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Erschaffung der Welt 2.0

Atemberaubende Motive, fantastische Szenen: Wie entsteht so etwas eigentlich? Reichen Photoshop und ein paar Bilddateien aus? Nein, sagt Composing-Spezialist Uli Staiger. In unserem Premiumworkshop zeigt er, wie Sie an ein wirklich großes Projekt herangehen.

Es ist erst ein paar Jahre her, da wurde die Disziplin ?Bildbearbeitung?, in Anlehnung an die elektronische Datenverarbeitung auch ?EBV? genannt. Heute spricht man allgemeinhin von der ?Post?, also der Post Production als dem Teil der Bildgenese, der nach dem Fotografieren kommt. Das kann eine simple Tonwertkorrektur sein, um das Bild hübsch zu machen, oder in eine ziemlich komplexe ­Angelegenheit ausarten. Schauen wir genauer hin, dann müssen wir zugeben, dass es meist eine bunte Mischung aus verschiedenen Programmen und Produktionsabschnitten ist, die ein anspruchsvolles Motiv zur Umsetzung benötigt. Und doch beginnt alles ganz einfach: Mit einer guten Idee, Bleistift und Papier.
Wenn man auf der Suche nach neuen Motiven oder Herausforderungen durchs Netz surft, wird man mit einer Vielzahl von zum Teil atemberaubenden Motiven belohnt, bei denen man sich nur kleinlaut fragt: Wie haben die das bloß gemacht!? Die unbeantwortete Frage führt in der Regel zu eigenen Versuchen, das Gesehene selbst umzusetzen, was oft in der Erkenntnis mündet, dass man so etwas den Profis überlassen sollte. Wer auch immer das sein mag. Schuld an der gestalterischen Bauchlandung sind aber oft nicht die mangelnden Fähigkeiten oder die zu schwache Vorstellungskraft des Bildschaffenden, sondern der Anspruch, Bildwelten innerhalb von ein paar Stunden auf den Monitor zu zaubern. Denn schließlich ist das Netz voll von Plug-ins und vermeintlichen Gestaltungshilfen, und bei dem, was aktuelle Programme heute alles können, verliert manch ein Kreativer den Überblick und verwechselt Schaffenskraft mit Rechnerpower. Schade um viele gute Ideen.

Der Strahl des Wasserhahns kann erst dann fotografiert werden, wenn das Hauptmotiv so weit aufgebaut ist, dass es als Hintergrund für den Wasserstrahl dienen kann. Stellen Sie die Kamera aufs Stativ und richten Sie sie auf den Monitor. Im Sucher sollte er formatfüllend zu sehen sein. Damit Sie eine möglichst kurze Belichtungszeit erzielen, stellen Sie den Monitor auf die hellste Stufe. ­Direkt vor dem Objektiv wird ein Eimer postiert, der das Wasser auffängt, welches Sie, oder besser ihr Assistent, vor der ­Kamera ausschütten. Es sind vermutlich ein paar Versuche notwendig, bis der Strahl scharf fokussiert ist und an der richtigen Stelle sitzt. Laden Sie die Datei auf den Rechner, stellen Sie den Wasser­strahl frei und maskieren Sie ihn oben und unten so, dass er genau zwischen den Ausguss des Wasserhahns und die Auftreffstelle passt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DOCMA 39 (2-2011). Sie können das Heft direkt bei uns im Webshop bestellen.

Das Inhaltsverzeichnis und die Arbeitsmaterialien zu den Workshops im Heft finden Sie hier.

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