Enzyklopädie

Lasso und Zauberstab kombinieren

Nach dem Überblick der Kombinationsmöglichkeiten, die Photoshop für seine Auswahlen bietet, möchte ich Ihnen an ein paar Beispielen den praktischen Einsatz demonstrieren: Bei diesem Bild habe ich für den Zauberstab eine relativ hohe Toleranz gewählt, um alle vorkommenden Blautöne und einen Teil der diffusen Wolken zu selektieren. Dabei wurden allerdings auch helle Randbereiche der Dacheindeckung und des Ornaments mit ausgewählt (links). Im nächsten Arbeitsschritt entfernte ich daher diese zu weit ausgedehnten Auswahlzonen mit dem Lasso bei gedrückter Alt-Taste, um nur die Himmel-Selektion übrig zu lassen. Hier ist es umgekehrt: Die Toleranzeinstellung des Zauberstabs reichte nicht aus, um neben dem blauen Himmel auch die Wolken einzubeziehen (oben). Das bringt weniger Nachbearbeitungsbedarf am Dach mit sich, führt aber zu anderen Problemen. Großflächig…

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Konturen scharfzeichnen

Ein Hauptproblem beim Schärfen ist die Ausbreitung des Effekts auf Bildbereiche, die man vor diesem Einfluss gern schützen würde. Wenn die Filter sich nicht darauf beschränken, Konturen hervorzuheben und Flächen unberücksichtigt zu lassen, müssen Sie sie dazu zwingen. Dazu brauchen Sie eine Auswahl, die nur Konturen freigibt und den Rest des Fotos maskiert, also schützt. Suchen Sie zunächst den kontrastreichsten Farbkanal – hier Grün – und duplizieren Sie ihn als neuen Alphakanal (ein zusätzlicher Kanal, um dauerhaft Graustufeninformationen zu speichern). Wenden Sie auf den neuen Kanal einen Filter an, der Kontrastkonturen erkennt und hervorhebt. Ich habe den Stilisierungsfilter „Leuchtende Konturen“ eingesetzt (rechts); versuchen Sie es auch mit „Konturen finden“ (Filterergebnis anschließend invertieren). Sie können das Ergebnis des Konturen-Filters unverändert lassen…

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Großflächige Beschädigungen retuschieren

Bei großflächigen Beschädigungen hängt das weitere Vorgehen stark mit dem Motiv zusammen. Kommen die betroffenen Bereiche ohne Detailinformationen aus, kann es reichen, mit einer Auswahlretusche zu arbeiten. Muss ein Hintergrund „gestreckt“ werden, so arbeiten Sie sich am besten mit dem Stempelwerkzeug von allen Seiten an die Mitte der Stelle heran oder kopieren ande­re Teile des Hintergrundes manuell auf Ebenen an diese Stelle und passen sie mithilfe von Ebenenmasken ein. In diesem Fall ließen sich die Risse, die durch die Ablösung der Emulsionsbeschichtung des Negativs enstanden sind, recht einfach wieder zusammenfügen. Zunächst wurden die Bildteile mithilfe des magnetischen Lassos ausgewählt und anschließend auf eigene Ebenen kopiert. Danach konnten sie durch Skalierungen und Verzerrungen soweit angepasst werden, dass die Anschlüsse weitestgehend stimmten.…

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Auswahlen kombinieren

In der Regel erzeugen Sie eine Auswahl nach der anderen – nicht nur, weil das dem Arbeitsablauf entspricht, sondern weil eine bereits angelegte Auswahl automatisch verschwindet, sobald Sie eine neue erzeugen. Das ist unabhängig davon, auf welche Weise die vorhandene oder die neue zustande kommt, ob es sich um eine Rechteck-, Lasso- oder farbbasierte Auswahl handelt. Daher ist die Grundeinstellung jedes Auswahlwerkzeugs, oben in der Optionen-Palette ablesbar, das hellgraue Quadrat auf dunkelgrauem Grund, das dieses Nacheinander der Auswahlerzeugungen symbolisiert. In vielen Fällen ist es jedoch wünschenswert, mehrere Auswahlen miteinander zu kombinieren, um genau den Bereich zu erhalten, den man benötigt. Dafür gibt es die drei weiteren Symbole in der Optionen-Palette. Ich würde allerdings empfehlen, diese nur im Ausnahmefall einzusetzen und…

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Verwischte Bildteile sichtbar machen

Manchmal möchte man ein Bild nicht deswegen nachschärfen, um es ästhetisch befriedigender aussehen zu lassen, sondern einfach deswegen, um überhaupt etwas darauf zu erkennen. Zwar ist in diesem Fall klar, dass es sich um das Heckteil eines Straßenkreuzers handelt, die Identifizierung der Autonummer ist wegen der starken Verwischung aber nahezu unmöglich. Übliche Scharfzeichner könnten in diesem Fall das Problem nicht lösen – der „Selektive Scharfzeichner“allerdings schon. Hier kann ein Filter weiterhelfen, den man zunächst mit einer solchen Problemlösung kaum in Verbindung bringen würde: Der „Relief“-Filter, den Sie im Menü unter den „Stilisierungsfiltern“ finden. Wie zuvor duplizieren Sie zunächst die Hintergrundebene und setzen sie auf den Verrechnungsmodus „Überlagern“ oder auch „Hartes Licht“. Stellen Sie nun „Höhe“ und „Stärke“ nach Augenmaß ein.…

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Bilder mit vielen Schäden retuschieren

Der Filter „Staub und Kratzer“ hilft als Retuschevorbereitung auch bei Vorlagen mit vielen Knicken und Rissen. Allerdings sollte er dabei nur auf die schadhaften Bildstellen angewandt werden. Duplizieren Sie zunächst die Ausgangsebene. Danach wechseln Sie mit der Taste „Q“ in den Maskierungsmodus und tragen nun vorsichtig mit dem Pinsel eine Maske auf alle betroffenen Bereiche auf. Durch erneutes Drücken der „Q“-Taste verwandeln Sie die Maske in eine Auswahl und kehren diese anschließend mit dem Befehl „Strg+I“ (Mac: „Befehl+I“) um. Die Auswahl verwandeln Sie in eine Ebenenmaske und wenden abschließend den Filter „Staub und Kratzer“ mit geeigneten Werten auf die Ebenenkopie an. Die Alternative: Filter auf Ebenenduplikat anwenden, eine schwarze Ebenenmaske erzeugen und weiße Striche in der Maske auftragen.    …

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Auswählen nach Grundfarben

Während Sie in der Regel im „Auswahl“-Menü des Fensters „Farbbereich auswählen“ die Vorgabe „Aufgenommene Farben“ verwenden werden, gibt es drei weitere Optionen: Haben Sie es mit einem Bild zu tun, in dem Sie eine einzelne, relativ reine Farbe selektieren wollen, so klappen Sie das Menü auf und wählen aus Rot-, Gelb-, Grün-, Cyan-, Blau- oder Magentatönen. Der Toleranz-Regler ist in diesem Fall deaktiviert. Alternativ können Sie an dieser Stelle vorgeben, dass Photoshop die Lichter, also die hellsten Bildstellen, die Mitteltöne oder die Tiefen, die dunkelsten Bildstellen, auswählen soll. Die schraffierten Bereiche des Schwarzweißverlaufs unten zeigen, welche Zonen dabei jeweils selektiert werden. Den Eintrag „Außerhalb des Farbumfangs“ können Sie nutzen, um bei der Umwandlung eines RGB-Bildes in den CMYK-Modus – der…

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Tipp: Schärfen mit dem Hochpass-Filter

Neben Photoshops gebrauchsfertig mitgelieferten Schärfungsfiltern gibt es einige andere Verfahren, die ein vergleichbares Ergebnis auf ganz anderem Weg erreichen. Sie erinnern sich an die simulierte Unscharfmaskierung über „Bildberechnungen“. Das dabei als Zwischenstufe entstandene graue Bild mit hervorgehobenen Konturen lässt sich auch auf einfachere Weise herstellen. Beginnen Sie, indem Sie die Hintergrundebene duplizieren; das Tastenkürzel dafür ist, wie erwähnt, Strg-/Befehlstaste-J. Setzen Sie die obere Ebene auf den Verrechnungsmodus „Überlagern“; in älteren Photoshop-Versionen hieß das „Ineinanderkopieren“. Das Foto zeigt übrigens die Abteikirche von Pontigny. Gehen Sie in der Ebenenpalette zu der duplizierten Ebene und wenden Sie darauf den Filter „Hochpass“ mit einem nicht zu hohen Radius-Wert an. Der Filter erzeugt eine gleichmäßig graue Fläche des mittleren Grauwertes 128; dunkle und helle Stellen…

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Tipp: Staub und Kratzer retuschieren

Kleine Defekte wie Kratzer oder Flecken bieten alte Fotos im Überfluss. Dagegen helfen wahlweise das Stempel-Werkzeug oder die Reparatur-Pinsel. Welches Tool man einsetzt, hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben oder der eingesetzten Photo­shop-Version, sondern auch von den Bildfehlern selbst ab. Den Reparatur-Pinsel – oder den noch einfacher zu bedienenden Bereichsreparatur-Pinsel – sollte man nur in flächigen Bereichen ohne harte Kontrastkanten einsetzen, da er sie aufweicht. Das Stempel-Werkzeug dagegen eignet sich mit harter Werkzeugspitze vorzüglich zur Wiederherstellung von kontrastreichen Kantenverläufen. Bei vielen Stellen auf einem einfach strukturierten, wenig scharfem Hintergrund kann man auch größere Bereiche auswählen, um diese dann mit dem Filter „Staub und Kratzer” und für das Motiv geeigneten Werten zu überarbeiten. In der Regel überprüft man die Vorlage zunächst…

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Tipp: Vorschau bei „Farbbereich auswählen“

Die Kombination der Ansichten im Vorschau-Fenster des Einstellungsfeldes und der Vorschau des Bildes selbst erlauben eine sehr genaue Abschätzung des Auswahlergebnisses bereits vor seiner Anwendung. In der Regel ist es am sinnvollsten, das Bild selbst in der Originalansicht zu belassen und die Darstellung im Vorschau-Fenster auf „Auswahl“ zu setzen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Selektion nicht durch Auswahlgrenzen wiedergegeben wird, sondern wegen der graduellen Umsetzung als Maske – dunkle Bereiche sind maskiert, helle ausgewählt. Durch Wahl der Option „Bild“ (oder Drücken der Strg-/Befehlstaste) schalten Sie in die Bildansicht um. Mit der Pipette können Sie aus allen drei Ansichtsvarianten die Farbaufnahme vornehmen.   Wenn Ihnen die Auswahl- beziehungsweise Maskendarstellung im recht kleinen Vorschaufenster des Feldes nicht ausreicht, können Sie vorübergehend…

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Tipp: Schärfen in Lab

Lab-Modus Vor allem bei Bildern mit zarten Farben und starken Kontrasten zwischen dünnen Elementen und einem hellen Umfeld kann eine Schärfungsmethode sinnvoll sein, die es vermeidet, dass durch das Schärfen entlang der Konturen kräftige Farbsäume entstehen. Ein digitales Farbbild setzt sich aus mehreren Kanälen zusammen; beim RGB-Bild sind das Rot, Grün und Blau (sowie am Kopf der Kanäle-Palette die Mischansicht der drei, der Kompositkanal), beim CMYK-Bild Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Ein weiteres Farbmodell ist „Lab“ mit einem Kanal für die Helligkeitswerte (L steht für Luminanz, was ungefähr dasselbe ist) und zwei Farbkanälen a und b, auf die wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen müssen. Eine Umwandlung von RGB- in den Lab-Modus nehmen Sie vor unter „Bild>Modus>Lab“.   Schärfen…

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Tipp: Sensorstaub retuschieren

Wer Senorstaub von einem oder mehreren Bildern entfernen muss, dies aber nicht im Camera Raw-Modul von Photoshop tun kann oder will, muss sich anders behelfen. Wählen Sie zunächst in einem Referenzbild ein Staubkorn oder mehrere so präzise wie möglich aus und speichern Sie die Auswahlen in einem Alphakanal. Dann laden Sie den Alphakanal und wenden auf die Auswahl den Störungsfilter „Staub und Kratzer“ mit einer Stärke an, die das Staubkorn verschwinden lässt. Bei der Anwendung für mehrere Bilder zeichnen Sie eine Aktion auf. Achten Sie bei der Aufzeichnung darauf, den Alphakanal über die Zwischenablage einzusetzen, statt ihn erneut anzulegen, und löschen Sie ihn nach Abschluss der Bearbeitung wieder, um die Bildgröße nicht unnötig aufzublähen. Die Anwendung auf ganze Verzeichnisse mit…

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Tipp: Farbbereich auswählen

Das Feld „Farbbereich auswählen“ finden Sie im Menü „Auswahl“. Es besteht aus einem Listenmenü für die Festlegung der Farbauswahl, dem Toleranz-Regler, einem Vorschau-Bereich, einer Festlegung der Auswahlvorschau sowie Pipetten-Symbolen für Auswahl, Auswahladdition und -subtraktion (siehe Seite 36/37). In der Regel werden Sie mit „Aufgenommene Farben“ (Menüeintrag oben) arbeiten; dann ist die Pipette aktiviert, mit der Sie sowohl aus dem Bild wie dem Vorschaufenster wählen können. Tipp: Eigentlich gibt es für „Farbbereich auswählen“ keinen Tastenbefehl. Den hier im Menü angezeigten – Control+Befehl+F (Mac OS) – habe ich unter dem ab CS verfügbaren Eintrag „Tastaturbefehle“ selbst angelegt. Haben Sie im Menü „Auswahl“ oben im Fenster „Aufgenommene Farben“ vorgegeben, können Sie nach dem Anklicken einer Bildstelle mit dem Toleranz-Regler festlegen, welche ähnlichen Farben…

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Die Option „Verblassen“ beim Selektiven Scharfzeichner

Profis haben an „Unscharf maskieren“ häufig kritisiert, dass dieser Filter nur eine harte „Schwellenwert“-Grenze zwischen geschützten und ungeschützten Pixeln und ihren Kontrastunterschieden zulässt. Schalten Sie beim „Selektiven Scharfzeichner“ die Option „Erweitert“ ein, so bietet Ihnen der Filter zwei weitere Einstellungsfelder für „Tiefen“ und „Lichter“ , und zwar jeweils für „Verblassen“, „Tonbreite“ und „Radius“. Obwohl dieses „Verblassen“ einige Funktionen mit dem früher beschriebenen gemeinsam hat, geht es hier nicht um genau dasselbe: Nicht die bereits erfolgte Filterwirkung wird hier teilweise zurückgenommen, sondern es wird festgelegt, welche Bildbereiche in welcher Ausprägung geschärft oder vor Schärfung geschützt werden. (Abbildung: Originalbild, geschärft wie in 32, mit „Verblassen“-Einstellungen)   Dieser Tipp stammt aus Band 3 der Photoshop-Enzyklopädie, den Sie in unserem Webshop als e-Book kaufen…

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JPEG-Artefakte retuschieren

Bilder, die fürs Internet stark verkleinert und komprimiert wurden, wieder druckbar zu machen, ist eine Herausforderung. Vergrößern Sie das kleine JPEG zunächst auf die Druckgröße. Wählen Sie als Interpolationsmethode „Bikubisch“, dann rechnet Photoshop das Bild mit leichter Weichzeichnung hoch. Bei mittleren Kompressionsqualitäten kann allein diese Interpolation schon einen Großteil der Artefakte entfernen. Ein optionaler Trick besteht darin, das Bild in zwei Schritten hochzurechnen. Zunächst errechnen Sie die doppelte bis dreifache Endgröße. Im zweiten Durchgang erst reduzieren Sie das nun viel zu große Bild auf die endgültigen Druckmaße. Das folgende Verfahren hängt im Detail sehr vom Motiv ab. Prinzipiell geht es darum, zunächst durch den Einsatz einer zweiten, weichgezeichneten Ebene die Ausgangsbasis zu verbessern. Hier habe ich die Hintergrundebene dupliziert und…

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Die Zauberstab-Option „Glätten“

Eine weitere Option des Zauberstabs, welche das Ergebnis der Selektion beeinflusst, ist „Glätten“, ebenfalls in der Optionenleiste aktivierbar. In der Regel sollte „Glätten“ eingeschaltet sein, da die Ergebnisse in den Randzonen zu nicht mehr ausgewählten Farben hin für die meisten Zwecke besser sind. Links sehen Sie die resultierende Auswahl ohne Glättung, rechts bei eingeschalteter Option. Noch deutlicher als in der Ansicht der Auswahlgrenze wird der Unterschied in der Maskenansicht (unten und unter der Lupe). Allerdings arbeitet der Zauberstab auch bei Glättung immer nach dem Entweder-Oder-Prinzip: Ein Pixel gehört zur Auswahl oder nicht.   Dieser Tipp stammt aus Band 1 der Photoshop-Enzyklopädie, den Sie in unserem Webshop als e-Book kaufen können.  

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Die Zauberstab-Option „Alle Ebenen aufnehmen“

Ein Bildeingriff aufgrund einer vorgenommenen Auswahl, etwa eine Helligkeitsänderung, beeinflusst bei mehreren Ebenen zwar nur die gerade aktivierte, dennoch ist es gelegentlich wünschenswert, alle Farben innerhalb des Toleranzbereichs auf sämtlichen Ebenen zu selektieren. Ab Photoshop CS2 wird diese Möglichkeit angeboten; in der Optionen-Palette können Sie „Alle Ebenen aufnehmen“ aktivieren. Bei deaktivierter Option (oben) wird nur der blaue Bereich der oberen Ebene ausgewählt, nach der Aktivierung sind entsprechende Bereiche aller sichtbaren Ebenen betroffen.   Dieser Tipp stammt aus Band 1 der Photoshop-Enzyklopädie, den Sie in unserem Webshop als e-Book kaufen können.

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Chromatische Aberration korrigieren

Von einer Chromatischen Aberration spricht man bei einem häufig auftretenden Fehler, zu dem es kommt, wenn das Objektiv verschiedene Farben-Frequenzen nicht auf denselben Punkt fokussieren kann. Der Regler „Chromatische Aberration B/G“ korrigiert die dabei entstehenden blau-gelben Farbränder. Um die Wirkung beurteilen zu können, sollten Sie in hohen Zoomstufen auch jenseits von 100 Prozent Darstellungsgröße arbeiten. Die entsprechende Funktion dafür finden Sie wahlweise in Camera Raw bei den Objektiv-Korrekturen und ab CS2 in Photoshop selbst bei den Verzerrungsfiltern unter „Blendenkorrektur“. Ab CS3 heißt die Funktion „Objektivkorrektur“. Chromatische Aberrationen können jedoch auch entstehen, weil mit jeder Lichtfarbe ein klar abgegrenztes Bild generiert wird, die Einzelbilder jedoch eine leicht unterschiedliche Größe haben. Diese Art der Aberration führt zu Komplementärfarbsäumen in Bereichen, die sich…

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Selektiv Scharfzeichnen bei Bewegung

Viele Aufnahmemängel durch Unschärfe entstehen auf Grund unzureichender Fokussierung – der Brennpunkt des abgebildeten Objekts liegt nicht exakt auf der Filmbühne beziehungsweise dem Chip. Eine Unschärfe anderer Art ist die durch Bewegung zustande gekommene; dabei wird entweder die Kamera während der Belichtungszeit nicht still gehalten oder das Objekt selbst bewegt sich. Bisher gab es nur die Möglichkeit, diesen auf unterschiedlichem Weg entstandenen Fehlern mit allgemeinem Schärfen entgegenzuwirken. Der „Selektive Scharfzeichner“ bietet mit der „Entfernen“-Option „Gaußscher Weichzeichner“ zunächst die Möglichkeit, dem in Analogie zu „Unscharf maskieren“ zu Leibe zu rücken. Als weitere Alternative unterstützt der Filter unter „Entfernen“ aber auch „Bewegungsunschärfe“. Wegen der eingangs beschriebenen Probleme der Verwischung von Bildinformation über eine größere Fläche mit gleichzeitiger Überlagerung von Bildpunkten (siehe Seite…

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Die Zauberstab-Option „benachbart“

Sowohl die vorgegebene Farbtoleranz wie die mit dem Zauberstab angeklickte Stelle sind im Bild rechts jeweils identisch, trotzdem unterscheiden sich die einbezogenen Auswahlbereiche in der oberen und unteren Version erheblich. Das liegt an der Option „Benachbart“, die im Beispiel oben aktiviert ist, unten dagegen nicht. Werden benachbarte Pixel ausgewählt, so reicht die Selektion nur so weit, bis Pixel abweichender Farbigkeit erreicht sind. Ist „Benachbart“ dagegen nicht aktiviert, werden alle Pixel im Bild ausgewählt, die der vorgegebenen Farbtoleranz entsprechen. Da die Farbbereichsauswahl in der Regel besser steuerbare Ergebnisse liefert als der Zauberstab mit deaktiviertem „Benachbart“, wird er meist mit dieser Option eingesetzt. Mitunter geschieht es, dass trotzdem Bereiche in die Auswahl einbezogen werden, die eigentlich durch angrenzende Farben ausgeschlossen sein sollten.…

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