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Spiegelreflexkamera mit HD-Videofunktion

Die Nikon D90 kann als erste digitale Spiegelreflexkamera der Mittelklasse Filmsequenzen in HD-Auflösung erzeugen.

Nikon hat mit der D90 ein Novum im Segment digitaler Spiegelreflexkameras der Mittelklasse vorgestellt. Die D90 ist zwar keine Konkurrenz für Camcorder, kann aber Filmsequenzen in HD-Auflösung von bis zu 5 Minuten Dauer aufnehmen. Darüber hinaus glänzt sie mit leistungsstarken Funktionen, die sie von der D300, dem aktuellen Nikon-DX-Spitzenmodell, geerbt hat. Der neu entwickelte CMOS-Bildsensor im DX-Format mit einer effektiven Auflösung von 12,3 Megapixel und das Bildverarbeitungssystem EXPEED von Nikon stehen für eine hohe Bildqualität. Weitere Merkmale sind ein System zur Sensorreinigung, ein Empfindlichkeitsbereich von ISO 200 bis 3.200, der auf ISO 100 bis ISO 6.400 erweiterbar ist, HDMI-Kompatibilität sowie Funktionen wie Motiverkennung, Aktives D-Lighting und Picture Control. Die Bildrate wird mit 4,5 Bildern/s, die Einschaltzeit mit 0,15 Sekunden und die Auslöseverzögerung mit 65 Millisekunden angegeben. Nikon hat bei der Entwicklung der D90 besonders auf Energieeffizienz geachtet und verspricht mit einem vollständig aufgeladenen Kameraakku ungefähr 850 Bilder, die auf einer SD/SDHC-Karte gespeichert werden.
Videofans dürften sich über die ?D-Movie? getaufte Filmsequenzfunktion freuen, mit der sie Kurzfilme in HD-Auflösung im Motion-JPEG-Format aufnehmen können. Wegen des im Vergleich zu einem Camcorder weitaus größeren Bildsensors ist die D90 mit einer besseren Bildqualität, geringer Tiefenschärfe und höherer Empfindlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen im Vorteil. Zudem stehen eine Vielzahl von NIKKOR-Wechselobjektiven, die von Fisheye- über Weitwinkel- bis hin zu Supertele-Objektiven reichen, zur Verfügung. Allerdings ist die Aufnahmezeit im HD-Modus auf 5 Minuten bzw. 2GB Daten begrenzt. Die Wiedergabe eines D-Movie mit Ton kann auf einem Computer, einem Fernseher oder HDTV-Bildschirm sowie auf dem 3-Zoll-LCD-Monitor der Kamera erfolgen.
Das EXPEED-Bildverarbeitungssystem wurde für die D90 weiter optimiert und ist neben der Bildqualität verantwortlich für eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und die Leistung anderer nützlicher Funktionen wie Live-View und Gesichtserkennung. Die Funktion »Active D-Lighting« soll einen Verlust von Detailzeichung in Lichter- und Schattenpartien auch bei starken Motivkontrasten durch eine lokale Tonwertanpassung schon im Moment der Aufnahme verhindern. Die Bildoptimierungsoption »Picture Control« stellt erlaubt es, das Erscheinungsbild und die Stimmung der Bilder anzupassen. Hierzu stehen sechs vorkonfigurierte Einstellungen zur Wahl, darunter die neuen Konfigurationen »Porträt« und »Landschaft«.
Die D90 ist mit dem Motiverkennungssystem ausgestattet, das erstmals in Nikons D3 und D300 zum Einsatz kam. Das System analysiert mithilfe eines 420-Pixel-RGB-Sensors Motiv- und Farbinformationen im Bildfeld und erkennt so schon vor der Aufnahme, was fotografiert werden soll. Anhand der Ergebnisse optimiert die Kamera Fokussierung, Belichtung und Weißabgleich. Die D90 verfügt über eine automatische Gesichtserkennung, die bis zu fünf Gesichter im Bildfeld erkennen soll und mit deren Hilfe die Autofokussteuerung und die Hauttonwiedergabe optimiert werden. Des Weiteren ist die D90 mit elf Autofokusmessfeldern ausgestattet, die im Zusammenspiel mit der Motiverkennung anhand der Farb- und Helligkeitsinformationen für eine sichere Schärfenachführung im Falle bewegter Motive sorgen soll. Für die nachträgliche Bildbearbeitung in der Kamera stehen Funktionen wie »Verzeichnungskorrektur«, »Ausrichten« und »Fisheye-Effekt« zur Verfügung.
Die Nikon D90 ist voraussichtlich ab Ende September 2008 im Handel erhältlich. Das Gehäuse soll 969,00 ? kosten, das D90 Kit mit dem AF-S DX 18-105mm/3.5-5.6G ED VR ist dann für 1.189,00 ? zu haben. Weitere Kits sollen angeboten werden.

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