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Scharfe Kurven

Der Filter „Schwingun­gen“ ist zwar antiquiert, aber dennoch leistungsfähig. In der aktuellen DOCMA-Ausgabe zeigen wir Ihnen, was Sie ­damit ­machen können.

Es gibt, das sei gleich vorausgeschickt, nicht viele Anlässe, bei denen die Anwendung des Verzerrungsfilters »Schwingungen« wirklich hilfreich und sinnvoll ist. Wenn Sie aber genau wissen, was dieses Modul leistet und wann es bestimmte Gestaltungsprobleme lösen kann, ist an den Ergebnissen trotz des hohen ­Alters der Software nichts auszusetzen.
»Schwingungen« gehört zu den »Verzerrungsfiltern«; es verlagert also Pixel nach bestimmten Vorgaben an andere Bildstellen. Diese Verlagerung geschieht entlang von Sinuskurven, die waagerecht, senkrecht oder beides vermischend verlaufen können. Weniger vertraut ist vielleicht, dass Sie ebenso mit Dreieck- und Quadrat-Kurven arbeiten können.
Um die Verzerrung auf die waagerechte oder senkrechte Achse zu beschränken, finden Sie zwei Regler für »Skalieren«; der obere für »Horiz(ontal)«, der untere für »Vert(ikal)«. Leider ist der kleinste Wert, den Sie hier einstellen können, 1?%. Das führt dazu, dass bei hohen Ausschlägen auch die eigentlich geschützte Richtung mit betroffen ist.
Die Kurven werden definiert durch ihre »Wellenlänge« und »Amplitude«, also den Abstand zwischen zwei Wellenbergen einerseits und die maximale Abweichung von der Nulllinie andererseits. Für diese beiden Parameter lässt sich aber nicht nur ein fester Wert vorgeben, sondern zwei, die die mögliche Varianz von »Wellenlänge« und »Amplitude« bestimmen (genau genommen mit einer jeweiligen minimalen Abweichung von 1, sie können nicht gleich groß sein.) Diese Varianz macht sich erst dann bemerkbar, wenn Sie »Anzahl Generatoren« auf höher als 1 setzen.
Natürlich kann man per »Schwingungen« verrückte Muster generieren, die jedoch kaum voraussehbar sind. Der ideale – und am besten planbare – Einsatzbereich des Filters ist das gleichmäßige Verzerren von Bildinhalten mit nur einem »Generator« bei »Skalierung« einer der beiden Achsen mit dem Minimalwert 1. Das führt zu gut einschätzbaren Wellenformen (oder Dreiecken beziehungsweise Quadraten), wobei alle Wellenzüge ordentlich parallel zueinander verlaufen. Diesen ­Effekt bekommen Sie auf andere Weise nicht (oder jedenfalls nicht so schnell und komfortabel) hin. Die Auswirkungen von »Wellenlänge« können Sie einfach mit den ­Pixelmaßen der Bilddatei abstimmen. »Schwingungen« ist ein eher langweiliger, im Einzelfall aber durchaus hilfreicher Filter, der »Transformieren > Verformen« in sinnvoller Weise ergänzt.

1. Unsere Test-Dateien
Es ist wenig sinnvoll, die komplexen Auswirkungen des »Schwingungen«- Filters an einem Foto nachvollziehbar darzustellen. Als Betrachter wüsste man kaum, welche Bildstelle an welche andere verlagert wurde. Für einfache »Schwingungen« geben wir daher das Feld aus zwei schwarzen und zwei weißen Rechtecken vor, für kompliziertere die farbige Variante mit Farbfeldern und einem überlagernden schwarzen Quadratgitter.

2. Die Filteroberfläche
Die Oberfläche ist in sieben Bereiche gegliedert: [1] »Anzahl Generatoren« für Wellenformüberlagerungen (Schritt 5 bis 10); [2] »Wellenlänge« (Schritt 3); [3] »Amplitude« (Schritt 4); [4] »Skalieren« (Schritt 11); [5] Art (Schritt 12 und 13); ]6] Vorschaufenster; [7] »Undefinierte Bereiche« (Schritt 12]. Verwenden Sie »Abbrechen« mit der »Alt«-Taste, wird es zu »Zurücksetzen« (auf zuletzt benutzte Werte), mit der »Strg-/Befehlstaste« zu »Standard« (Zurücksetzen auf Standardwerte).

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Diesen Artikel können Sie in voller Länge in DCMA 61 lesen.

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