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Medizin-Nobelpreis für Präsident Trump!

Wie ein guter Vorschlag von der Lügenpresse lächerlich gemacht wurde

Viele haben besserwisserisch die geniale Idee von Präsident Trump lächerlich zu machen versucht, das bösartige Corona-Virus durch Injektion von Desinfektionsmitteln zu besiegen. Dabei sollte in dieser Krise wirklich jeder Vorschlag dankbar aufgegriffen werden, der erfolgversprechend scheint. Hat der Präsident doch einen simplen Analogieschluss gezogen, auf den die neunmalklugen Wissenschaftler selbst nicht gekommen sind: Wenn Desinfektions- und Bleichmittel Viren außerhalb des Körpers abtöten, fragt Doc Baumann, warum dann nicht auch drinnen?

Medizin-Nobelpreis für Präsident Trump!
Medizin-Nobelpreis für Präsident Trump! / Foto und Montage: Doc Baumann

Ich hatte vor dem Einschlafen mal wieder zu lange Fernsehen geschaut und in irgendeiner Nachrichtensendung noch einmal die Pressekonferenz gesehen, in der Präsident Donald Trump seine neuesten Gedanken zum Corona-Virus erläuterte: Man könne doch versuchen, das Corona-Virus mit sehr hellem Licht abzutöten, das man irgendwie in den menschlichen Körper einleite. Alternativ, da Desinfektionsmittel den Viren bekanntlich beim Säubern von Händen oder Türklinken den Garaus machen, könne man mal versuchen, diesem Wirkmechanismus auch auf intravenösem Wege zum Erfolg zu verhelfen.

Beide Ideen bauen auf empirisch gesicherten Fakten auf. Zur Einwirkung von Licht und Wärme hatten Wissenschaftler bereits Thesen entwickelt und Experimente eingeleitet. Dass Desinfektionsmittel helfen, ist inzwischen Alltagswissen. Aber es bedurfte erst eines stabilen Genies wie Donald Trump (laut Selbsteinschätzung – und wer sollte es besser wissen als er selbst?), diese Ansätze kreativ zu Ende zu denken.

Es ist uraltes hermetisches Wissen: Wie oben, so unten. Da ist der gedankliche Sprung nicht weit zu: Wie außen, so innen. Wäre diese Idee von irgendjemandem gekommen, hätte sie wohl kaum eine Chance gehabt, weltweit verbreitet zu werden. Aber was machten Wissenschaftler und Journalisten daraus? Statt dankbar für die Anregung zu sein, statt sie wenigstens ernsthaft zu prüfen, wurde der Präsident mit Hohn und Spott überschüttet. Entspricht das der wissenschaftlichen Ethik? Ohne Doppelblindtests einfach zu behaupten, das sei hochgefährlich bis tödlich? Woher wollen sie das denn wissen, ohne es ausprobiert zu haben? Und es gibt bestimmt Wege, helles Licht ins Körperinnere zu leiten. Dann werden wir ja sehen, was passiert.

Als seien meine kritischen Gedanken erhört worden, folgte nun eine Reportage über breit angelegte Experimente des medizinischen Dienstes der US-Navy, die Trump als Oberbefehlshaber der Steitkräfte bereits angeordnet hatte. So wurden etwa Versuche mit Freiwilligen gemacht, um die in einem Raum kontrolliert mehrere Blendgranaten gleichzeitig gezündet wurden. Andere Infizierte setzte man tagelang zwischen vier Flakscheinwerfer im Abstand von jeweils drei Yards. Wegen militärischen Dienstvergehen verurteilten Soldaten, denen für die Teilnahme Straferlass versprochen worden war, bohrte man sorgfältig zahlreiche Löcher in den Körper und steckte flexible Lichtleiter hinein, um noch den letzten Bereich kräftig auszuleuchten.

Da all diese Maßnahmen aber sehr aufwendig in der Umsetzung sind und nach über 50.000 Corona-Toten in den USA schnell umsetzbare Lösungen gefragt sind, entschied sich Trump dann doch für den Weg, Desinfektions- und Bleichmittel intravenös verabreichen zu lassen, zumal hier, anders als bei Masken, Schutzkleidung, Corona-Tests usw., keine Lieferengpässe bestehen. Dieses Heilverfahren sollte nicht durch parlamentarische Debatten zerredet werden, so dass Trump es als Notstandmaßnahme und sofort umsetzbaren Präsidentenerlass durchsetzte.

Seine Anhänger jubelten, dass nun endlich Krise und Ausgehverbote vorbei seien und sich ein starker Mann nicht länger durch das Zaudern der akademischen Eierköpfe behindern ließ. Einige, die es gar nicht abwarten konnten und unerfahren im Setzen von Spritzen waren, tranken nun die entsprechenden Flüssigkeiten sogar. (Langsam kam es nun doch zu Lieferengpässen, weil die US-Bürger in Hamsterkäufen jede verfügbare Flasche Desinfektions- oder Bleichmittel aus den Supermärkten schleppten.) Die, die es tranken, starben. Das kommt davon, wenn man seinem Präsidenten nicht richtig zuhört! Von Trinken hatte er ja kein Wort gesagt. Intravenös, Leute, intravenös!

Dann kam es zum Eklat, weil die US-Lügenpresse und die Demokratische Partei wegen dieser genialen Idee Front gegen den Präsidenten machten. Und der bewies sein Genie nun in einem wahrhaft genialen Schachzug: Er präzisierte seinen ersten Erlass dahingehend (zumal inzwischen eben doch Lieferengpässe abzusehen waren), dass nur eingeschriebene Parteimitglieder der Republikaner beziehungsweise nachweisbare Wähler und Unterstützer in den Genuss der von ihm erdachten Behandlung kommen sollten. Nicht ganz demokratisch, aber gerecht, populär und effektiv!

Wenige Monate später wurden die Kandidaten für die Nobelpreise verkündet. Diesmal ging die Auszeichnung nur an eine einzige Person (und wohl das erste Mal in der Geschichte an jemanden, der nicht einmal Medizin studiert hatte): US-Präsident Donald Trump. (Weit von jeder Selbstüberschätzung entfernt, hatte er bei seiner Pressekonferenz ja ehrlich und bescheiden gesagt: „Ich bin kein Arzt.“)

Diese Nominierung war wohlverdient! Denn, wie es in der Laudatio hieß: Unmittelbar nach Einleitung der von ihm vorgeschlagenen therapeutischen Maßnahmen sei an Corona kein Mensch mehr in den USA verstorben. Die Krise war besiegt. Wer immer Symptome zeigte oder positiv getestet wurde, bekam die Behandlung (gratis, auf Staatskosten).

Es kann zwar nicht geleugnet werden, dass die Therapie gewisse letale Nebenwirkungen nach sich zog. Aber wie jeder Mediziner weiß: Was wirkt, hat eben auch Nebenwirkungen. Man muss halt abwägen. Hier kam unter sozialpolitischen Aspekten hinzu, dass dank der genannten Maßnahmen auch die Anzahl der Arbeitslosen um viele Millionen sank.

Leider gibt es in solchen Fällen immer auch Neider, die Erfolge anderer nicht anerkennen wollen und den Nobelpreis gern für sich reklamiert hätten. Denn auch weitere Politiker hatten sich Gedanken gemacht. Später ließ sich nicht mehr eindeutig klären, wer als Erster mit dieser Idee an die Öffentlichkeit getreten war: Boris Johnson aus Großbritannien oder der Brasilianer Jair Bolsonaro. Sie hatten sich nahezu zeitgleich ebenfalls von wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten lassen und diese schlicht zu Ende gedacht (und sich dabei wohl auch ein bisschen von Trumps Einfall leiten lassen):

Wenn das Virus außerhalb des Körpers durch eine 60-Grad-Wäsche abgetötet werden kann – warum dann nicht auch drinnen? Dass hohe Temperaturen dem menschlichen Körper nicht schaden, kann jeder Saunabesucher bestätigen, der sich Temperaturen bis 95 Grad aussetzt. Was sind da schon 60 Grad?! Nun weiß jeder wissenschaftlich gebildete Mensch, dass die Temperatur im Körperinneren beim Saunabesuch konstant gehalten wird. Eine Sauna reicht also leider nicht aus.

Aber ebenso ist es Alltagswissen, dass man Fleisch und überhaupt alles Wasserhaltige in der Mikrowelle durch und durch aufheizen kann. Was lag also näher, als Corona-Erkrankte und positiv Getestete überhaupt für rund eine halbe Stunde in eine große Mikrowelle zu stecken?

Auch diese Therapie wurde schnell umgesetzt, so dass in diesen Ländern ebenfalls von Stund’ an niemand mehr an Corona verstarb. (Nun gut, die letalen Nebenwirkungen … aber, wie gesagt, ohne Nebenwirkung keine Wirkung. Und auch hier sanken die Arbeitslosenzahlen rapide.) Zugegebenermaßen waren diese Maßnahmen nicht weniger erfolgreich als die in den USA umgesetzten, aber Trump gebührt eindeutig der Primat der ersten, schnellen  und praktischen Analogie-Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Im Nobel-Komitee sollen sich übrigens unschöne Szenen abgespielt haben: Nachdem Trump bei den Präsidentschaftswahlen nur noch 1347 Stimmen erhalten hatte (was Analysten zufolge daran gelegen haben könnte, dass die republikanischen Wähler auf die Therapie in einer Weise reagiert hatten, die eine Teilnahme an weiteren Wahlen endgültig nicht mehr erlaubte), brachten die Mitglieder des Komitees für den Frieden-Nobelpreis den Vorschlag in die Diskussion, Trump eben deswegen mit diesem zu ehren. Das wurde jedoch als zynisch zurückgewiesen.

Dann kam die große Stunde der Nobelpreis-Verleihung in Stockholm: Tausende Gäste und die Kandidaten warteten im Konserthuset am Hötorget auf den großen Augenblick. Schließlich erhob sich Donald Trump, orangener denn je und mit stolz geschwellter Brust in seinem Frack, und ging unter dem Beifall der Anwesenden auf den schwedischen König zu.

Doch dann geschah das entsetzlich Schockierende, an das sich die Menschheit wohl noch in Hunderten von Jahren erinnern wird: Als Trump vor dem König stand, ließ dieser plötzlich Ernennungsurkunde und Medaille auf den Boden fallen, griff mit der rechten Hand nach seinen Haaren und riss sich die Königsmaske von Gesicht.

Und darunter erschien die grauenvolle Fratze von The Joker, der nun mit unheilvoller Stimme laut in den Saal kreischte: „Wir haben diese sarkastische Nominierung an ein selbsternanntes Genie wie Sie vorgenommen, nur um zu sehen, was passiert.“

Und als Trump daraufhin …

In diesem Augenblick verwandelte sich das Kreischen des Jokers in das schrille Geräusch meines Weckers und ich wachte auf.

Wer auch langsam schlechte Träume bekommt, dem stellen wir hier einen alternativen Weg zur Beteiligung am Weg aus dem Alptraum vor.

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Doc Baumann

Doc Baumann befasst sich vor allem mit Montagen (und ihrer Kritik) sowie mit der Entlarvung von Bildfälschungen, außerdem mit digitalen grafischen und malerischen Arbeitstechniken. Der in den Medien immer wieder als „Photoshop-Papst“ Titulierte widmet sich seit 1984 der digitalen Bildbearbeitung und schreibt seit 1988 darüber.

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