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ISO-Automatik und manuelle Objektive

Mehr Komfort für Altglas

Auch mit manuellen Objektiven hilft eine ISO-Automatik, Unschärfe durch Verwackeln auszuschließen, ohne ständig auf die Verschlusszeit zu achten. Die Ober- und Untergrenze der Empfindlichkeit ist schnell eingestellt. Lesen Sie hier mehr über ISO-Automatik und manuelle Objektive.

Belichtungszeit

Die Definition der Verschlusszeit ist nicht immer optimal gelöst. Als Faustformel für die minimale Verschlusszeit gilt: 1 dividiert durch die Brennweite des Objektivs. Für ein 50-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera ergibt das eine 1/50 Sekunde.

Olympus, Panasonic und Sony

Die Sony A7 II mag für Fremdobjektive nur 1/60 s zulassen. Sie lässt sich aber überlisten, da die ISO-Automatik auch im Modus S und M arbeitet. Mit OM-D Kameras funktioniert das ebenfalls, wenn im Menü E „ISO-Auto Alle“ gewählt und die ISO-Empfindlichkeit auf „Auto“ gesetzt wird. Lumix Kameras fixieren sie in der Regel auf 1/125 s, was mit einer 50er Brennweite und Crop-Faktor 2 noch akzeptabel sein kann. Ansonsten bleibt hier nur die manuelle Wahl, am schnellsten geht das über ein Einstellrad.

Viele Lumix Kameras legen mit ISO-Automatik 1/125 s als Verschlusszeit fest. Diese Einschränkung lässt sich nur durch manuelle Wahl des ISO-Werts über ein Einstellrad schnell umgehen.
Viele Lumix Kameras legen mit ISO-Automatik 1/125 s als Verschlusszeit fest. Diese Einschränkung lässt sich nur durch manuelle Wahl des ISO-Werts über ein Einstellrad schnell umgehen.

Untergrenze der Belichtungszeit

Die Untergrenze der Belichtungszeit in Abhängigkeit von der Brennweite festzulegen ist noch rar. In Fuji-X Systemkameras der zweiten und dritten Generation versteckt sich die Einstellung „Automatik“ sechs Positionen unterhalb der Standardvorgabe 1/60 s im Menü. Mit drei definierbaren Settings die ISO-Automatik (Auto 1 bis 3) lassen sich drei verschiedene Untergrenzen für die Verschlusszeit festlegen und schnell abrufen.

Aktuelle Modelle Fuji-X-Modelle bieten eine Automatikfunktion für die Untergrenze der Belichtungszeit in Abhängigkeit von der Brennweite. Insgesamt können drei unterschiedliche Settings definiert werden.
Aktuelle Modelle Fuji-X-Modelle bieten eine Automatikfunktion für die Untergrenze der Belichtungszeit in Abhängigkeit von der Brennweite. Insgesamt können drei unterschiedliche Settings definiert werden.

Fuji X

Für manuelle Objektive ohne elektrische Kontakte lässt sich die Automatik, die nach der oben genannten Formel die minimale Verschlusszeit bildet, durch eine falsche Brennweitenangabe im Menü „Adaptereinstellungen“ manipulieren. Wird für ein 50-mm-Objektiv beispielsweise 70 Millimeter eingetragen, wählt die Kamera 1/105 s als Untergrenze. Allerdings verfälscht das auch die Exif-Daten.

ISO-Automatik und manuelle Objektive
Aktuelle Modelle Fuji-X-Modelle bieten eine Automatikfunktion für die Untergrenze der Belichtungszeit in Abhängigkeit von der Brennweite.

Nikon Z

Nikon Z-Kameras bieten für die ISO-Automatik eine Option „Längere Zeit“ oder „Kürzere Zeit“ mit vier möglichen Stufen. Eine Stufe kürzer bestimmt für eine 50er Brennweite 1/125 s als längste Verschlusszeit. Leider lässt sich diese Funktion bisher keiner Funktionstaste oder einem Individualmenü zuordnen.

ISO-Automatik und manuelle Objektive
ISO-Automatik und manuelle Objektive: Auch mit ISO-Automatik erlauben Nikon Z-Kameras die manuelle Manipulation der Verschlusszeit in vier Stufen. Bisher ist die Funktion in den Untiefen des Hauptmenüs verborgen und nicht per Shortcut erreichbar.

Sony

Sehr pragmatisch arbeitet die ISO-Automatik in der Sony A6500 und A7RII. Über eine Funktionstaste lässt sich die minimale Verschlusszeit in fünf Stufen schnell und komfortabel anpassen. Besonders praktisch ist das beim Fotografieren mit manuellen Zoom-Objektiven.

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Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel hat einige Jahre für eine lokale Zeitung gearbeitet und eine Reihe von Fachartikeln zur Mitarbeiterführung veröffentlicht. Seit 2014 schreibt er für Fotoespresso, DOCMA, FotoMagazin sowie c't Digitale Fotografie.

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