht unüblich, Bilder ähnlich wie Erzählungen aufzubauen. Einzelne Episoden einer Handlung wurden dabei wie Stationen entlang eines Weges aufgereiht. Eine ganz andere Rolle spielt die Dimension der Zeit und ihre Darstellung im Bild beim diesjährigen Wettbewerb des Magazins DOCMA. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten eine kurze Geschichte erzählen – mit nicht mehr als 300 Buchstaben. Dies konnte eine eigene Story sein, aber auch eine Zeile aus einem ihnen wichtigen Gedicht, einem Song oder einem Text, die es dann zu visua¬lisieren galt. Wie in frühen Texten gefordert (etwa Lessings „Laokoon“ von 1766), sollte im Bild der für die Handlung entscheidende Höhepunkt wiedergegeben werden – was den Unterschied der bildenden Kunst zur Literatur definiert. Es gibt erkennbar ein Vorher, das zu diesem Zustand geführt hat, und ein Nachher, das aus diesem Zustand folgen wird. Das sehen wir zwar nicht direkt im Bild, aber es transportiert dennoch diese Informationen. Je mehr uns der eingefrorene Augenblick über die gesamte Handlung verrät, um so aussagekräftiger ist das Bild, das uns so das Davor und Danach erahnen lässt. Der Wettbewerb des Fachmagazins DOCMA hat sich seit 2003 zum Ziel gesetzt, allen, die professionell oder privat mit den Mitteln digitaler Bildbearbeitung Kunstwerke erschaffen, ein Forum zu bieten und den Nachwuchs in diesem Bereich zu fördern. Viele heute bekannte Künstler und Illustratoren haben ihre Karriere als Gewinner des DOCMA-Awards begonnen. Seit Anfang an gibt es – der fairen Vergleichbarkeit wegen – drei Teilhehmerkategorien: Lehrlinge, Gesellen und Meister. Jeder nimmt diese Einordnung für sich selbst vor … und muss sich dann entsprechend an den Leistungen der gewählten Gruppe messen lassen. Eine Jury aus Künstlern, Sponsoren und der Heftredaktion diskutiert und bewertet in mehrtägigen Sitzungen die – mehr als tausend – eingereichten und anonymisierten Arbeiten. Das Museum für Kommunikation stellt als Partner des Wettbewerbs seit vielen Jahren die besten Bilder aus.

Zwei Jahre war sie im Kartell gefangen und wurde schlussendlich dazu gezwungen, den Sohn des Paten zu heiraten. Doch auf dem Weg zur Hochzeit gelang ihr ein letzter Anlauf zur Flucht. Schnell öffnete sie die Heckrampe und schnappte sich den letzten Fallschirm, bevor sie zum Sprung in die Freiheit ansetzte.

Mit seinem Bild „Last Paracute“ errang Andreas Rainer den 5. Platz in der Kategorie „Meister“.

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  1. gerke

    vorab: das Bild gefällt mir; man sieht den Aufwand und die sorgfältige Umsetzung, vor allem die gelungene Farb- und Licht-Stimmung!

    aber … ist der Typ hinten dran der Pilot? Wer steuert die Maschine (das würde zumindest deren Schieflage erklären).

    Und vor allem: der Braut wünsche ich alles Gute – so locker, wie sie den Fallschirm-Rucksack angehängt hat, dürfte es eine ziemlich harte Landung werden 😉

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