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DOCMA gegen Corona – Ich tue was!

COVID-19: Wir brauchen dringend eine Therapie und Impfstoff

Die vielen Klagen über die Krise haben sicher alle von Euch genauso satt wie ich. Daher finde ich, dass es an der Zeit wäre, die Sache anzupacken und den Wissenschaftlern buchstäblich unter die Arme zu greifen.

Die für Therapie oder Impfung notwendigen organischen Molekülketten können zwar im Labor synthetisiert werden – ob sie gegen das Virus tatsächlich wirksam sind, hängt jedoch von deren sogenannter Faltung ab.
Denn diese Proteine liegen nicht als geradlinige Aminosäure-Ketten vor, sondern „verklumpt“, oder „gefaltet“ wie der Humanbiologe sagt.

Die Faltung kann berechnet werden, benötigt dafür jedoch extreme Rechenleistung. Da im Moment leider kaum noch Supercomputer auf Amazon zu haben sind, sind folglich leider für den jetzigen Bedarf zu wenige vorhanden.
SIE können helfen, indem Sie Rechenleistung auf ihrem Computer dafür zur Verfügung stellen

Brauchen wir denn einen Impfstoff?

Sehr erleuchtend waren für mich persönlich die Worte von Professor Michael Meyer-Hermann, dem Leiter der Abteilung Systemimmunologie am Helmholtz-Zentrum (HZI) in Braunschweig, im ZDF heute journal vom 15.04.2020. Hier findet er sehr deutliche Worte bezüglich der Lockerungen, die an diesem Tag beschlossen wurden, und klärt auch sehr anschaulich über die immer wieder erwähnte „Herdenimmunität“ auf.
Auch trotz der im Moment sinkenden Reproduktionszahl steht uns für heute Abend, also 10 Tage nach Lockerung der Bestimmungen für Familienbesuche. Glücklicherweise ist die Neuinfektionsrate heute Abend nur um 26%, von 1945 auf 2460 gestiegen. Ob diese Momentaufnahme wegen durch das Wochenende verspäteter Meldungen noch weitere Anpassungen erfährt, bleibt abzuwarten.

Bei der im Moment beobachteten Reproduktionszahl R von 0,8 (mit regionalen Schwankungen bis 1,0) scheint unser deutsches Gesundheitssystem noch voll zu funktionieren. Es wird sogar geplant, verschobene Operationen nun nach zu holen. Aber bereits eine Änderung dieses Wertes auf 1,1 bringt dieses Kartenhaus höchstwahrscheinlich im Oktober 2020 zumindest zum Wanken; bei einem Anstieg um 50% auf R = 1,2 würde das vielleicht auch schon im Juli geschehen.

Und möchten wir unsere Ärzte wirklich in eine Situation bringen, in der sie die Triage anwenden müssen? Dann müssen sie entscheiden, ob bei einem Patienten noch eine Chance besteht oder ob der Betroffene jetzt austherapiert ist. Denn eines muss jedem klar sein: „Austherapiert“ ist eine sehr taktvolle Umschreibung dafür, den Patienten zum Sterben liegen zu lassen!

Ich ziehe aus diesem Statement die Schlussfolgerung, dass nur durch einen Impfstoff die Krise tatsächlich beendet werden kann!

Aber brauchen die denn wirklich mein bisschen Rechenleistung?

Ein großer Teil der Forschung findet heute nicht mehr so statt, wie man das aus der Vergangenheit gewohnt ist. Natürlich sitzen auch heute noch viele, die sich mit dem Thema befassen, an ihren Laborplätzen und hantieren dort mit Pipetten und Erlenmeyer-Kolben, aber die die Hauptlast der Forschung wird heutzutage nunmal vom Kollegen Computer erledigt.

Nach dem Prinzip des Tropfens auf den heißen Stein ist auch Ihr bisschen gespendete Rechenkapazität hilfreich. Den viele Tropfen helfen, dann irgendwann doch zumindest den Stein zu kühlen.

Ja, aber das geht doch auf einem Supercomputer viel schneller?

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Stimmt, aber leider haben wir nur eine begrenzte Anzahl dieser Boliden. Natürlich steht der Größte davon in den USA; er heißt Summit. Er wartet mit einer unfassbaren Leistung von fast 150 Peta-Flops auf, die bei Bedarf auf bis zu 200 PFlops hochgefahren werden kann. Dabei verbraucht er dann erstaunlicherweise nur 10000 kWh, was ihn zur Nummer 3 in der Green500-Liste für Recheneffizienz macht. Und tatsächlich wird er im Moment zu Berechnungen verwendet, die mit COVID-19! im Zusammenhang stehen.
Sein Zwillingsbruder Sierra dient allerdings höchst wahrscheinlich weiterhin nur militärischen Zwecken.

Also ist doch alles auf dem richtigen Weg, wenn dieses Rechenmonstrum allein die benötigte Rechenzeit von Monaten auf Tage reduziert?

Aber was ist jetzt dieses Folding@home?

Im Moment stellt Folding@home theoretisch eine Leistung von 1323 Peta-Flops zur Verfügung. Damit übertrifft es die Leistungssumme aller in der Top-500 der Supercomputer gelisteten Maschinen.

In diesem, bereits im Jahre 2000 gestarteten, Distributed-Computing-Projekt können Forscher ihre Projekte in kleine Teilaufgaben zerlegen, die im Anschluss an viele Rechner verteilt werden. Diese schicken ihre Resultate nach Erledigung der erforderlichen Rechenschritte zurück. Der Server setzt sie zusammen und liefert dem Forscher die fertigen Ergebnisse zurück.

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So stellt sich das Programm FAHViewer lokal dar

Dann brauchen wir nur noch ein paar Stunden, um den Impfstoff zu entwickeln?

Leider nein, denn um ehrlich zu sein, wissen die Forscher, wenn man die Projekt-Beschreibungen liest, auch noch nicht so genau, in welche Richtung ihre Suche führt. Und wie lange es nun dauern wird, um einen Impfstoff zu entwickeln, kann im Moment leider niemand mit Sicherheit sagen.

Daher heute unser dringender Aufruf: Bitte helft mit!

Beteiligt Euch mit einer Spende von Rechenleistung an diesem Projekt!
Dies könnt Ihr natürlich auch völlig anonym tun!
Aber wir haben beschlossen, Euch für Eure Beteiligung zu belohnen. Näheres zur Installation und den Teilnahmebedingungen erfahrt Ihr hier!

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Bleibt gesund & happy folding!


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Michael J. Hußmann

Michael J. Hußmann gilt als führender Experte für die Technik von Kameras und Objektiven im deutschsprachigen Raum. Er hat Informatik und Linguistik studiert und für einige Jahre als Wissenschaftler im Bereich der Künstlichen Intelligenz gearbeitet.

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